Aufgeben ist keine Option: Vorwärts Winterthur, drei Punkte im Kantonsderby!
Am Samstag lädt der FC Winterthur auf der Schützenwiese zum Flutlichtspiel gegen den Kantonsrivalen FC Zürich. Die Affiche verspricht wie immer ein stimmungsvolles Duell in einem ausverkauften echten Fussballstadion. Aber auch ein Maximum an Spannung: Beide Teams wollen unbedingt punkten. Der FCZ mit dem neuen Trainer Carlos Bernegger, um nicht doch noch auf den für unmöglich gehaltenen Barrageplatz abzustürzen. Der FCW, weil er allen Unkenrufen zum Trotz nach wie vor die Chance hat, GC abzufangen und den Ligaerhalt zu schaffen.
Die Tabelle in der Super League macht momentan aus kantonaler Sicht keine Freude: Der FC Zürich steht vier Runden vor Schluss mit 34 Punkten und 45:66 Toren auf dem drittletzten Platz, gefolgt von den Grasshoppers (27 Punkte, 41:67 Tore) und dem FC Winterthur (19 Punkte, 38:91 Tore).
Was in der restlichen Fussball-Schweiz ordentlich Schadenfreude auslöst, sorgt auf sportlicher Ebene für viel Spannung – eigentlich für den letzten echten Nervenkitzel in dieser Meisterschaft: Der FCZ kann trotz den ursprünglich ambitiösen Zielen noch auf den nie in Betracht gezogenen Barrageplatz abrutschen, GC kann sich noch direkt retten oder wie der FCW die Barrage schaffen oder direkt absteigen.
Die drei Kantonsrivalen sorgen wahrlich für ein echtes Hitchcock-Finale im Abstiegskampf – um so mehr, weil alle drei auch noch gegeneinander antreten müssen.
Im ersten Kantonsderby-Thriller treffen am Samstag auf der Schützenwiese Winterthur und Zürich aufeinander, am Samstag darauf folgt das Derbyduell zwischen dem FCZ und GC, und nur drei Tage später wieder im Letzigrund das dritte Kantonsderby – diesmal zwischen den Grasshoppers und dem FCW.
Einen echten Favoriten unter den drei Teams gibt es nicht wirklich, am ehesten noch der FCZ, weil er über die ganze Saison am meisten Punkte gesammelt hat und zumindest auf dem Papier das bestbesetzte Kader aufweist. Doch nimmt man die letzten fünf Spiele als Massstab, ist die Bilanz ausgeglichen: Alle drei haben je einen Sieg vorzuweisen und viermal verloren.
Während in Winterthur intern Ruhe herrscht, haben die beiden blauweissen Klubführungen kürzlich die Reissleine gezogen: Mitte März wechselte zuerst GC den Trainer aus, nur einen Monat später tat es auch der FCZ: Auf den jungen Dennis Hediger folgte der 57-jährige Carlos Bernegger – interessanterweise einer, den man vor allem mit GC in Verbindung bringt, der aber auch in Winterthur kein Unbekannter ist: Der argentinisch-schweizerische Doppelbürger spielte 1992/93 seine letzte Profikarriere beim FCW und arbeitete danach bis 1998 als Nachwuchstrainer auf der Schützenwiese. 2000 wechselte er zu den Grasshoppers, bei denen er insgesamt acht Jahre im Nachwuchs, aber auch als Eins-Trainer im Einsatz stand.
Egal, wer bei den andern an der Seitenlinie steht: Das Team von Patrick Rahmen weiss, was es zu tun hat. Vorwärts Winterthur, alle auf die Schützenwiese! Fans und Spieler: Geben wir gemeinsam nochmals alles, um am Samstag drei wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt zu sammeln!