Die Aufholjagd ist lanciert: Basel, Lausanne - und dann packen wir GC!
Da warens nur noch fünf: Dank einem Sieg und zwei Remis hat der FCW den Rückstand auf die Grasshoppers in den letzten drei Runden halbiert. Die erfolgreiche Aufholjagd macht Mut für die finale Phase der Meisterschaft: Der Barrageplatz ist wieder in realistischer Reichweite, zumal der FCW noch zweimal im Kantonsderby auf den direkten Konkurrenten aus Niederhasli trifft. Doch zuerst will der FCW auf der Schützenwiese endlich Shaqiri & Co. bodigen. Es wäre der erste Sieg gegen Basel seit dem Aufstieg 2022.
Das letzte Wochenende war eines der schönsten im noch jungen Jahr. Zumindest für diejenigen, deren Herz rotweiss schlägt: Der FC Winterthur siegte 2:1 in Luzern, es war ein starkes Lebenszeichen des Tabellenletzten, der in dieser Saison schon oft unten durch musste und von vielen Fans und Fachleuten schon als glasklarer Absteiger abgestempelt wurde.
Gleichzeitig wurde der direkte Konkurrent um den Barrageplatz, der Grasshopper Club, vom Tabellenführer Thun mit 1:5 vom Platz gefegt. Der vor kurzem noch so unüberwindbar riesig scheinende Abstand zwischen GC und dem FCW war in nur drei Runden auf die Hälfte geschrumpft.
Gäbe es eine Rangliste mit den letzten drei Durchgängen als Massstab, wäre der FCW mit fünf Punkten solider Sechster, während die beiden punktelosen Zürich und GC sich den letzten Platz teilten.
Tatsächlich hat die sportliche Entwicklung ein spürbares Zittern ausgelöst – mit Epizentrum in Niederhasli: GC hat am Montag seinen Cheftrainer Gerald Scheiblehner per sofort freigestellt. Der bisherige U21-Trainer Gernot Messner soll bis Ende Saison übernehmen und den Rekordmeister vor dem Fall in die Challenge League retten.
Anders auf der Schützenwiese: Cheftrainer Patrick Rahmen sitzt fest im Sattel, die Verletztenliste ist spürbar kleiner geworden, die Spieler kommen immer mehr in den nötigen Rhythmus – und dank den jüngsten Leistungen und den daraus resultierenden Punktegewinnen ist die Zuversicht gross, dass der FCW den Ligaerhalt schaffen wird.
Ein Grund dafür ist auch die Tatsache, dass der FCW in den letzten acht Spielen noch zweimal auf GC treffen wird. Einmal auf der Schützenwiese, einmal im Letzigrund. Zwei 6-Punkte-Spiele, zwei schwergewichtige Joker im Klassenkampf, die der FCW unbedingt ziehen will.
Doch bevor es am 11. April auf der Schützi zum ersten der beiden heissen Kantonsderbys kommt, empfängt der FCW den FC Basel. Zwölfmal trafen die beiden Teams seit dem Aufstieg des FCW aufeinander. Zehnmal siegten die Bebbi, zweimal schaffte der Underdog aus Winterthur ein Remis. Die letzte Partie im Dezember war für den FCW einer dieser vielen bitteren Niederlagen in der laufenden Saison: Der Basler Siegtreffer fiel erst in der 93. Minute...
Das soll sich ändern: Der FCW will endlich gewinnen! Die Chancen sind intakt, ist doch der hochdotierte Basler Meister-Turbo auch nach dem prominenten Trainerwechsel von Ludovic Magnin zu Stephan Lichtsteiner noch nicht richtig ins Laufen gekommen.
Gelingt dem FCW gegen Basel der erste Sieg in der Super League seit dem Aufstieg 2022? Wir finden: Die Zeit wäre reif.
Vorwärts Winterthur, alle auf die Schützenwiese!