Niederlage in letzter Sekunde
Drama pur im Sechs-Punkte-Spiel: Der FCW verliert in Yverdon in Unterzahl durch ein Tor in letzter Sekunde 1:2 (1:1).
Es war das erwartet schwierige Spiel – nicht etwa, weil das Stade Municipal mit einer mageren Kulisse von offiziell 2030 Fans (davon 400 aus Winterthur) einem Hexenkessel glich. Überhaupt nicht. Es waren einmal mehr die holprigen und engen Platzverhältnisse und der physische Fussball eines stabilen Gegners, der mit Antonio Marchesano und Varol Tasar zudem zwei wirblige, starke Offensivkräfte in seinen Reihen hat, die jeder Defensivabteilung Kopfzerbrechen bereiten.
In der ersten Halbzeit liess sich der FCW zu stark in die eigene Hälfte drücken und setzte dem Stil der Hausherren zu wenig Widerstand entgegen. Trotzdem hiess es in der Pause 1:1 – nach einem schnellen Konter von Yverdon und dank einem Elfmetertor von Luca Zuffi, der den Ball nach einem Foul an Silvan Sidler cool im Panenka-Stil im gegnerischen Kasten versorgte.
In der zweiten Halbzeit hatte der FCW den Gegner besser im Griff. Nishan Burkart und Adrian Durrer, die für Matteo Di Giusto und Randy Schneider ins Spiel kamen, brachten mehr Physis auf den Platz. Das Spielgeschehen verlagerte sich in die Hälfte von Yverdon. Ein Punkt oder gar ein Sieg lag nun durchaus im Bereich des Möglichen.
Bis zur 66. Minute schien der FCW auf einem guten Weg – bis Tobias Schättin in der gegnerischen Hälfte an der Aussenlinie übermotiviert in den Gegner grätschte und dafür zuerst Gelb und anschliessend nach der VAR-Intervention direkt Rot kassierte. Yverdon nutzte die günstige Gelegenheit und schaltete sofort den Vorwärtsgang ein. Die Mannschaft von Uli Forte kämpfte tapfer und verteidigte gut – und es schien tatsächlich bis in die 95. Minute trotz mehrerer guten Chancen von Yverdon auf ein Unentschieden herauszulaufen. Bis dann eben dieser allerletzte Ballkontakt von Moussa Baradji den FCW ins Elend riss: Sein Schuss landete mit dem Schlusspfiff unhaltbar im Tor.
Torschützen: 36. Aké 1:0, 44. Zuffi (Foulpen.) 1:1, 96. Baradji 2:1.