Fan-Turnier gegen Rassismus auf der Schützenwiese
Internationales Zeichen gegen Rassismus: Am kommenden Wochenende findet auf der Schützenwiese ein grenzüberschreitendes Fussballgrümpelturnier mit Fangruppierungen aus verschiedensten Ländern statt. Die Schweizer Vertretung am traditionellen «Antira»-Turnier ist seit jeher die FCW-Bierkurve, die das Turnier nach 2013 zusammen mit weiteren Fans zum zweiten Mal in Winterthur organisiert.
Fussballkultur lebt von Emotionen, sportlicher Rivalität, aber auch vom Zusammengehörigkeitsgefühl. In den 1990er-Jahren entstanden in den Kurven immer mehr Fanbewegungen, die nicht nur wild und entschlossen ihren Herzensklub unterstützten, sondern auch immer stärker die kulturelle und soziale Realität in der Gesellschaft und im Fussball aufnahmen.
Unter diesem Aspekt entstand auch das «International Antiracist Tournament» (kurz: Antira), das 2004 von Fans des FC St. Pauli ins Leben gerufen wurde und seither jährlich alternierend in Hamburg (in den letzten Jahren direkt auf dem Millerntor-Areal) und an anderen Orten Europas stattfindet.
In den Klubfarben getrennt, in der Idee vereint
Das internationale Turnier gegen Rassismus ist ein Einladungsturnier, an dem Fangruppierungen aus aller Welt (hauptsächlich Europa) sich austauschen, sich vernetzen, gemeinsam Fussball spielen und natürlich auch zusammen ausgiebig feiern. All diesen Fangruppen ist gemein, dass sie sich aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung im Allgemeinen einsetzen. Aus der Schweiz ist seit jeher die Bierkurve des FC Winterthur ein Teil dieser Bewegung.
Das Antira-Turnier wird ausschliesslich von Fans aus den Kurven organisiert. Nach 2013 findet der Anlass vom 5. bis 7. Juni zum zweiten Mal in Winterthur statt. Während sich die mehreren Hundert Fussballfans vor 13 Jahren auf dem Reitplatz in Töss tummelten, wird dieses Jahr auf der Schützenwiese gekickt. Die abendlichen Festivitäten finden extern statt. Für die Turnierorganisation hat sich ein breit abgestütztes Komitee aus der Winterthurer Fanszene gebildet.
Auf dem Turnier-Areal gibt es für die Teilnehmenden und für das Publikum ein breites Verpflegungsangebot. Um das Einkommensgefälle aus den verschiedenen Ländern zu kompensieren, werden das Essen und die Getränke möglichst günstig angeboten. Das Turnier-Kollektiv ist deshalb auch auf grosszügiges Trinkgeld oder auf Spenden angewiesen. Ein allfälliger Gewinn würde in gemeinnützige Projekte fliessen.
FCW unterstützt Turnier-Idee
Der FC Winterthur unterstützt die Idee des Turniers und stellt den Fans seine Infrastruktur und sein Netzwerk zur Verfügung. Ganz nach seinem Motto: Unser Herz schlägt rotweiss – unsere Welt ist bunt.
Friede. Freiheit. Fussball.
Wir stehen ein für Respekt, Toleranz und Weltoffenheit.
Gegen Diskriminierung und Gewalt.