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03.05.2017, 14:40 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Eine starke Halbzeit und ein Abseitstor

LANDBOTE: Auf dem Weg zu seinem vierten Sieg in Folge, dem 3:2 gegen den FC Aarau, hatte der FCW auch mal Glück. Das Siegestor Robin Kambers in der 69. Minute bereitete Luca Radice aus Abseitsposition vor.

 

Für die Aarauer ists natürlich hart, sechs Niederlagen in Serie hinzunehmen – was ihnen in der Challenge League noch nie widerfahren ist. Das meiste an diesen Misserfolgen ist natürlich selbst verschuldet. Sagenhafte 36 Punkte Rückstand auf den FC Zürich sind für einen Verein mit den Ansprüchen des FC Aarau jenseits von Gut und Böse. Doch ab und zu kommt auch ein bisschen Pech hinzu wie diesmal auf der Schützenwiese.Da lag der FCA nach einer ersten Halbzeit, in der ihm der FCW überlegen gewesen war, 1:2 zurück. Aber dann glich er aus und war er in der zweiten Halbzeit die mindestens gleichwertige Mannschaft, die einen ersten Punkt seit einem 3:0 in Wil Anfang März verdient hätte. Aber dann durfte FCW-Linksfuss Luca Radice einen weiten Pass Julian Roths erlaufen, obwohl er im Duell mit Igor Nganga aus Abseitsposition gestartet war. Es war nicht so meterweit deutlich, wie die Aarauer gesehen haben wollten, aber es war eine Abseitsposition – wie auch die ­Winterthurer später feststellen konnten, als sie den Film vom Spiel begutachteten. Radice enteilte also, seine Flanke setzte Robin Kamber ins Tor. Es war, mit Ballabnahme und entschlossenem Abschluss, eine erstklassige Aktion des Baslers.

Ciarrocchis Ausgleich ...

Es ist bei dieser Spielanalyse beizufügen, auch das 2:2 der Aarauer sei höchstwahrscheinlich nicht regulär gewesen, weil Aaraus Winterthurer Alessandro Ciarrocchi den direkten Pass Patrick Rossinis wohl ebenfalls in Abseitsposition erlaufen habe. Nichts mit dem Linienrichter zu tun hatte, dass es der zur Unzeit herbeigeeilte Goalie David von Ballmoos Ciarrocchi erheblich erleichterte, den Ball ins Tor zu heben. Immerhin, mit Ciarrocchi traf Aaraus eindeutig Bester.

Weil Schiedsrichterassistent Guillaume Maire, womöglich von der tief stehenden Sonne geblendet, Radices Lauf nicht stoppte, profitierten die Winterthurer also mal vom Spielglück. Anders als wiederholt in den letzten Wochen – selbst abgesehen vom FCB-Elfmeter im Cup-Halbfinal. Beim 0:1 gegen Neuchâtel Xamax und beim 2:2 in Zürich waren dem FCW eindeutig reguläre Tore versagt geblieben.

Sonst ist zur Vorstellung des FCW zu sagen, er habe eine Halbzeit lang an die starken letzten Leistungen angeknüpft und erneut das Selbstverständnis einer spielfreudigen und zunehmend stilsicheren Mannschaft gezeigt, die sich auch durch ein Gegentor nicht beeindrucken lässt. Das 1:0 fiel schon früh. Es war ein Kopfball Kambers auf Corner Gianluca Frontino und praktisch deckungsgleich mit dem ebenfalls frühen 1:0 in ... Aarau drei Wochen zuvor. Auch das 1:1 folgte nach einem Eckball, den Rossini dank einem Erfolg im Duell mit Kreso Ljubicic aus nur knapp fünf Metern verwertete.

Das nächste FCW-Kleinod

Das 2:1 war dann wieder eines dieser Kleinode, wie sie der FCW in jüngster Zeit gerne bietet. Den Abschluss bildete eine flache Hereingabe Tobias Schättins auf Silvio, der sich im Strafraum durchsetzte und seine Bilanz 2017 auf zehn Tore aus zehn Spielen verbesserte. Silvio stand am Ende einer Ballstafette über zehn Stationen! Das war wirklich stark, aber nicht so gut wie der Saisonrekord, der eine Woche zuvor in Genf aufgestellt worden war: Das 2:2 Silvios gegen Servette war das Ende einer Abfolge von 17 Zuspielen – und die in «rund 50 Sekunden, ohne dass der Gegner den Ball berührte», wie Trainer Umberto Romano eruiert hatte.

In der zweiten Halbzeit hatten die Winterthurer gegen einen kämpferischen Gegner dann schon wesentlich mehr Mühe. Es spielten auch einzelne – wie Karim Gazzetta – nicht wie an ihren ganz guten Tagen oder liessen – wie Ljubicic – wieder mal grundsätzliches Durchsetzungsvermögen vermissen. Kam hinzu, dass Romanos Reservoir sehr beschränkt war: Auf der Bank sassen, nach Zlatko Hebibs kurzfristigem Ausfall, noch genau drei Feldspieler. Für eine Profiliga ein Minimalwert ...

Kamber auf dem richtigen Pfad

Immerhin, es wurde insgesamt gut verteidigt. Tobias Schättin lieferte nicht nur den letzten der vielen Pässe zum 2:2, er leistete sich diesmal auch nicht die Patzer, mit denen er zuletzt wiederholt aufgefallen war. Er verteidigte also solide, was auch von Julian Roth gesagt werden kann, der ­ohne Hebibs Ausfall nicht gespielt hätte. Beendet hat Roth den Match allerdings nicht. Von Krämpfen geschüttelt ging er. Mit Romain Dessarzin kam als letzter Ersatzmann ein Offensivspieler... Guillaume Katz war zwischen den beiden Jungen ein zuverlässiger Chef.

Im Mittelfeld lieferte Kamber nicht nur wegen seiner zwei Tore einen dezenten Hinweis darauf, allmählich den richtigen Pfad zu finden. Ihn hatte Romano nach dem Trainerwechsel in die U21 delegiert; er sollte sich dort – gleichsam als letzte Chance nach schwachen Darbietungen in den letzten Matches unter Sven Christ – aufdrängen. Das tat Kamber. Er stand nun schon siebenmal in der Startelf und liess mit leicht steigender Tendenz Verlässlichkeit erkennen. Er hat, ähnlich wie Gazzetta, durchaus das Zeug zum «Zweiwegspieler», wie sie auf den Halbpositionen im Mittelfeld gesucht sind. Allerdings neigt Kamber noch dazu, sein Niveau nicht 90 Minuten zu halten. Und er wird etwar gar oft verwarnt. Sieben Verwarnungen im «Eins» und eine in der U21 ergeben acht – zu viele, um am Sonntag in Wohlen wieder spielen zu dürfen.

«Das Spiel konnte auf beide Seiten kippen», sagte Romano nach den unterschiedlichen Halbzeiten. Für ihn war wichtig, «dass wir auch mal einen Match gewinnen konnten, in dem wir nicht so gut spielten». Das war auch deshalb wichtig, weil immerhin 3900 Zuschauer zufriedengestellt sein wollten. Das ist doch erneut eine sehr bemerkenswerte Zahl. In zwei Wochen, wenn der FCZ kommt, werden es noch weit mehr sein. Nur noch ein paar Hundert Tickets, sagt Geschäftsführer Andreas Mösli, seien verfügbar.

Vorbei aber ist es, seit den ­Lizenzentscheiden von gestern Montag, mit dem Abstiegskampf, der auch seine anregenden Seiten hat(te). Es bricht also die Zeit an, in der die neue Saison geplant werden kann. Es sind, auch vom neuen Trainerduo, das ja noch nicht mal entsprechende Verträge hat, die Lehren aus der laufenden Spielzeit zu ziehen. Auf dass der FCW nicht erst im Frühjahr – und in Abstiegsangst – zeigt, wozu er fähig ist. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Winterthur – FC Aarau 3:2 (2:1)

Samstag, 29. April 2017, 17.45h – Stadion Schützenwiese. – 3900 Fans – SR Fähndrich. – Tore: 8. Kamber 1:0. 19. Rossini 1:1. 25. Silvio 2:1. 52. Ciarrocchi 2:2. 69. Kamber 3:2. – FCW: Von Ballmoos; Roth (89. Dessarzin), Katz, Schättin; Ljubicic (52. Lanza); Di Gregorio, Kamber, Gazzetta (77. Sliskovic), Radice; Frontino, Silvio. – Aarau: Bucchi; Thrier, Nganga, Granat, Markaj; Jäckle, Perrier (72. Josipovic/85. Burki); Wüthrich (77. Romano), Rossini, Tréand; Ciarrocchi. – Bemerkungen: FCW ohne Schuler, Russo, Mangold, Avanzini, D’Angelo, Sutter, Rafhinha (verletzt), Hebib (nach dem morgendlichen Footing wegen Leistenbeschwerden ausgefallen), Cani und Nsiala (krank); Ljubicic nach Sturz auf die Schulter ausgeschieden; Roth mit starken Krämpfen ausgeschieden, danach Lanza in der Abwehr; nur drei Feldspieler auf der Ersatzbank! – Aarau ohne Thaler, Peralta (verletzt) und Besle (krank); Josipovic mit Hüftverletzung ausgeschieden. – Verwarnungen: 17. Thrier (Foul). 30. Kamber (Foul; die achte, fürs Spiel in Wohlen gesperrt). 32. Rossini (Foul). 35. Gazzetta (Foul). 47. Markaj (Foul). 50. Katz (Foul). 70. Bucchi (Reklamieren). 92. Silvio (Unsportlichkeit).

 

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