Mit einem starken Lebenszeichen zwei offene Rechnungen begleichen
Am Sonntagnachmittag empfängt der FC Winterthur den FC Basel zum dritten Aufeinandertreffen in der laufenden Saison. Die ersten beiden Begegnungen im November waren für den FCW brutal: Zauberwürfel Xherdan Shaqiri & Co. siegten auf der Schützenwiese 6:1 und nur zwei Runden später im St. Jakobpark 5:0. Trotzdem oder gerade deswegen wird der FCW voll motiviert antreten, um die Scharte auszuwetzen – ganz nach dem Motto: Aller guten Dinge sind drei! Umrahmt wird das spannende Spiel von einer SFL-Kampagne gegen Hass und Diskriminierung.
Der FC Basel hat sich in dieser Saison nach einem zögerlichen Start zu einem ganz heissen Titelanwärter gemausert. Nach 28 Runden steht das Team von Cheftrainer Fabio Celestini mit 46 Punkten und dem besten Torverhältnis (57:31) auf dem zweiten Tabellenplatz – nur zwei Zähler hinter Leader Servette Genf.
Die neue Fussballeuphorie am Rheinknie ist sicher ein Verdienst der guten Trainerarbeit, hat aber zu einem nicht unwesentlichen Teil auch mit einem Schweizer Sonderfall zu tun: Ausnahmekönner Xherdan Shaqiri hat den FC Basel mit seinem Können und seiner unverkennbaren Art aus dem Tal der Depression herausgeholt. Die Mannschaft, die schon vor dem Engagement des Zauberwürfels ihre Qualitäten hatte, kann diese nun auch ausspielen – mit einer starken Fankurve im Rücken.
Unbezwingbar ist der wiedererwachte Fussballriese aber deswegen nicht. In den letzten fünf Spielen hat der FCB mit sechs Punkten nicht mehr herausgeholt als der FCW. Mit dem Wissen um unsere Heimstärke und dass wir gegen spielstarke Teams erfolgreich dagegen halten können, wird der FCW zuversichtlich und mutig in das Duell gehen.
Das Kräftemessen mit Basel ist diesmal mehr als nur Fussball: Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die vom 17. bis 30. März stattfindet, wollen wir zusammen mit der Swiss Football League und den Schweizer Profiklubs ein starkes Zeichen für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und gelebte Vielfalt setzen – und somit auch gegen jede Form von Diskriminierung.
Wir sind gewillt, als Fussballklub unsere Chance zu nutzen und die gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Wir setzen uns ein für Respekt, Toleranz und Weltoffenheit – gegen Diskriminierung und Gewalt. Der FC Winterthur steht für Friede, Freiheit, Fussball. Damit sind wir alle gemeint: Helft mit, diese Werte auch im Alltag zu leben, auch wenn dies nicht immer einfach ist.
Im Fokus der SFL-Kampagne stehen das Meisterschaftsspiel, eine Social-Media-Kampagne und die Zusammenarbeit mit Meldestellen – für mehr Sensibilisierung und verantwortungsvolles Handeln. Mehr Infos findest Du auf unserer Website, unseren Social-Media-Kanälen und auf der SFL-Website.
Hier kommt auch das Schöne am Sport zu tragen: Wir wollen unsere Rivalität und unsere Emotionen im Rahmen des Fussballspiels austragen – auf einer sportlichen Ebene, die unter dem Strich die Menschen in der Liebe zum Fussball vereinen und nicht auseinanderdividieren soll. Dafür setzen wir uns gerade auch in der heutigen Zeit ein.
In den Farben getrennt in der Sache vereint. So soll es sein. In diesem Sinne wünschen wir den Fans auf beiden Seiten ein tolles, spannendes und stimmungsvolles Fussballfest auf der Schützenwiese!