Wir leiden, ihr arbeitet. Danke für euren Einsatz.

25. März 2020



 

Wir alle erleben grad schwierige Zeiten. Für einmal ist die Bedrohung nicht abstrakt, irgendwo weit weg, in der 3. Welt, bei den andern, sondern mitten unter uns. Unsere Welt des Wohlstandes und der sorglosen Sicherheit gerät plötzlich ins Wanken. Wir haben viel zu verlieren, könnten aber für die Zukunft auch dazu gewinnen – wenn wir vernünftig, weitsichtig und solidarisch bleiben.

Das Gute aus dem Mikrokosmos Schützenwiese zuerst: Der FCW lebt – auch in dieser schwierigen und sehr aussergewöhnlichen Zeit. Aber es schleckt keine Geiss weg: Die kommenden Monate werden für unseren Klub und den ganzen Schweizer Profifussball wie auch für viele andere Bereiche und Menschen eine sehr grosse Herausforderung, die wir nur mit ausserordentlichen und vereinten Kräften meistern werden.

Die Lage und damit auch die Zukunft ist sehr unklar – was heute gilt, gilt vielleicht morgen nicht mehr. Oder ist einfach völlig offen. Fakt ist im Moment: Unser Tagesbetrieb ist voll und ganz eingestellt, es gibt auf der Schützenwiese bis auf Weiteres weder Trainings noch Spiele. Die Arbeit im Hintergrund ist auf Überlebensmodus eingestellt. Wir haben für fast alle unserer rund 90 Angestellten den Antrag auf 100% Kurzarbeit eingereicht.

Was die genauen finanziellen und sonstigen Folgen für den FCW sein werden, können wir noch nicht beziffern. Für den Fall, dass die noch ausstehenden Heimspiele nicht mehr oder allenfalls noch ohne Publikum stattfinden, rechnen wir mit einen Gewinnausfall von 540‘000 Franken. Das ist für einen KMU, wie wir es sind, sehr viel Geld. Ob wir Hilfe vom Bund bekommen, wie kulant unsere Fans und Sponsoren sind, die zum Teil selber Probleme haben: Wir werden es sehen.

Wir schweben im luftleeren Raum und wohl selten zuvor war ein Fussballspruch so aktuell wie heute: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Hoffnungsvoll stimmen mich unsere Fans – und bestätigen mir, dass wir mit unserer Klubpolitik auf einem guten Weg sind: Sie haben eine Initiative gestartet und stehen in Kontakt mit der Spitex, um denjenigen Menschen zu helfen, die einer Corona-Risikogruppe angehören. Das ist gelebte Solidarität.

Neben vernünftigem, weitsichtigem und solidarischem Handeln gibt es eine weitere Eigenschaft, die in unserer Wohlfühloase leider zu oft vergessen geht: Demut. Dankbarkeit ist angebracht. Für das, was wir hier (oft ohne grosse Eigenleistung) haben. Für die, die uns den Rücken frei halten und ihre Gesundheit riskieren. Deshalb sagen wir von Herzen danke und versuchen unseren Beitrag zu leisten.

Andreas Mösli, Geschäftsführer

 

Unser Herz schlägt rotweiss. Unsere Welt ist bunt.

Immer. Und jetzt erst recht!

Wir möchten uns von zuhause aus bei all denjenigen bedanken, die in diesen schwierigen Zeiten an der Front arbeiten und für die Gemeinschaft ihre Gesundheit riskieren, damit das Leben weitergeht – 

in erster Linie in den Spitälern, Arztpraxen, Pflegeheimen und Kinderbetreuungen, aber auch auf dem Güselwagen, an den Ladenkassen, Schaltern und Produktionsstätten, überall. Herzlichen Dank für euren Einsatz!

 

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