SFV-Zertifikat für FCW-Leistungszentrum
«Der FC Winterthur liefert seit vielen Jahren immer wieder super Spieler für die Nationalmannschaft», würdigte Marc Hottiger am Dienstag beim offiziellen Festakt auf der Schützenwiese die Ausbildungsarbeit der Winterthurer Talentschmiede. Der Aufbau des Leistungszentrums zeige, dass der Klub in der Nachwuchsarbeit auch in Zukunft Spitze sein wolle.
Als langjähriger Ressortleiter Nachwuchsförderung beim SFV weiss der ehemalige Profi (Newcastle, Everton, Lausanne, Sion) und Nationalspieler (WM 94, EM 96) um die Wichtigkeit des FCW für die Region und die ganze Fussballschweiz.
Der FC Winterthur ist nicht nur der führende Fussballverein der Region, er gehört seit einer gefühlten Ewigkeit und ohne Unterbruch zu den Top-Ausbildungsklubs der Schweiz. Hottiger liess vor versammelter Runde nochmals die Geschichte des Junioren-Spitzenfussballs im SFV Revue passieren.
Schon 1999, bei der Lancierung der SFV-Ausbildungslabels, bemühte sich der FCW um diese Qualitätsauszeichnung und war in der Folge lange Zeit der einzige Challenge-League-Klub mit dem höchsten Label des Verbandes. 2005 führten SFV und SFL die Partnerschaften ein, mit denen die Hoheits- und Verantwortungsgebiete der Klubs festgelegt wurden. Der FCW übernahm den Lead für die Region Winterthur/Schaffhausen. Die Partnerschaft zwischen dem FCW und dem FC Schaffhausen hält bis heute.
Seit 2017 gibt es acht Standorte für Leistungszentren: Genf (Servette), Lausanne (Lausanne-Sport), Bern (YB), Basel (FCB), Innerschweiz (FC Luzern), St. Gallen (FCSG) und zwei in Zürich (FCZ und GC). Der FCW hat sich 2024 beworben und vom SFV eine provisorische Bewilligung für zwei Jahre erhalten.
Die Vorgaben für ein SFV-Leistungszentrum sind aufwändig und sollen ein möglichst hohes Niveau und eine nachhaltige Entwicklung für den Schweizer Spitzenfussball garantieren. Es braucht professionelle und umfangreiche Arbeit in den Bereichen Fussball, Betreuung, Karriereplanung im Sport, in der Schule und bei der Ausbildung sowie Talent-Selektion. Dafür sind acht 100%-Stellen vorgeschrieben (Technische und Administrative Leitung, Trainer U21/U19/U17, Talentmanager, Konditions- und Goalietrainer).
Ein wichtiger Punkt ist auch die aktive Zusammenarbeit zwischen Klub und Verband. «Der FCW arbeitet konstant und hat alle Vorgaben erfüllt, die Zusammenarbeit war in den letzten Jahren immer sehr gut», lobte Sven Christ, Leiter Leistungszentren beim SFV. Deshalb stehe der Zertifizierung nichts mehr im Weg.
FCW-Ausbildungschef Roger Etter, der das Leistungszentrum für Winterthur entscheidend vorangetrieben hatte, bestätigte die gute Zusammenarbeit und bedankte sich für die stets konstruktive Unterstützung von Seiten des Verbandes. Er nutzte dabei auch die Gelegenheit, seinem Team zu danken: «Ohne eure Arbeit und euer Herzblut wäre ein solches Projekt nicht umsetzbar!»
Wo Marc Hottiger recht hat, hat er recht: Die Namen der Schweizer A-Natispieler der letzten 25 Jahre mit Winterthurer Vergangenheit sprechen für sich und für die aussergewöhnliche Nachwuchsarbeit auf der Schützenwiese.
- Manuel Akanji
- Kwadwo Duah
- Innocent Emeghara
- Christian Fassnacht
- Fabian Frei
- Remo Freuler
- Marwin Hitz
- Pajtim Kasami
- Marvin Keller
- Admir Mehmedi
- Steven Zuber
- Luca Zuffi
- Hinzu kommen Amir Abrashi (Kosovo), Moritz Bauer (Österreich) und Ermir Lenjani (Albanien)