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08.05.2017, 20:59 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: "Schischi" statt Effizienz

LANDBOTE: Ein paar Wochen lang zeigte der FCW die guten Seiten seines Stils unter Umberto Romano, gestern die schlechten. Also verlor er nach vier Siegen erstmals wieder. Das 1:2 in Wohlen war eine reichlich verdiente und eigentlich zu knappe Niederlage.

Der FC Wohlen ist auch nach diesem erst dritten Sieg im 16. Spiel auf Niedermatten noch immer die schwächste Heimmannschaft der Challenge League. Den FC Winterthur hat er aber gleich zweimal besiegt. Sonst schaffte es nur noch der FC Schaffhausen, in Wohlen zu verlieren. Doch der gewann dann immerhin im zweiten Anlauf.Diesen zweiten Heimsieg gegen den FCW, der auch mitten in ihre Lizenzwirren fiel, verdienten sich die Freiämter, weil sie von Anfang an die präsentere, ja die bessere Mannschaft waren, deren Chancenplus mehr als einen Treffer Differenz hergegeben hätte. Die Aargauer wirkten aggressiv gegen einen zuletzt doch von Sieg zu Sieg und von der einen guten zur nächsten positiven Kritik geeilten Gegner. Erst in der Endphase, als sich die Winterthurer dann doch zu einer Art Reaktion bereitfanden und sogar ein Tor zustande brachten, musste der FC Wohlen noch etwas bangen. Aber das verantwortete er, mit mangelnder Chancenauswertung, selbst.

Klaue statt Schönschrift

Der Winterthurer FCW aber hat nach den guten Seiten des «Systems Romano» mit seiner Spielkultur diesmal die schlechten gezeigt. Die Grundzüge dieser Handschrift waren sehr wohl zu sehen, aber sie verkam rasch von der Schönschrift zur Klaue. Das war so, weil «Schischi» statt Präzision und damit Effizienz zu sehen war; weil Hackentricks statt Durchsetzungsvermögen im Zweikampf vorherrschten; und weil, wie auch der Trainer monierte, «der eine oder andere nicht in Normalform spielte.» Mit dem «einen oder andern» konnten sich ziemlich viele gemeint fühlen.

Auf jeden Fall entstand bald einmal dieser Eindruck: Kaum ist der Abstiegskampf – man ist geneigt zu sagen: leider – vorbei, spielt der FCW in einer Art Freundschaftsmodus. Anders eben der FC Wohlen. Und noch logischer als der tatsächliche Spielverlauf wäre deshalb dieser gewesen: Dass es spätestens bei Halbzeit und nicht erst nach der Doublette kurz vor Ablauf einer Stunde 2:0 steht. Am Schluss wären drei, vier Treffer Differenz statt nur eines Tores angemessen gewesen.

Das Ende einer Serie

Der FCW hat es also wieder mal nicht geschafft, eine Serie von vier Siegen in einer Saison zu verlängern. Das war schon Romanos Vorgängern seit Mathias Walther bei mehreren Anläufen nicht gelungen, es gelang auch jetzt einem Team des FCW nicht, das in den vergangenen Wochen gegen stärkere Gegner gewonnen oder mindestens gepunktet hat als es dieser FC Wohlen ist. Aber die Winterthurer liessen auf Niedermatten eben vermissen, was Romano von ihnen auch verlangt hatte: «Den Willen, in jedem Training, in jedem Spiel die richtige Einstellung mitzubringen,» wie es der Trainer formulierte – nicht zum ersten Mal übrigens. Denn nur das ist der Weg, jenen Standard zu halten, der den FCW zu einer auf Dauer guten und erfolgreichen Mannschaft macht.

Verloren haben die Winterthurer zweifellos als Kollektiv. Nimmt man sie einzeln, dann war die Leistung des Torhüters David von Ballmoos einwandfrei; allein Igor Tadic stoppte er mehr als einmal. Insgesamt in Ordnung waren auch die Leistungen von Guillaume Katz und Tobias Schättin, mehrheitlich auch von Kreso Ljubicic oder Tiziano Lanza. Aber andere müssen sich schon gravierende Mängel vorwerfen lassen, fallen auf jeden Fall in Romanos Kategorie jener, die «nicht Normalform» ausgespielt hätten.

Sicher nicht Normalform dürfen die Patzer sein, die sich Jungverteidiger Julian Roth nach vernünftigem Start leistete – bis hin zur «Vorbereitung» des 0:1, welches das erste Challenge-League-Tor Kilian Pagliucas war. Roth bildete auf der rechten Abwehrseite ein Duo mit Leandro Di Gregorio – und dort war keinem dem andern eine Hilfe. Auch deshalb erhielt Janick Kamber, der linke Aussenläufer der Wohler, ein Gewicht, das fast bedenkliche Ausmasse annahm. Die meisten guten Chancen der ersten Halbzeit wurden über diese Seite herausgespielt – wie später das 2:0 Tadics nach Vorarbeit von Altmeister Alain Schultz und Pagliuca. So traf Marko Bicvic schon früh nach einer Flanke Kambers mit dem Kopf nur eine Torstange.

Offensivduo unter Form

Es wurde aber auch im Mittelfeld mangelhaft gearbeitet, beispielsweise von Karim Gazzetta. Es war Luca Radice zwar eifrig, aber zu wenig konkret. Und es machten die beiden Angreifer ganz gewiss keinen Match in «Normalform». Denn wäre das die Normalform Silvios, hätte er nie und nimmer schon 14 Saisontore geschossen; und wäre es jene Gianluca Frontinos, besässe er nicht annähernd den Ruf eines weit überdurchschnittlichen Challenge-League-Fussballers.

Aber Silvio hatte nur ganz wenige Szenen, in denen er so entschlossen wirkte wie zuletzt, dafür missrieten ihm zu viele Pässe. Das gilt auch für Frontino, der sich zu oft mit kunstvollem Doppelpass und der Hacke durchs Wohler Abwehrdickicht spielen wollte. Er brachte es so in 93 Minuten nicht auf einen halbwegs nennenswerten Abschluss.

Immerhin, Silvio schlug dann doch noch den Pass auf Luka Sliskovic. Der Luzerner setzte sich gekonnt durch und schloss gekonnt zum 2:1 ab. Er wenigstens wurde der positiven Seite seines Rufs gerecht, nämlich ein guter «Joker» zu sein. Diesmal wurde er nach einer Stunde eingewechselt und traf eine Viertelstunde später. Aber fürs allgemeine Erscheinungsbild des FCW war das zu wenig. Nach vier Siegen mit mindestens drei Toren gabs auch deshalb wieder eine Niederlage, weil nur ein FCW-Tor fiel. Was allerdings eine Ausbeute war, die der Offensivleistung entsprach. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Wohlen – FC Winterthur 2:1 (0:0)

Sonntag, 7. Mai 2017, 15.00h - Stadion Niedermatten. – 850 Fans (davon 80 aus Winterthur) – SR Klossner. – Tore: 56. Pagliuca 1:0. 59. Tadic 2:0. 76. Sliskovic 2:1. – Wohlen: Kiassumbua; Hajrovic, Stahel, Muslin; von Niederhäusern, Castroman, Bicvic, Janick Kamber (90. Loosli); Schultz; Tadic (86. Dangubic), Pagliuca (78. Seferi). – FCW: von Ballmoos; Roth (61. Sliskovic), Katz, Schättin; Ljubicic; Di Gregorio (83. Cani), Lanza, Gazzetta (74. Dessarzin), Radice; Frontino, Silvio. – Bemerkungen: Wohlen ohne Pacar, Abegglen, Graf (verletzt), Giampà, Minkwitz und Lotti (nicht im Aufgebot). – FCW ohne Schuler, Hebib, Mangold, D’Angelo (verletzt), Avanzini, Russo, Sutter (wieder im Training, aber noch nicht matchfit) und Robin Kamber (gesperrt); Sliskovic nach seiner Einwechslung zweite Sturmspitze, Frontino im Mittelfeld, Lanza zentraler, Katz rechter Innenverteidiger; Cani nach seiner Einwechslung im zentralen Mittelfeld, Dessarzin rechter Aussenläufer. – 26. Kopfball Bicvics an den Pfosten. – Verwarnungen: 43. Roth (Foul). 53. von Niederhäusern (Foul; die achte, fürs nächste Spiel gesperrt). 59. Tadic (Unsportlichkeit). 90. Cani (Foul; fürs nächste Spiel gesperrt). 92. Lanza (Foul).

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