Aufbruch: Mit frischem Elan in die neue Saison!
Die neue Meisterschaft startet auf der Schützenwiese gleich mit einem Liga-Knüller: Der FC Winterthur empfängt zum ersten Challenge-League-Spiel seit vier Jahren den FC Yverdon Sport, der nur ein Jahr vor dem FCW aus der Super League abgestiegen war und dank seinen potenten Geldgebern zu den ganz heissen Aufstiegsanwärtern zählt. Wir sind uns unserer anspruchsvollen Rolle als Liga-Neuling und Mitfavorit bewusst und gehen voll motiviert und mit viel Freude in diese spannende Saison.
Es herrscht Aufbruchstimmung auf der Schützenwiese, man kann es nicht anders sagen. Nach vier tollen Jahren in der Super League und dem bitteren Abstieg nach einem langen Kampf voller Hoffnungen war die Stimmung entsprechend auf einem Tiefpunkt. Doch wir haben uns alle rasch zusammengerauft, sind wieder aufgestanden und haben die neue Situation als das akzeptiert, was sie auch sein kann: Eine Chance, um aus der Geschichte zu lernen und noch stärker zurückzukommen.
Jede Saison beginnt für alle bei Null. Eine Phrase zwar, aber eben auch eine beruhigende Tatsache, die einen durchschnaufen und mit neuer Zuversicht an die Arbeit gehen lässt. Es gilt, eine neue Mannschaft zu formen, ein Gerüst zu bauen mit erfahrenen Cracks, die, umrahmt von jungen, hungrigen und möglichst aus der eigenen Talentschmiede stammenden Spielern, den Auftrag von Cheftrainer Patrick Rahmen umsetzen – und den FCW möglichst rasch wieder oben anklopfen lassen. Das ist unser Ziel. Aber keine Selbstverständlichkeit: Wir stehen wie jeder Absteiger vor einer anspruchsvollen Aufgabe.
Mit einem Budget von rund zehn Millionen Franken für den ganzen Betrieb und einer eindrücklichen Fankulisse gehört der FCW sicher zu den Grossen in der Challenge League. Die Ansprüche sind entsprechend hoch. Aber das neue Team muss sich zuerst finden, und die Gegner, ja diese verflixten Gegner, schlafen auch nicht. Man kann sich noch so viel vornehmen: Im Ernstkampf funken einem die andern mit Körpereinsatz und eigenen Ideen dazwischen. Wie sagte schon der berühmte französische Philosoph Jean-Paul Sartre: «Beim Fussball verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.»
Diese Gegner heissen zwar nicht mehr Basel, YB, Zürich oder Lugano. Doch wir wissen aus 37 Jahren Erfahrung: Auch die Challenge League ist kein Ponyhof. Neu gilt es Aarau, Xamax und Wil zu schlagen, ebenso den Cup-Finalisten Lausanne-Ouchy, Aufsteiger Kriens, Rapperswil-Jona, Etoile Carouge, Stade Nyonnais und eben diesen FC Yverdon Sport, der schon letzte Saison mit Aarau und Vaduz zu den Favoriten gehörte – dann aber als Drittplatzierter dem FC Vaduz den Aufstieg überlassen musste. Wir müssen uns wieder bewusst sein: Diese Liga ist weder Wohlfühloase noch Selbstläufer. Die ambitionierten Waadtländer haben sich entsprechend nochmals verstärkt.
Vorwärts Winterthur! Lassen wir die Schützenwiese wieder beben und sorgen wir alle zusammen dafür, dass unser Stadion auch in der Challenge League der «Place to be» ist und unser Herzensklub erfolgreich in eine spannende Saison startet!