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19.11.2016, 11:09 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Pressevorschau: Gute Signale, aber die Zeit drängt

LANDBOTE: Der FCW reist heute nach Wohlen. Das Ziel der Mannschaft sind Punkte, um in der Tabelle nicht weiter gegen das Ende abzurutschen. In nächster Zeit geht es für den Verein darum, auch finanziell die Basis für den Klassenerhalt zu schaffen.

 

Sportlich haben die Spiele in Wohlen, beim Drittletzten, und in einer Woche daheim gegen den FC Schaffhausen, den Tabellenletzten, gehobene Bedeutung für die Aktualität beim FCW, der nach fünf Ligaspielen ohne Sieg nur noch Siebter der Challenge League ist. Zumal in den letzten beiden Runden des Jahres die Matches gegen zwei Spitzenteams anstehen, in Genf gegen Servette und auf der Schützenwiese gegen den Riesen der Liga, den FCZ. Gar in eine entscheidende Phase geht es für den Verein allmählich auf administrativer Ebene – dort, wo die definitive Nachfolge des langjährigen Präsidenten und Mäzens Hannes W. Keller zu regeln ist.

Die Fakten dazu: Ende Juni 2015 zog sich «HWK» als Präsident zurück; er blieb allerdings – mit 100 Prozent der Aktien – Alleinbesitzer des FCW. Im Juni 2017 läuft nun auch die Zeit ab, die Keller dem Verein mit einer Defizitgarantie über 1,5 Millionen Franken zur Überbrückung gab. Danach wird er seit seinem Amtsantritt am 11. September 2001, mitten in einer existenziellen Krise des FCW, rund 16,5 Millionen Franken eingeschossen haben.

Der Stand der Dinge: Man kann sagen, diese Neuausrichtung kann gelingen, aber sie ist noch nicht geschafft. Es ist noch ein Stück Arbeit, und die Zeit drängt allmählich. Bis zum 2. März 2017 müssen die Lizenzunterlagen für die Saison 2017/18, das wahre «Jahr 1 nach HWK», bei der Swiss Football League (SFL) eingereicht werden. Es wird also erstmals seit über anderthalb Jahrzehnten eine Spielzeit sein ohne – entscheidend beruhigende – präsidiale Defizitgarantie.

Die Lücke: Etwa eine Million

Die Zahlen dazu: Auf 4 bis 4,5 Millionen Franken belief sich das Budget in der Ära Keller in der Regel, zwischen 700 000 und 1,2 Millionen Franken lag der Beitrag Kellers, um die Bilanz ausgeglichen zu halten. In den vergangenen zwei Jahren sanken die präsidialen Zuschüsse an die untere Grenze, denn es gab relativ gute Transfereinnahmen (etwa für den vom reichen FC Basel entdeckten Manuel Akanji) und es gab gute Zuschauerzahlen (knapp 3000 im Schnitt 2014/15 und 2600 trotz mässiger sportlicher Bilanz 2015/16). 2600 pro Spiel sind es auch jetzt wieder – und das, bevor der FCZ ein erstes Mal auf der Schützenwiese aufgetreten ist.

Rund 4,2 Millionen Ausgaben, davon wie üblich 800 000 für den Nachwuchs, sind für die laufende Saison 2016/17 vorgesehen. Auf diesem Niveau soll das Budget gehalten werden. Ziel ist es also, die «Keller-Lücke» auf der Höhe von rund einer Million zu halten. So viel wäre also an «neuem Geld» aufzubringen – was nicht heisst, dass das nicht auch zu einem Teil von einem Sponsor «Keller Druckmesstechnik» kommen könnte.

Kein «neuer Keller»

Klar und wenig überraschend ist, dass die Gespräche, die seit dem Sommer 2015 geführt wurden, keinen «neuen Keller» zutage gefördert haben; ja noch nicht mal einen Präsidenten, der – je nach Ausrichtung – eher ein repräsentativer oder dann doch ein klar führender Mann wäre. Es hat sich halt auch in diesem Fall eines Sportvereins gezeigt, welch zähes Pflaster die Stadt Winterthur ist – sie war es schon immer, ist es in ihrer aktuellen wirtschaftlichen Situation gar besonders. Trotz des seriösen und volkstümlichen Images, das sich der FCW in den Jahren mit Keller geschaffen hat.

Nicht in Frage kommt die «Variante Wil». Andreas Mösli, der Geschäftsführer und längst auch das Gesicht des Vereins, sagt: «Wir haben Interessenten in den Gesprächen ehrlicherweise auch deutlich gemacht, dass mit einem Fussballklub in der Schweiz das grosse Geld nicht zu verdienen ist.» Und Vizepräsident Mike Keller, Sohn von HWK, sagt: «Wir haben auch Gespräche mit ausländischen Investoren geführt. Wir sind aber zum Schluss gekommen, unsere Seele nicht verkaufen zu wollen. Es wäre dadurch auch unsere Philosophie verloren gegangen.»

Das hört man zum einen gerne. Aber natürlich lässt sich zumindest ahnen, der Verein sei die Probleme nach Hannes W. Kellers Rücktrittsbescheid nicht gleich sehr zupackend angegangen. Doch wenn ein Gremium so viele Jahre im Banne eines Einzelnen stand, dann überrascht das nicht, auch nicht ein gewisser Mangel an Persönlichkeit. Es war ja immer zu sagen, das Wirken von HWK habe den Verein nicht nur vor dem Konkurs gerettet, es sei für ihn sicher ein Segen, teilweise aber auch Fluch gewesen. So ist eindeutig ein Defizit, dass dem Verein zurzeit, vom Geschäftsführer mal abgesehen, eine Persönlichkeit fehlt, die öffentlich für ihn steht.

Mehr TV-Geld und gute Signale

Eine Klarheit haben sie beim FCW seit ein paar Tagen immerhin: Das Loch, das sie künftig zu stopfen haben, ist um mindestens 300 000 Franken kleiner als bisher. Denn die Summe, die sie von der SFL erhalten, ist dank des neuen Fernsehvertrages ab kommender Saison mindestens 300 000 Franken höher. Rund 300 000 Franken kamen bisher von der Liga, 200 000 als Sockelbetrag, nochmals rund 100 000 kamen dazu, etwas als Entgelt für die Montagsspiele im Fernsehen. Fortan sehen die Zahlen anders aus, von 800 000 Franken für den Ersten der Challenge League und Aufsteiger bis 550 000 für den Absteiger. Auf den Rängen, die für den FCW zurzeit am realistischsten erscheinen, gibt es 666 000 Franken für Platz 4 bis 600 000 für Platz 8. Natürlich profitieren auch die andern Klubs von diesem Mehr, aber die Rangierung spielt doch eine Rolle. Und vor allem gehts darum, die Budgetziele zu erreichen, die sich der FCW für die Lizenzierung gesetzt hat.

Woher aber kann der Rest kommen? «Noch laufen auf alle Seiten Verhandlungen», sagte Vizepräsident Mike Keller. An der Suche nach auch kleineren und mittleren Sponsoren, also der gewünschten breiteren Abstützung, geht nichts vorbei. Es kann auch Projekte wie Sponsorenläufe geben. Es gibt die Variante der Zusammenarbeit mit einem andern Verein; auf Eis liegt allerdings, was zwischendurch spruchreif schien, nämlich ein Zusammengehen mit dem (potenten) FC Wil in der Nachwuchsarbeit.

Und es gibt nicht zuletzt die Variante, dass die Firma Keller weiterhin in der Rolle eines nennenswerten Sponsors auftritt – aber eben ohne Defizitgarantie. Dazu sagt Mike Keller: «Die Keller AG ist zur Sicherstellung einer nachhaltigen Zukunft des FCW bereit, zusammen mit weiteren Sponsoren und Geldgebern einen gleichwertigen Betrag zu finanzieren und vor allem auch die Entscheidungsverhältnisse entsprechend zu verbreitern.» Das tönt gut; es wäre ein zweiter Pfeiler neben den Einkünften von der SFL. Und gute Signale kommen auch aus dem engsten Umfeld des Vereins.

Schliesslich wäre die Frage zu beantworten, wie es um die künftigen, nominellen Besitzverhältnisse steht. Noch heisst der Eigner Hannes W. Keller – und kommt einer, der ihm geeignet erscheint, wird er, sagt Keller, sein Paket auch abgeben. hjs

 

 

DER FCW IN WOHLEN

Unter Tabellennachbarn

Der Achte gegen den Siebten –
das wird heute auf der Wohler
Niedermatten geboten. FC Wohlen
– FC Winterthur ist das Duell
zweier Vereine, die mit ihrer bisherigen
Gesamtleistung nur sehr
bedingt zufrieden sein können
und deren letztes Ziel im Jahr
2016 ist, sich noch möglichst
weit vom Tabellenende zu entfernen.
Aus Winterthurer Sicht
heisst das, sich mit Punktgewinnen
in Wohlen und dann gegen
den FC Schaffhausen einen «ruhigen
Winter» zu verschaffen,
wie es der verletzte Captain Patrik
Schuler formuliert. Auf heute
bezogen bedeutet das: Wohlen
könnte mit einem Sieg bis auf
einen Punkt an Winterthur heranrücken;
der FCW aber könnte
mit einem Sieg die Distanz auf
den Tabellenletzten aus Schaffhausen
auf zehn Punkte erhöhen
– und mit einem Heimdreier
in einer Woche günstigstenfalls
gar auf 13.
Das Wohler Auf und Ab. Die
ersten 14 Runden der Freiämter
sind von einem markanten Auf
und Ab gekennzeichnet, vor allem
die acht Spiele unter dem
Anfang September als Nachfolger
Martin Ruedas angetretenen
neuen Trainer Francesco Gabriele
(39). Von einem 1:6 in Genf
u?ber ein 0:5 daheim gegen den
FCZ zu einem 4:1 beim als so
heimstark bekannten Neuchâtel
Xamax schwankten die Leistungen;
zuletzt war die Abfolge von
Sieg und Niederlagen einzige
Regelmässigkeit. Erstaunlich ist
vor allem dies: 12 ihrer 13 Punkte
gewannen die Wohler auswärts,
daheim gabs neben sechs Niederlagen
nur ein 0:0 gegen Xamax,
noch unter Rueda.
Wohlens Trainer Gabriele ist
heute gesperrt, weil er sich nach
dem 1:2 gegen Servette gegenüber
einem Schiedsrichterassistenten
unpassend verhalten haben
soll. Ihn vertritt auf der Bank
Assistent Luigi Alvardi (58), ein
Italiener mit einiger Erfahrung in
unteren italienischen Ligen.
Beim FCW ist Stürmer Luka Sliskovic
nach vier Verwarnungen
suspendiert, weiterhin verletzt
sind neben Schuler Marco Mangold,
Karim Gazzetta, Genc Krasniqi
und Ersatzgoalie Matthias
Minder. Fraglich ist, ob das Knie
des Innenverteidigers Daniele
Russo einen Einsatz zulässt.
Mit Sead Hajrovic, Sandro Foschini,
Janko Pacar und Nils von
Niederhäusern stehen neuerdings
vier frühere FCW-Spieler
im Wohler Kader, allesamt erst
seit dem Sommer verpflichtet.
Der Letzte ist der ehemalige Junior
von Niederhäusern (20),
Bruder des FCW-Trainingsgasts
und langjährigen Stammspielers
Nick von Niederhäusern. Womit
er bisher auffiel: Noch in jedem
seiner Spiele für Wohlen wurde
er verwarnt. hjs

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