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27.02.2017, 17:16 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Das war zu wenig, einfach zu wenig

LANDBOTE: Der FCW war zur Eröffnung des neuen Schaffhauser Stadions nicht fähig, den Tabellenletzten FCS in Schach zu halten. Er kassierte nach 49 Minuten das 0:1, konnte darauf nicht reagieren und verlor vor 7727 Zuschauern 1:2.

 

Dass Murat Yakin, der neue Trainer der Schaffhauser, nach dem ersten Sieg im dritten Spiel die Dinge mit seinem typischen Lächeln positiv sehen würde, war nichts als verständlich. Dass er nach einer «ein bisschen nervösen Startphase» eine «insgesamt gute Leistung» gesehen hatte, wie seine Mannschaft «für ihren Aufwand auch vom Publikum belohnt wurde, das sie getragen hat». Der FCS ist zwar noch immer Letzter, aber gewinnt er am Mittwoch, wieder in seinem neuen Heim, auch das Nachtragsspiel gegen Wil, liegt er nur noch einen Punkt hinter Chiasso und dem FCW, nur noch zwei Längen hinter Wohlen.7727 sahen diesen Sieg, darunter ein paar Hundert aus Winterthur. So viele waren nie an einem Fussballspiel in Schaffhausen seit dem April 1961, als La Chaux-de-Fonds vor 8000 auf der Breite mit einem 1:0 in den Cup­final kam. Als sich der Derbysieg des FCS abzeichnete, wurde die Stimmung auch gut. Die Schaffhauser konnten allerdings froh sein, zu dieser fussballhistorischen Stunde den lieblichen Nachbarn aus Winterthur zu Gast zu haben. Denn wo wären sie in dieser Saison ohne den? Seit dem 11. August haben sie aus 17 Spielen nur acht Punkte geholt, sieben davon gegen den FCW!

Die Erinnerung an zwei 1:4

Aus Winterthurer Sicht ist vor ­allem mal eines zu sagen: Der Sieg der Schaffhauser, mag er sich auch eine Halbzeit lang kaum abgezeichnet haben, ist verdient. Der FCW hat schlicht zu wenig, ja so gut wie nichts unternommen, diese Niederlage zu vermeiden, als das erste Tor mal gefallen war. Er war einfach nicht fähig, die vielversprechenden Ansätze zu bestätigen, die man am Montag in der zweiten Halbzeit auf dem Weg vom 0:1 zum 2:1 gegen Wohlen wahrgenommen hatte. Man kanns nicht anders sagen als so: Im Herblingertal erinnerte der FCW schon wieder bedenklich an jenes Team, das die Amtszeit des Trainers Sven Christ mit elf Spielen ohne Sieg und, vor allem, zwei 1:4 beendet hatte.

Die ersten drei Spiele unter dem Trainerduo Umberto Romano/Dario Zuffi waren allesamt gewonnen worden, zwei im Spätherbst 2015, eines vor einer Woche. Doch diese Serie ist nun zu Ende, noch ehe sie zahlenmässig eine gewisse Repräsentanz hätte erreichen können. «Wir waren eigentlich gut im Spiel», sagte Romano, «doch dann haben wir in den letzten zehn Minuten vor der Pause etwas den Faden verloren. Es kam der Penalty – und fortan haben wir einfach zu wenig gemacht. Der Sieg Schaffhausens ist also verdient.»

Von Ballmoos patzt zweimal

In der ersten Halbzeit war ein Pfostenschuss Shkelqim Demhasajs nach Vorarbeit Gjelbrim Taipis und Faruk Güls die einzige nennenswerte Szene. Die im Prinzip entscheidende war dann der Penalty in der 49. Minute: Es flog ein sehr weiter Ball André Luis Neitzkes Richtung Winterthurer Strafraum; Guillaume Katz hätte ihn, so schien es jedenfalls, erlaufen können. Aber er zögerte. Torhüter David von Ballmoos hätte ihn ebenfalls erlaufen können. Aber er kam etwas spät aus dem Tor und foulte dann «Störenfried» Demhasaj beim Versuch, sich den Ball zu greifen.

Das tat dann der 21-jährige Schaffhauser Topskorer, obwohl eigentlich nicht er, sondern Steven Lang als Elfmeterschütze vorgesehen gewesen wäre. Aber Demhasaj hatte im Kopf, der erste Torschütze im neuen Stadion zu werden, und er wurde es. Dass der FCW damit schon so gut wie geschlagen war, war die grösste Enttäuschung des Abends. Anders als bei seinen drei Siegen halfen Romano diesmal auch die Wechsel nicht. Im Gegenteil, das Spiel des FCW verlor die letzten Reste an offensiver Orientierung und Klarheit. Stattdessen fiel in der 79. Minute noch das definitiv entscheidende 2:0.

Diesmal durfte der erst spät eingewechselte Gianluca Frontino, der von Yakin zurückgestufte Captain, nach einem sehr überflüssigen Foul Michel Avanzinis nahe der Cornerfahne einen Freistoss treten. Den mit viel Zug geschlagenen Ball verpassten alle Winterthurer, nicht zuletzt der Torhüter – und ganz hinten stand Lang, der seine ganzen 1,77 m an Körpergrösse in die Höhe schraubte und ungehindert aus kürzester Distanz das 2:0 schoss, per Kopf. Das Gegentor des FCW hatte keinerlei Bedeutung mehr. Es fiel in der 94. Minute und war die letzte Aktion des Spiels. Es war ein Elfmeter, den Silvio nach einem Foul Neitzkes an Jordi Nsiala verwertete. Silvio hat also auch im vierten Spiel 2017 ein Tor geschossen.

Das mag individuell eine erfreuliche Bilanz sein. Allein, nicht mal Silvio war an diesem Abend gut, auch er machte ein unbefriedigendes Spiel. Aber das galt für die meisten – vom Torhüter ganz hinten bis eben zum Skorer ganz vorne. Und das ist schon bedenklich, lässt einen drängender denn je die Frage stellen, ob die Mannschaft einfach zu wenig gut ist – auf jeden Fall schlechter, als man auf der Schützi bisher glaubte.

Das Problem im Zentrum

Zu erwähnen wäre diesmal: Einen besonders schlechten Tag hatte, ausnahmsweise, von Ballmoos. Er wirkte von Anfang an nicht sicher; er wurde auch noch zu oft mit Rückpässen «geplagt»; er packte vor dem ersten Tor falsch und vor dem zweiten überhaupt nicht zu. Woran es überdies fehlte: an Stabilität im Zentrum. Einzig Gianluca D’Angelo machte, als zentraler der drei Innenverteidiger, einen ordentlichen Match – auch wenn sich danach die Frage stellt, ob er dort nicht zu wenig Einfluss aufs Spiel hat. Mehr Einfluss auf die Spielentwicklung bräuchte die Mannschaft nämlich eine Reihe weiter vorne, im Mittelfeld, wo die Doppelsechs Tiziano Lanza/Kreso Ljubicic eindeutig zu leichtgewichtig war. Mit Auftritten wie diesem kann Ljubicic den Anforderungen, die an einen «Chef» gestellt werden, nicht annähernd gerecht werden.

Zu den Einzelleistungen wäre noch hervorzuheben: Leandro Di Gregorio verpasste ganz klar auch die zweite Gelegenheit, sich als linker Aussenläufer ins Team zu spielen. Und Manuel Sutter bestätigte in der Startelf keineswegs, was er mit seiner Vorstellung als «Joker» gegen Wohlen versprochen hatte.

Jetzt soll Frontino helfen

So stellte sich nach diesem letzten Spiel vor Ablauf der Transferperiode auch für nationale Übertritte, dem letzten vor dem Cupmatch am Mittwoch in Bern und eine Woche vor dem im Prinzip wichtigeren nächsten Abstiegskampf beim FC Le Mont, vor allem diese Frage: Was kann, was will der FCW noch tun, seine Mannschaft in letzter Minute zu verstärken? Dass es nötig ist, scheint nach diesem erschreckenden Rückfall klar.

So wie es aussieht, ist die sportliche Führung auch willens, zu handeln. Ziel Nummer 1 ist Frontino, ebenjener Schaffhauser, der im November das späte Tor zum 1:0-Sieg auf der Schützenwiese und nun am Samstag das 2:0 vorbereitete. Ihn hat Yakin degradiert, einigen muss man sich aber auch mit dem FC Thun, der Frontino bis Ende Saison nach Schaffhausen ausgeliehen hat. Frontino hätte die spielerische Qualität, als «Zehner» das gravierende Defizit an Kreativität und Torgefahr zumindest zu mindern. Und dann könnte noch Sally Sarr (31) kommen, ein erfahrener Abwehr­haudegen, der in Luzern in Ungnade gefallen ist.

Denn es ist an der Zeit zu reagieren. An diesem Wochenende hat schliesslich nicht nur Schaffhausen gewonnen, sondern auch Chiasso ein unübersehbares Signal gesendet, seinen Platz in der Liga halten zu wollen. Mit einem 5:1 gegen Aarau, das – nach einem 0:1 und vier Toren zwischen der 59. und 73. Minute – noch wesentlich beeindruckender daherkommt als das 4:1 gegen den FCW. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Schaffhausen – FC Winterthur 2:1 (0:0)

Samstag, 25. Februar 2017, 19.00h - Neues Stadion. – 7727 Fans (davon ca. 1000) – SR Jaccottet. – Tore: 49. Demhasaj (Foulpenalty) 1:0. 79. Lang 2:0. 94. Silvio (Foulpenalty) 2:1. – Schaffhausen: Matic; Lekaj, Neitzke, Demiri, Mevlja; Tranquilli (61. Frontino), Zock, Taipi (91. Rhyner), Gül; Lang; Demhasaj (82. Menezes). – FCW: von Ballmoos; Katz, D’Angelo, Hebib; Avanzini, Ljubicic, Lanza (82. Cani), Di Gregorio (67. Sliskovic); Radice; Manuel Sutter (67. Nsiala), Silvio. – Bemerkungen: Schaffhausen ohne Torhüter Grasseler, Gonçalves, Fioravanti (verletzt) und Gautreaux (nicht im Aufgebot); Frontino nach seiner Einwechslung hängende Spitze, Lang am rechten Flügel. – FCW ohne Russo (verletzt), Schuler (gesperrt), Schättin, Kamber, Nicola Sutter, Mangold und Rafhinha (nicht im Aufgebot/U21/1:2 gegen Kreuzlingen); Sliskovic nach seiner Einwechslung offensiv im Mittelfeld, Radice linker Aussenläufer. – 25. Pfostenschuss Demhasajs. – Verwarnungen: 15. Demhasaj (Foul; fürs nächste Spiel gesperrt). 18. Katz (Foul). 22. Zock (Foul). 62. Lekaj (Foul; fürs nächste Spiel gesperrt). 76. Avanzini (Foul). 81. Sliskovic (Foul). 85. Hebib (Foul). – Erstes Spiel im neuen Stadion des FCS.

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