Next Match

Sa   27. Mai 2017   19:00

Xamax

- : -

FCW

Last Match

So   21. Mai 2017   15:00

FCW

- : -

Schaffhausen

Hauptsponsor

Keller

Ko-Sponsoren

  • DE Druck AG
  • Haldengut
  • gpard

Fahrzeugpartner

Auto Haerti AG

Medienpartner

  • Der Landbote
  • Winterthurer Stadtanzeiger
  • Radio Top

Vitaminspender

Biotta AG

Webdesign

Digicom Digitale Medien AG

03.04.2017, 00:24 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Das Resultat – das Beste für den FCW

LANDBOTE: Der FC Wil war insgesamt die bessere Mannschaft. Er spielte sich deutlich mehr Torchancen heraus. Also war das 1:1 für den FC Winterthur vor 3100 Zuschauern und vier Tage vor dem grossen Cupmatch gegen den FC Basel das Erfreulichste.

 

Natürlich muss man es nicht gerade so formulieren, wie es Maurizio Jacobacci nach seinem ersten Spiel auf der Wiler Bank tat, als er sagte: «Wenn ich all unsere Chancen aufzählen würde, würden wir gar nicht fertig.» Er sprach dann, etwas genauer, von «neun, zehn sehr guten Chancen» seiner Wiler. Egal, wie weit man Jacobacci folgen will, so muss man doch sagen: Seine Mannschaft hatte deutlich mehr Chancen, vor allem in der ersten Halbzeit und dann wieder gegen Schluss. Jacobacci lag jedenfalls nicht daneben, wenn er sagte: «Torhüter von Ballmoos hat Winterthur den Punkt gerettet.»

Diese Wertung teilte auch FCW-Chef Umberto Romano: «Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein – und David von Ballmoos Danke sagen.» Romano bemängelte, «dass wir in der ersten Halbzeit nichts von dem zeigten, was es im Fussball braucht. Erst in der zweiten spielten wir so, wie wir uns vorgenommen hatten, von Anfang an zu spielen.» Er habe die Pause jedenfalls dazu genutzt, die Defizite «energischer anzusprechen». Viel zu wenig kompakt sei seine Mannschaft beispielsweise gewesen.

Radice «richtiger» Schütze

Also entwickelte sich dieser Abstiegskampf zwischen dem Tabellenletzten und dem zwar vor dem Kollaps geretteten, aber von Punktabzügen bedrohten Sechsten so: Die Wiler begannen besser, sie gingen schon in der 10. Minute in Führung. Das war zum einen fein herausgespielt: Matteo Bottani flankte, Johan Vonlanthen legte den Ball mit der Brust zurück – genau auf den Fuss Samir Fazlis. Der traf aus wenigen Metern direkt. Winterthurer Analytiker werden aber anmerken, dieses Tor sei eingeleitet worden durch einen gröberen Patzer Guillaume Katz’, der den Ball verlor, weil er ihn nicht stoppen konnte.

Weil die Wiler nach dieser «hervorragenden ersten Halbzeit» (Jacobacci) nur 1:0 führten, waren die Winterthurer zumindest resultatmässig sehr wohl noch im Spiel – und bald waren sie es auch leistungsmässig. Sie spielten nun aggressiver, wirkten kompakter und der Ausgleich nach einer guten Stunde war die Folge. Kurz vorher hatte Manuel Sutter nach Vorarbeit Silvios mit einem Heber Goalie Steven Deana noch zu einer erstklassigen Parade gezwungen, dann schlug Luca Radice nach einem Zuspiel Sutters den Ball aus sehr spitzem Winkel hoch in die nähere Torecke. Deana hatte das kaum erwartet, und Radice war eindeutig der «richtige» Winterthurer Torschütze. Er hatte als Erster und, vor allem, am besten ins Spiel gefunden, wieder als linker Aussenläufer im Winterthurer 3-5-2. Er trieb das Spiel über seine linke Seite an. Am aufwendigsten unterstützte ihn Silvio, obwohl dem im Abschluss (zu) wenig gelang. Grösser war nun allgemein die Laufbereitschaft, dichter die Organisation, besser die Arbeit der Verteidiger. Kein grosser Zug war dann der Wechsel von Karim Gazzetta zu Rafhinha und auch umzustellen, Radice mehr ins Zentrum zu nehmen, mit vier Mann zu verteidigen.

Lattenkracher und Freistoss

Auf jeden Fall kamen die Wiler, die man vorübergehend am Ende ihrer Kräfte vermutet hatte, wieder auf. Das erste Zeichen setzte ein ehemaliger Winterthurer, Etienne Scholz (24), der als «Sechser» erstmals seit seiner Rückkehr ins Wiler Kader in der Startelf stand. Er drosch den Ball in der 68. Minute aus gegen 30 Metern so unvermittelt und mit einer solchen Wucht an die Latte, dass dies – man kann es nicht anders sagen – überall Aufsehen erregt hätte. Diesem Ball hätte selbst der – noch vor Radice – beste Winterthurer des Tages, von Ballmoos, nichts anhaben können. Aber eben, er krachte an die Latte.

In andern Fällen waren die Wiler, was sie sich schon vorwerfen müssen, im Abschluss nicht eben mit Klasse gesegnet. Anderseits stand halt auch von Ballmoos da, zwei Wochen nachdem er gegen den FCZ 86 Minuten lang ausgezeichnet gespielt und dann dem Leader mit einem Patzer das 2:2 ermöglicht hatte. Diesmal lief die 85. Minute, als er seine schwierigste Parade zeigte: Ein Freistossball des Spezialisten Erhan Yilmaz, der eher als Flanke gedacht war, wurde von niemandem erreicht, setzte kurz vor von Ballmoos auf – und der reagierte glänzend und lenkte die Kugel zur Ecke. So retteten die Winterthurer wenigstens einen Punkt, was ihre Lage zumindest mal nicht verschlechterte – mit weiterhin einer Länge Rückstand auf den FC Wohlen, mit nur zwei auf den FC Chiasso, wenn der heute gegen die Mannschaft des Frühjahrs, Servette, verlieren sollte. Aber auch die Wiler sind noch längst nicht überm Berg. Bleibts bei den drei Punkten Abzug, die von der Liga in erster Instanz verhängt wurden, sind sie auf einen Schlag nur noch zwei Längen vor den Winterthurern. Immerhin, sie hatten im «Match 1 nach der Rettung» einen Auftritt, der weit eher den grundsätzlichen Qualitäten dieses Teams entsprach als die letzten Spiele – mit sechs Niederlagen in Folge.

Bemerkenswert war, wie der bisher als defensiver Mittelfeldspieler bekannte Nachwuchsmann Basil Stillhart die Rolle des Innenverteidigers spielte. «Auch wenn es eigentlich zwei verlorene Punkte sind, kann ich mit diesem Unentschieden leben», sagte Jacobacci noch, «denn mich stellt zufrieden, was ich gesehen habe: Der Auftritt war gut.» Wobei es aber blieb: Wil ist weiterhin sieglos seit dem 5:1 im Heimspiel gegen Winterthur Ende Oktober. 14 Spiele sinds seither.

«. . . anders präsentieren»

Beim FCW ist diesmal eine Einzelkritik nicht angebracht, mal abgesehen von der lobenden Erwähnung Radices und von Ballmoos’. So sah es wohl auch der Trainer, denn er sagte: «Vier Tage vor einem Spiel des Jahres, für Einzelne vielleicht – man weiss es ja nie – gar dem Spiel des Lebens, hätte man sich anders präsentieren müssen.» Und es sei ja nicht so, «dass man sich aufdrängen, sondern auch aus der Mannschaft für den FCB-Match spielen konnte».

Wie weit diesbezügliche Überlegungen gehen, wird man sehen. Klar ist, von Ballmoos wird gegen die Basler durch den Cup-Goalie Matthias Minder abgelöst, im Abwehrzentrum ist – der in Bern zum zweiten Mal im Cup verwarnte – Guillaume Katz zu ersetzen. Sicher ins Team zurückkehren wird Gianluca Frontino, der am Samstag gesperrt war. An einem ändert keine Personalie etwas: Der FCW wird krasser Aussenseiter sein, noch krasser als vor fünf Wochen in Bern. Aber es wird auch – womöglich bis Ende Saison – das einzige Spiel des FCW sein ohne Druck des Abstiegskampfs. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Winterthur - FC Wil 1:1 (0:1)

Samstag, 1. April 2017, 17.45h - Stadion Schützenwiese - SR Gut

Tore: 10. Fazli 0:1. 62. Radice 1:1. – FCW: von
Ballmoos; Hebib, Katz, Schättin; Di Gregorio,
Kamber (86. Nsiala), Ljubicic, Gazzetta (64.
Rafhinha), Radice; Sutter, Silvio. – Wil:
Deana; Stadelmann, Stillhart, Ajeti, Bühler;
Scholz, Lombardi (71. Mlinar); Vonlanthen
(86. Maroufi), Yilmaz, Bottani; Fazli. – Bemerkungen:
FCW ohne Roth, Frontino (gesperrt),
Russo, D’Angelo, Mangold (verletzt), Dessarzin
und Cani (nicht im Aufgebot); nach der
Einwechslung Rafhinhas mit einer Viererabwehr,
Di Gregorio als Rechtsverteidiger;
Nsiala nach seiner Einwechslung Sturmspitze.
– Wil ohne Schäppi, Gomis, Ozokwo
(verletzt) und Roesler (nicht im Aufgebot). –
68. Lattenschuss von Scholz. – Verwarnungen:
28. Sutter (Foul; fürs Spiel in Aarau
gesperrt). 65. Scholz (Foul).

 

 

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

*
*