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Sa   03. Juni 2017   17:45

FCW

3 : 1

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15.04.2017, 13:28 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Pressevorschau: Der nächste Schritt ist fällig

LANDBOTE: Will der FCW im Abstiegskampf bestehen, muss er Spiele wie dieses gewinnen: Heute Nachmittag gegen den FC Le Mont, einen der unangenehmen Gegner in dieser Challenge League. Nach einem Sieg könnte man – endlich – von einem Akt der Befreiung sprechen.

 

Eine gewisse Leistungssteigerung hin zu Kontinuität hat der FCW in den vergangenen Wochen doch erkennen lassen. Drei Ligaspiele in Folge ungeschlagen war er nie mehr seit Ende September, die Leistung im Cup gegen den FC Basel hätte mehr verdient als einen ungerechtfertigten Elfmeter. Aber noch immer ist der FCW Letzter. Noch immer hat er zwar gegen die besseren bis besten Teams gute bis sehr gute Leistungen geboten – bis hin zu den Spielen gegen die Grössen aus der Super League aus Bern und Basel.Aber die wichtigste Prüfung hat er noch nicht bestanden, und die muss er, will er auch in der nächsten Saison in der Challenge League spielen: Er muss anfangen, die direkten Gegner im Abstiegskampf zu schlagen, was ihm seit der Anfangsphase der Saison, als er noch in Chiasso siegte und mal daheim gegen Wohlen, nur noch einmal schaffte: beim Debüt des Duos Umberto Romano/Dario Zuffi gegen Wohlen. Aber gegen Le Mont oder Schaffhausen hat er in drei Anläufen in dieser Saison nie gewonnen, auch zweimal gegen Chiasso nicht mehr.

Zur «richtigen Mentalität»

Immerhin, es war ein für die Psyche wichtiger erster Schritt, vier Tage nach dem grossen Match gegen den FCB in Aarau zu gewinnen. Das war schon mal was anderes als die Niederlage gegen Le Mont in Baulmes nach dem Coup gegen die Young Boys. Aber jetzt Le Mont zu schlagen, das wäre der nächste, der wohl wichtigste Schritt. Es wäre der Weg dorthin, auch unter grösstem Druck zu bringen, wozu man grundsätzlich fähig ist. Aber Le Mont ist eben ein Gegner, der unangenehmer kaum sein könnte: Keiner der Grösseren oder Grossen, gegen die einem eine Niederlage verziehen würde; keiner, der mitspielt und zu einem kultivierten Anlass beiträgt; sondern einer, der diszipliniert und mit physisch starken Spielern verteidigt; und der, im unangenehmsten aller Fälle, auch noch einen Konter zu einem Tor ausnützt.

In seiner vierten Saison in der Challenge League steht Le Mont zum ersten Mal vor dem FCW. Am Ende der Spielzeit 2009/10 hatten noch zwölf Ränge und 29 Punkte die beiden Teams getrennt (und war Le Mont gleich wieder abgestiegen); 2014/15 wurde der FCW mit einem Plus von 14 Punkten Vierter, Le Mont Siebter; 2015/16 war der FCW mit einem Plus von immerhin noch elf Punkten Sechster, Le Mont Neunter (und wäre ohne den FC Biel womöglich abgestiegen). Doch heute kommen die Waadtländer mit vier Punkten Vorsprung auf die Schützenwiese – und sie werden sich denken: Bleibts dabei, ist das für uns gut; sinds am Ende gar sieben Punkte, ist das sehr gut. Aber verlieren wir, dann sind wir mitten drin im Abstiegskampf.

Unter Sven Christ gewann der FCW im Herbst gegen Le Mont zweimal einen Punkt, was schon enttäuschend war. In Baulmes glich Silvio in der 92. Minute wenigstens noch zum 1:1 aus. Das 0:0 später auf der «Schützi» war ein klassisches «Le Mont-Spiel»; und das war auch, schon unter Romano und Zuffi, das 0:1 am Sonntag nach dem Cupsieg gegen YB. Also sagt auch Romano jetzt, seine Mannschaft müsse «auf dem Weg zur richtigen Mentalität den nächsten Schritt tun.»

Die Woche in Nyon

Romano hat die Mannschaft erst gestern, im Abschlusstraining, wieder gesehen. Den Rest der Woche verbrachte er am Uefa-Sitz in Nyon zwecks Erwerb der Uefa-Pro-Lizenz. Zusammen mit Altinternationalen wie Ludovic Magnin (FCZ), Boris Smiljanic (GC) oder dem Liechtensteiner Mario Frick; aber auch mit Marc Schneider, der in Thun schon seinen ersten Job in der Super League in Aussicht hat, und den aus Österreich angereisten Carsten Jancker, Alexander Zickler und René Aufhauser. Jancker und Zickler sind deutsche, Aufhauser ist vielfacher österreichischer Nationalspieler; Zickler und Aufhauser sind in der Organsiation der Salzburger Bullen tätig.

Von Ballmoos: Nr. 1 bei YB

Romano wird weitestgehend die selbe Elf beginnen lassen wie in Aarau. In der Offensive fehlt weiterhin Manuel Sutter. In der Defensive kehrt Guillaume Katz in die Startelf zurück, weil Patrik Schuler nach nur zwei Einsätzen schon wieder ausfällt – mit verletztem Fuss. Schuler wird also nicht gegen Patrick Bengondo antreten können, seinen Vorgänger als FCW-Captain. Wahrscheinlich ist auch, dass Julian Roth als dritter Innenverteidiger Zlatko Hebib ablöst.

Klar ist, wer im Tor steht, und klar ist jetzt auch, wie dessen Zukunft aussieht: Nach zwei Jahren als Leihgabe beim FC Winterthur wird der Emmentaler Torhüter David von Ballmoos die Nummer 1 bei den Young Boys. Mit 22 Jahren erhält er nach Yvon Mvogos Abgang zu RB Leipzig diese Chance. «Wir haben,» sagt YB-Sportchef Christoph Spycher, «am vergangenen Montag Marco Wölfli unterrichtet und auch abklären wollen, ob er da mitzieht.» Routinier Wölfli (35) wird «mitziehen», wie er das nun im schon dritten Jahr hinter Mvogo tut. «Dann haben wir,» sagt Spycher weiter, «hier in Bern von Ballmoos informiert.»

Spycher hat von Ballmoos gesagt, dass er als erste Wahl in die Saison gehe. «Wir wollen nicht wochenlange Spekulationen, wer nun die Nummer 1 wird,» sagt der Sportchef. Aber auch: «Natürlich muss von Ballmoos das dann mit Leistung bestätigen.» Das trauen ihm die Berner offensichtlich zu, zufrieden mit der Entwicklung, die er in Winterthur machte, die den Vorstellungen entsprach. Die beiden Torhütertrainer Paolo Cesari und Stefan Knutti waren auch ständig im Austausch.

Beim FCW sind sie zufrieden damit, dass man in Bern zufrieden ist. Denn so könne man damit rechnen, auch künftig von YB als geeigneter Partner gesehen zu werden. Was die Nachfolge auf der Schützenwiese betrifft, darf die ja auch als geregelt gesehen werden: Matthias Minder (24) wird zur Nummer 1, wie er das schon in der Saison 2014/15 war, bevor von Ballmoos kam. In diesen zwei Jahren, in denen er immerhin der Cupgoalie war, hat auch er unbestritten Fortschritte gemacht. Mit ihm kann man guten Gewissens in die Saison gehen. Aber es soll dann schon eine in der Challenge League sein. hjs

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