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22.01.2016, 22:53 Uhr, Autor: Andreas Mösli

Presse-Artikel Den Fünfer und das Weggli gibt es nicht

STADTANZEIGER: FCW-Geschäftsführer Andreas Mösli über die finanzpolitische Linie des Vereins, die städtische Sparpolitik und die Konsequenzen daraus ...

Der FC Winterthur verzichtet diesen Januar erstmals seit über zehn Jahren auf das Trainingslager in der Südtürkei. Aus sportlicher Sicht ist das nicht ideal. Trotzdem haben wir uns für diesen Schritt entschieden. Ausschlaggebend waren nicht in erster Linie politische Gründe – auch wenn es zurzeit tatsächlich bedenkenswert ist, sich in ein unruhiges Land zu begeben, dessen Machtapparat gefährlich mit dem Islamismus kokettiert, um die kurdische und die liberale Opposition zu schwächen.

Entscheidend für den Verzicht auf eine optimale Rückrundenvorbereitung waren wirtschaftliche Kriterien: Unser oberstes finanzpolitisches Ziel ist, jeden Rappen, den wir ausgeben, auch tatsächlich bezahlen zu können. Sei es durch selbst erwirtschaftete Einnahmen aus Transfers, Ticket- und Fanartikelverkauf, Catering, Ausbildungsgelder oder durch Sponsoringbeiträge. Wir betreiben keine Schuldenwirtschaft – auch wenn dies heute vielenorts üblich ist.

Wer nach diesen Kriterien seinen Betrieb führt, muss im Normalfall Abstriche machen. Dies erfordert gerade im Fussball eiserne Disziplin und Nerven. Denn schliesslich ist Profisport Teil des Showbusiness, das Publikum will gefälligst bei Laune gehalten werden, sonst konsumiert es einfach ein anderes Menü im reichhaltigen Angebot der Unterhaltungsindustrie. In den letzten Jahren sind aber nicht nur die Ansprüche der Fans gestiegen. Viel mehr in Anspruch nehmen uns die steigenden Kosten für das Drumherum. Die Ausgaben für Sicherheit und Fanarbeit sind auf über 140’000 Franken pro Saison gestiegen. Nicht weil wir diesbezüglich Probleme hätten, sondern weil die immer neuen politischen und ligainternen Vorgaben bezüglich Sicherheit und Infrastruktur meist pauschal statt fallspezifisch diktiert werden.Auch die städtische Sparpolitik wirkt sich auf den Sport aus: So muss der FC Winterthur seit 1. Januar mehr Miete für die Schützenwiese zahlen, noch mehr Reinigungsarbeit sowie die gesamten Energiekosten auf dem Areal selber tragen. Die Konsequenz: Unsere Ausgaben in diesem Bereich verdoppeln sich auf rund 200'000 Franken oder rund 5 Prozent des Gesamtbudgets.Jammern ist nicht unser Ding. Mit viel Sportsgeist und unserer Verantwortung für die rund 60 Teil-/Vollzeit-Arbeitsplätze beim FCW, stellen wir uns den neuen Anforderungen. Doch der Konsequenzen müssen sich alle bewusst sein: Sparen heisst verzichten. Wenn wir bei gleichbleibendem Budget mehr in das Drumherum investieren müssen, bleibt weniger für die sportliche Entwicklung. Oder anders gesagt: Den Fünfer und das Weggli gibt es nicht – ausser, wir finden zusätzliche Sponsoren und Gönner.

 

Der Text ist in der Kolumne Einwurf im Winterthurer Stadtanzeiger "Stadi" vom 19.1.2016 erschienen.

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