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03.12.2016, 12:27 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Pressevorschau: Noch zwei Spiele, die Bilanz aufzuwerten

LANDBOTE: Der FCW hat sich mit sieben Spielen ohne Sieg in Abstiegsgefahr gespielt. Aber es bleiben ihm nur noch zwei Spiele gegen Spitzenteams, die schwache Jahresbilanz zu verbessern – heute in Genf und dann gegen den «Riesen» FC Zürich.

 

Die Duplizität der Ereignisse ist schon erwähnenswert: Vor einem Jahr verlor der FCW in den Runden 15 und 16 gegen den FC Schaffhausen (daheim 0:2) und den FC Wohlen (auswärts 2:3); er war danach noch Neunter, fünf Punkte vor dem FC Aarau. Die Konsequenz: Trainer Jürgen Seeberger musste gehen; Umberto Romano und Dario Zuffi gewannen die letzten Spiele in Chiasso und gegen den Wil. Sie übergaben die Mannschaft im Januar auf Platz 3 an Sven Christ.Und jetzt: Christs FCW verlor in den Runden 15 und 16 in Wohlen und daheim gegen den FC Schaffhausen 0:1; er ist danach noch Achter, sechs Punkte vor dem FC Chiasso, dem Letzten. Das heisst nun allerdings nicht, dass der Trainer kurz vor Weihnachten wieder gewechselt wird. Das ist auch richtig so, aber die Lage ist bedenklich, der FCW ist im Begriff, das schwächste Meisterschaftsviertel zu spielen, seit vor viereinhalb Jahren die Zehnerliga eingeführt wurde. Und es wird auch schwierig, in den letzten zwei Runden das Bild so zu retuschieren wie vor einem Jahr, denn die Gegner heissen Servette und FCZ. Und das ist nun mal nicht Chiasso und Biel.

Die Zürcher sind der bisher unantastbare Riese der Liga, aber auch die Genfer haben sich entwickelt. Die Zahlen dazu: Nach dem 3:2 gegen Servette in einem sehr guten Spiel Ende September auf der Schützi war der FCW zum Abschluss des ersten Viertels mit 14 Punkten Fünfter, Servette mit der Hälfte dieses Guthabens Achter. Aber seither haben die Winterthurer in sieben Runden nur noch drei (Remis-)Punkte geholt, die Genfer aber mit fünf Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage gegen den FCZ gleich 16. Also ist Servette jetzt sechs Längen vor dem FCW Vierter.

Es harzt fast überall

Die Genfer haben ihren Stil gefunden, mit dem Franzosen Jean-Pierre Nsame als Stürmer, der in zwölf Spielen neunmal traf; mit einer Mannschaft, die Trainer Anthony Braizat auf ein offensichtlich stimmiges 3-4-3 umstellte. Beim FCW aber war mit jenem 3:2 eine Serie von sieben Pflichtspielen ohne Niederlage vorbei – und es begann zu harzen, immer mehr zu harzen.

Es harzt überall – ausgenommen beim Torhüter. David von Ballmoos war, von vereinzelten Fehlern abgesehen, sehr konstant, Mathias Minder wars, wenn im Cup gespielt wurde. Aber die Abwehr war es nicht, nachlassend vor allem dort, wo in einer guten Mannschaft die verlässlichen Routiniers stehen, im Zentrum. Und dies unabhängig davon, ob – wie meist – mit einer Viererabwehr oder – wie zuletzt ab und zu – mit drei Innenverteidigern gespielt wurde.

Es harzte im Angriff, der zunehmend an Torgefahr einbüsste. Seit der FCW gegen Servette dreimal traf, hat er zuerst in vier Ligaspielen je ein Tor geschossen, in den letzten drei gar keines mehr. Wenn heute angepfiffen wird, ist der FCW seit beinahe 300 Meisterschaftsminuten ohne Tor. Und es war ja nicht so, jedenfalls nicht immer, dass die Winterthurer nicht trafen, weil sie gar keine Gelegenheiten dazu hatten. Das klarste Beispiel: Am vergangenen Sonntag gegen Schaffhausen hatte der FCW sicher ein halbes Dutzend klarer Torchancen, von Romain Dessarzin über Luca Radice bis zu Manuel Sutter und Silvio, den beiden Sturmspitzen.

Die zehnte «Doppelsechs»

Und dann wäre da noch das Mittelfeld, dessen Zentrum, dessen «Doppelsechs» vor allem. Es hatte sich ja schon im Sommer, als sich Gianluca D’Angelo und vor allem Kreso Ljubicic verletzten, abgezeichnet, dass der FCW mit einem «Herzproblem» in die Saison gehen würde. Mittlerweile ist zusammenzuzählen: Christ hat in 19 Pflichtspielen mit neun verschiedenen Duos im Zentrum begonnen, dazu dreimal mit Marco Mangold und Ljubicic als alleinigem Sechser.

Was danach zu bilanzieren ist: Am besten war die Phase, in der Marco Mangold mittat – der Routinier, der im Sommer noch keine Rolle spielte, in der dritten Runde Sekunden nach seiner ersten Einwechslung in Chiasso das Tor zum ersten Sieg schoss und jetzt seit Anfang Oktober wieder fehlt, mit gebrochenem Fuss. Mit dem Duo Mangold/Patrik Schuler machte der FCW seine solidesten Spiele, beim 1:0 daheim gegen Wohlen und beim 3:0 gegen Wil; aber Schuler fiel noch vor Mangold wieder aus. Was auch noch zu sagen wäre: Die letzte wirklich solide Leistung einer «Doppelsechs» lieferten gleichsam zwei «Aussenseiter», Nicola Sutter und Nachwuchsmann Tiziano Lanza beim 1:1 Ende Oktober in Aarau. Es war die einzige Chance, die Lanza erhielt; und es war nochmals ein ordentlicher Auftritt Nicola Sutters, der gut zur Saison gestartet, dann aber in ein Loch gefallen war.

Heute in Genf fehlen als potenzielle Sechser weiterhin Schuler und Mangold, aber auch Gianluca D’Angelo, der in diesem Herbst überhaupt keine positive Rolle spielte, und Robin Kamber, der eigentlich nur mit seinen zwei Toren in Schaffhausen und im Hinspiel gegen Servette auffiel. Also ist die zehnte «Doppelsechs» der Saison zu erwarten: Ljubicic und Nicola Sutter.

Das Debüt des Julian Roth

Was aber auch zu erwarten ist: Das Debüt des 18-jährigen Innenverteidigers Julian Roth. Er hat sich in der U21 in Nachwuchs-Auswahlteams gespielt, er dürfte heute an den Platz des Routiniers Guillaume Katz treten, der nach einer Knieverletzung erst am Donnerstag wieder mit dem Training begann. Roth hat einen in Winterthur bekannten Fussballernamen: Er ist der Sohn von Sepp Roth, der in den 80er Jahren zweimal für den FCW stürmte. Er stieg mit dem Verein unter Trainer Adi Noventa 1982 in die Nationalliga A auf und bestritt danach dessen bis heute zweitletzte Saison in der Elite; später war er zwei Jahre Nationalliga-A-Fussballer beim FC Wettingen. Roth hatte mit seiner engagierten Spielweise das Zeug zum Publikumsliebling, manchmal glückte ihm auch eine besonders gediegene Schwalbe. Heute pflegt er auf der Schützi-Tribüne zu sitzen; er ist auch Trainers des «Zwei» des FC Phönix in der 3. Liga.

Klar ist: Es darf vom FCW nicht erwartet werden, dass er die letzten zwei Runden des Jahres zu einer Korrektur des Eindrucks nutzen kann wie vor einem Jahr. Aber besser spielen als zuletzt, teilweise auch besser kämpfen – das darf man schon verlangen. Nicht belasten müssen die heutige FCW-Delegation die schlechten Zahlen von den Auftritten in Genf: Im Frühjahr 2006 gewann eine Mannschaft des FCW im Stade de Genève gegen den damaligen Erstligisten Servette den Cup-Viertelfinal in der Verlängerung 3:1; im Frühjahr 2007 gabs in der Meisterschaft ein 3:2 – schon mit Luca Radice. Seither blieb der FCW in acht Spielen ohne Sieg. Weitere Erfolge gehen in die Zeit zurück, als dafür nur zwei Punkte herausschauten: in die erste Hälfte der 70er Jahre, in die letzten «goldenen Jahre».

Servette ist heute also Favorit. Sein mittelfristges Ziel ist, für den Aufstieg bereit zu sein, wenn sich der FCZ aus der Liga verabschiedet hat. Die beiden Defensivspieler Christopher Mfuyi und Captain Anthony Sauthier haben Sperren abgesessen, dafür fällt Offensivkraft Matias Vitkieviez für den Rest des Jahres aus. Nicht im Aufgebot steht Stürmer Benjamin Besnard (24), ein «Berufs-Genfer», der bei Trainer Braziat keine Karten mehr hat und den Klub in der Winterpause verlassen dürfte. (hjs)

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