U21: Positive Saisonbilanz trotz Corona-Hindernissen

5. Juli 2021



2021 nur vier von 22 Spielen verloren, 4. Rang in der 1.-Liga-Meisterschaft, Spitze in der inoffiziellen U21-Meisterschaft und wieder einige Talente ins Eins gebracht: U21-Cheftrainer Murat Ural zieht eine positive Bilanz aus der zweiten Corona-Saison – und schaut zuversichtlich in die Zukunft. Am Montag startet er mit dem neuen Team in die Vorbereitungen für die neue Saison.

Murat Ural ist ein besonnener und zurückhaltender Mann. Doch wenn der U21-Cheftrainer des FC Winterthur auf die vergangene Saison zurückschaut, kann auch er die Emotionen und einen gewissen Stolz nicht ganz verbergen: «Wir haben in diesem Jahr 22 Spiele absolviert und nur vier verloren», rechnet der Vollbluttrainer und ehemalige Fussballprofi vor – und sagt zurecht: «Das ist eine erfreuliche Bilanz.»

Die hohe Anzahl an Spielen ist auf die inoffizielle U21-Meisterschaft zurückzuführen, die der SFV im letzten Lockdown für die Spitzennachwuchsteams ins Leben gerufen hatte, während der Spielbetrieb im Amateurbereich ruhen musste. In der 1.-Liga-Meisterschaft wurden nur die Hälfte der 26 Ernstkämpfe ausgetragen. Nach dem Re-Start in den Ligen unterhalb der Super und Challenge League standen in der 1. Liga noch drei Spiele auf dem Programm – der FCW hat sie allesamt gewonnen.

Belohnung nach tollem Schlussspurt

«Meine Mannschaft hat sich selbst belohnt», findet Ural: «Der tolle Schlussspurt und die starke Defensivarbeit wurde mit dem sehr guten 4. Platz gekrönt.» Die U21 lag am Ende mit 21 Punkten (20:15 Tore) nur fünf Punkte hinter dem 2. Rang, der in normalen Zeiten für die Aufstiegsspiele gereicht hätte, und sechs Punkte vor den Alterskollegen des FC St. Gallen (Platz 9; 23:26).

Seit dem Aufstieg in die 1. Liga wurde der FCW-Nachwuchs zum dritten Mal Vierter. Das erste Mal, 2015/16, war als volle Saison und mit immerhin 1,46 Punkten im Schnitt sportlich am wertvollsten. Vor einem Jahr, als die Saison 2019/20 im Spätherbst abgebrochen wurde, und jetzt war dafür der Punkteschnitt von 1,7 und 1,6 beachtlich.

Das war alles andere als selbstverständlich. Ural musste mit einer sehr jungen Mannschaft arbeiten, weil wieder einige Leistungsträger ins Eins aufgestiegen und dort voll absorbiert waren. Talente wie Pascal Hammer, Sandro Di Nucci, Etnik Nezaj und Arlind Dakaj trainierten im Eins mit. Dafür kamen in der U21 regelmässig Spieler zum Zug, die noch im U18-Alter sind (Jahrgang 2003).

«Der Teamgeist war grossartig», bilanziert Ural. «Wir konnten die Spannung trotz der Corona-Wirren immer hoch halten. Das Team hat gut mitgezogen – auch die Spieler, die nicht oft zum Einsatz kamen.»

 U21-Cheftrainer Murat Ural

Motiviert und hungrig bleiben: Das war nicht nur bei der U21 das grosse Thema, bestätigt FCW-Nachwuchschef Roger Etter: «Eine der grössten Herausforderungen in dieser schwierigen Zeit war für uns Ausbildner, die Spannung hochzuhalten und die Spieler immer wieder aufs Neue herauszufordern und zu motivieren.» Gelungen sei dies u.a. auch, weil «wir uns und der Mannschaft hohe Ziele vorgegeben haben.»

Einige Highlights der Saison 2020/21:

Als professioneller Ausbildungstrainer sind es nicht primär die Resultate, die Murat Ural erfreuen, sondern vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft sie erspielt hat.

Ziele klar, Erfolgshunger vorhanden

Der U21 Trainer freut sich auf die neue Saison. Er ist überzeugt, dass er wieder ein gutes und hungriges Team zusammen haben wird. Auch die Zusammenarbeit mit der 1. Mannschaft wird intensiviert. Davide Callà wird in seiner neuen Rolle als Assistenz- und Talentmanager, zusammen mit Roger Etter, für die Schnittstelle zwischen dem Eins und der U21 zuständig sein.

Die Vorbereitungen für die 1.-Liga-Meisterschaft startet bereits am Montag. Die grundsätzlichen Ziele sind klar und entsprechen denen eines Ausbildungsteams: Möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben, die jungen Spieler individuell und das Team im Kollektiv fordern und fördern. Ural: «Wir möchten den eingeschlagenen Weg fortsetzen und uns kontinuierlich weiter verbessern.» (mö)

 

Schlusstabelle 1. Liga Gruppe 3, Saison 2020/21

 

Die neuen Gegner in der Gruppe 3 / Saison 2021/22:

FC Baden (AG)
FC Balzers (FL)
FC Freienbach (SZ)
FC Gossau (SG)
FC Linth 04 (GL)
FC Paradiso (TI)
FC St. Gallen U21 (SG)
FC Thalwil (ZH)
FC Tuggen (SZ)
FC Uzwil (SG)
FC Wettswil-Bonstetten (ZH)
FC Winterthur U21 (ZH)
Team Ticino U21 (TI)
USV Eschen/Mauren (FL)

 

Trainingsspiele der U21 (Stand 5.7.21):

Link: Aktueller Testspielplan.

 

FC Winterthur 2020/21 – Das Team:

Hinten (v.l.): Albin Hoti, Fabio Rodriguez, Luca Crupi, Arlind Dakaj, Nebosja Lavrnja, Arber Sacipi, Tomislav Starcevic

Mitte (v.l.): Andreas Hollenstein (Physio), Davide Calla (Offensive), Naima Bürki (Pflege/Massage), Tobias Steiner (Athletiktrainer), Christian Horvath (Physio), Jeanine Fuhlrott (Mentalcoach), Mihailo Mijatovic, Haris Samardzic, Zenel Hasani, Etnik Nezaj, Arbnor Hasani, Yaro de Carvalho, Sandro Schudel, Murat Ural (Cheftrainer), Roger Etter (Technischer Leiter), Paolo Cesari (Goalietrainer), Dogan Isik (Assistenztrainer), Janos Dossenbach (Betreuer)

Vorne (v.l.): Jak Mesto, Levin Nay, Sandro Di Nucci, Andy Käppeli, Alexander Muci, Mike Bodenmann, Tullio Mazzeo, Nico del Fabro, Altin Rrakaqi.

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