Stadionprojekt
Ja zur Schützi. Ja zum Stadion.
Am 27. September 2026 hat die Winterthurer Bevölkerung dem Ausbau der Schützenwiese zugestimmt. Das Wichtigste zum Stadionprojekt im Überblick.
Die Schützenwiese ist eines der ältesten Schweizer Stadien und Ausdruck der Winterthurer Identität. Sie ist seit 130 Jahren die Heimat des FC Winterthur und geniesst landesweit Kultcharakter. Doch die Infrastruktur ist marode und genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Ein zweckmässiger Ausbau ist notwendig und eine gute Investition in die nächste Generation – für das solidarische Miteinander in unserer Stadt, den Spitzenport, die Talentschmiede und den Frauenfussball. Die Schützi soll auch in Zukunft seine Funktion als Winterthurer Wahrzeichen erfüllen, das Tradition und Moderne miteinander verbindet.
Das Projekt
Als Stadionbesitzerin hat die Stadt Winterthur darum ein Projekt für eine zukunftsfähige Schützi ausgearbeitet (Weiterentwicklung ganze Parzelle Schützenwiese). Das vorliegende Teilprojekt ist bodenständig, kreativ und passt zu Winterthur. Zu den wichtigsten Massnahmen gehören der Bau von zwei Stirntribünen und ein neues Betriebs- und Garderobengebäude.
Zwei Stirntribünen
Mit dem Tribünenbau auf den beiden Stirnseiten des Stadions werden grundlegende Publikumsbedürfnisse – z.B. ein Dach über dem Kopf oder eine verbesserte WC- und Catering-Situation – sowie die Lizenzvorgaben der Liga zur Austragung von Challenge- oder Super-League-Spielen erfüllt. Viele kreative Winti-Elemente sorgen dafür, dass der Schützi-Charme sicher mit in die Zukunft zügelt. Die Kapazitätserhöhung auf 9’900 Plätze verschafft dem FCW als KMU wichtigen unternehmerischen Spielraum in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld.
Ein Betriebs- und Garderobengebäude
Auf dem heutigen Abstellplatz neben dem Kunstrasen ist ein Betriebs- und Garderobengebäude geplant. Im Erdgeschoss findet Platz, was beim Unterhalt eines Fast-365-Tage-Betriebs vom Sportamt alles gebraucht wird und versorgt werden will. Im Obergeschoss bekommen die FCW-Frauen und die U21 eigene Garderoben. Weitere Garderoben und Zusatzräume decken den Bedarf von weiteren Teams und anderen Sportvereinen.
Eine Besonderheit ist die Erschliessung der oberen Stöcke durch Aussentreppen. Dank Ausblick vom Freilufttreppenhaus auf den Kunstrasen verwandelt sich das Garderobengebäude an Spieltagen zur Publikumstribüne. Auch die Begrünung der Umgebung wird dazu beitragen, dass sich der Ort zu einer eigenen kleinen Heimat in der Stadionwelt entwickeln kann.
Finanzierung
Der zweckmässige Ausbau kostet rund 35 Millionen Franken. Den Grossteil davon finanziert die Stadt Winterthur als Besitzerin, der FCW beteiligt sich mit 2,6 Millionen Franken. Ergänzend stemmt der FC Winterthur Jahr für Jahr zusammen mit seiner Hauptsponsorin KELLER Pressure und vielen lokalen Firmen den Sportbetrieb (2025/26 mit einem 16-Millionen-Budget). Die bewährte Zusammenarbeit von Stadt, FCW und Privaten führt dazu, dass auch viele Unternehmen von der Strahlkraft des FCW profieren können.
Zeitplan
Im April 2026 hat das Stadtparlament dem Projekt mit grosser Mehrheit über alle Parteien hinweg zugestimmt (51 Ja, 1 Nein, 2 Enthaltungen) und damit den Weg zur Volksabstimmung geebnet. Am 27. September 2026 folgte drei Viertel der Winterthurer Stimmbevölkerung der Empfehlung des Parlaments. Das klare Ja an der Urne bedeutet nun: Läuft weiterhin alles rund, kann ab 2027 etappenweise gebaut werden – während der Fussballbetrieb weiterläuft und der FCW durchgehend zuhause im Stadion Schützenwiese spielen kann.
Spannende Dokumente
Projektbeschriebe und Pläne (Unterlagen Abstimmung im Stadtparlament)
Wirtschaftliche Wertschöpfung FCW (Artikel, Link zur Studie)
Wirtschaftliche Wertschöpfung FCW (Artikel, Link zur Studie)
Bildnachweise
- Architektur/Modell: Sollberger Bögli Architekten, Biel
- Visualisierungen: Nightnurse Images, Zürich
- Pläne: Stadt Winterthur