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06.03.2017, 20:46 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Ans Tabellenende geweht

LANDBOTE: Vier Tage nach dem Berner Cup-Coup rutschte der FCW in der Meisterschaft auf den letzten Platz ab. Er war gegen den FC Le Mont anfangs überhaupt nicht präsent, kassierte bald ein Tor und konnte das nicht korrigieren. Und nun folgen die Spiele gegen die beiden Ersten, Xamax und den FCZ!

 

Der Auftritt in der tiefsten Provinz – und das ist Baulmes nun mal – statt in einem schönen, modernen Stadion wie dem Stade de Suisse in Bern, das ist (auch) eine mentale Probe. Man weiss es schon vorher – und dennoch ist man dem Wechsel nicht immer gewachsen. Wie der FCW, der grosse Sieger gegen die Young Boys, der ein paar Tage später im Sous-Ville in Baulmes auf dem Platz stand und diese Probe nicht bestand, ja schmählich verpatzte.

Natürlich, es war ausgesprochen unangenehm gestern in der pittoresken Waadtländer Gemeinde ob Yverdon. Der Platz war nicht annähernd so eben wie der Kunstrasen in Bern; es war bitterkalt; Zuschauer waren auch kaum da; der Wind blies, beinahe orkanartig, längs über den Platz – dummerweise in den Rücken des Gegners. Der hatte diesbezüglich also einen Vorteil, aber das war kein Grund, den Start dermassen zu verpatzen, wie es der FCW tat.

Sessolos Einzelleistung

Die Waadtländer starteten entschlossen und gewannen so gut wie jeden Zweikampf. Die Winterthurer kamen kaum über die Mittellinie, kaum ein vernünftiger Spielaufbau glückte ihnen. Schon bald verlor Kreso Ljubicic an der Strafraumgrenze einen Ball, musste zu einem Foul greifen – und David von Ballmoos mit einer starken Parade einen 17-m-Freistoss Helios Sessolos abwehren. Nach gut zehn Minuten hatte YB-Leihgabe Sessolo den nächsten Auftritt: Er lief – ungehindert beispielsweise von Zlatko Hebib und Guillaume Katz – mühelos durch die Abwehr. Dann schob er den Ball gelassen ins Tor.

Wie sich später herausstellte, war das schon die Entscheidung. Die Zeit windunterstützter Waadtländer Überlegenheit dauerte vielleicht eine halbe Stunde. Erst dann lernte der Ball auch die andere Platzhälfte kennen, erst dann fanden die Winterthurer ­einigermassen ins Spiel. Und fünf Minuten vor der Pause bot sich ihnen gar die Gelegenheit zu einem Tor: Debütant Gianluca Frontino schlug einen Eckball, Katz erwischte ihn in guter Position, aber er verfehlte das Tor knapp. Es sei vorweggenommen: Es sollte die einzige nennenswerte Gelegenheit des FCW bleiben, an diesem garstigen Nachmittag ein Tor zu schiessen.

Dominanz ohne jeden Ertrag

Gleichsam vom Winde verweht gingen die Winterthurer mit einem Rückstand als virtueller Tabellenletzter in die Pause. 0:1 geschlagen und unbestrittener Tabellenletzter, beendeten sie den Match eine Stunde später. Gewiss, sie waren in der zweiten Halbzeit mehrheitlich in Ballbesitz, aber das war nicht mehr als optische Dominanz; es war nicht annähernd gleichbedeutend mit der Durchschlagskraft, um gegen diese bekannt starke, physisch gar vorzügliche Abwehr des FC Le Mont etwas Zwingendes herauszuspielen. Dass den Waadtländern die meteorologischen Kapriolen halfen, sei nicht verschwiegen: Kaum wurde wieder gespielt, liess der Wind mehr und mehr nach. Bis er nicht mehr zu spüren war ...

Fakt aber war auch, dass die Winterthurer, ob gegen, mit oder ohne Wind zuerst nicht die physische Präsenz für einen erfolgreichen Match aufbrachten und dann auch nicht die spielerischen Qualitäten. Zu oft unterbrachen simple Ungenauigkeiten ihre Passfolgen, noch ehe diese dem Gegner wirklich hätten gefährlich werden können. Ärgerlich war, wie so auch «interessante» Ausgangslagen, wie es Trainer Umberto Romano später nannte, zunichtegemacht wurden. Guillaume Faivre, Le Monts Torhüter, überstand diese 95 Minuten jedenfalls, ohne eine nennenswerte Parade bieten zu müssen.

«Das verstehe ich nicht»

«Wir haben das Spiel in den ersten 15 Minuten verloren», stellte hinterher auch Romano fest. «Wir wollten gleich in den ersten Minuten dominant auftreten – aber dann war da der holprige Platz, der Wind. Und wir brachten es nicht fertig, dagegenzuhalten.» Es war ja, den Wind mal beiseitegelassen, nichts, wie man es nicht hatte erwarten können. Die Vernunft musste einem sagen, dass dieser Anlass sehr gegensätzlich zum schönen Spiel gegen die Young Boys sein würde. Aber im Wissen um all diese Fakten «nicht parat» gewesen zu sein, ärgerte auch den Trainer. Und: «Das verstehe ich nicht.»

Seine Mannschaft sah auf einigen Positionen anders aus als am Mittwoch in Bern. Im Tor spielte wieder die Nummer 1, von Ballmoos. Ihm war nichts anzulasten, er reagierte bei der einen oder andern vorteilhaften Freistosschance Le Monts gut. In der Abwehr stand diesmal Hebib an der Seite Katz’ und Schulers – und er war, vor allem in der Anfangsphase, der Schwachpunkt. Ihm missriet eindeutig zu viel.

Als rechter Aussenläufer kehrte Michel Avanzini in die Startelf zurück, Leandro Di Gregorio wich – für Tobias Schättin – auf die linke Seite. Die Anmerkung dazu: Di Gregorio, am Mittwoch noch erster der erfolgreichen Elfmeterschützen, war einfach zu diskret.

Im Mittelfeld trat Kreso Ljubicic als «Sechser» anstelle Marco Mangolds auf. Neben Luca Radice war der prominente Neue, Frontino, der dritte Mann – und nicht Karim Gazzetta. Ljubicic, das ist nicht anders zu werten, wurde den Ansprüchen an einen Führungsspieler erneut nicht gerecht. Wer also zwischen ihm und Mangold wählen muss, wählt Mangold. Radice war ein weiteres Mal, eigentlich wie stets in diesem Frühjahr, zu blass. Auch von einem eigentlich spielstarken Routinier wie ihm muss mehr Einfluss verlangt werden. Frontinos Debüt, zuletzt in der Rolle des «Sechsers», war nicht schlecht. Er war ballsicherer als die andern, aber der entscheidende Zug glückte auch ihm nicht. Es ist aufs erste Zusammenspiel mit seinem alten Kumpan Mangold zu warten.

Das Angriffsduo bildeten diesmal anfangs Manuel Sutter und Romain Dessarzin statt Luka Sliskovic und Silvio. Später trat Sliskovic doch noch auf, wie auch Gazzetta und Cani. Keiner leistete noch den erfolgreichen Beitrag eines Jokers, wie das in der kurzen Amtszeit des Duos Romano/Dario Zuffi wiederholt der Fall gewesen war, auch in Bern. Vor allem aber war Silvio nicht zu erset-zen, der Brasilianer, der in jedem der ersten fünf Spiele dieses Jahres ein Tor geschossen hatte, der mit seiner Arbeitsmoral und seinem Zweikampfwillen zweifellos eine Bestbesetzung gegen diese drei robusten Innenverteidiger Le Monts gewesen wäre. Aber Silvio hatte sich in Bern einen Fuss verknackst, er war nicht rechtzeitig matchfit. Er ist, wie Mangold, als Sieger von Bern indirekt auch ein Sieger von Baulmes.

Also war die Rückkehr des FCW aus den Höhen der Cup-Halbfinals in die Niederungen der Challenge League schmerzhaft. Und für ihn sind die Niederungen dieser Liga besonders tief. Vom ungewissen Schicksal des FC Wil mal abgesehen, ist er jetzt gemäss Tabelle der Abstiegskandidat Nummer 1. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Le Mont – FC Winterthur 1:0 (0:0)

Sonntag, 5. März 2017, 15.00h -Sous-Ville, Baulmes. – 200 Fans (offiziell 450 ..., davon 50 aus Winterthur). – SR Gut.

Tor: 11. Sessolo 1:0.

Le Mont: Faivre; Rogulj, Tall, Epitaux; Lawson, Zambrella, Ndzomo, Marazzi; Mobulu (70. Cortelezzi), Sessolo; Pimenta (70. Bengondo).

FCW: Von Ballmoos; Hebib, Katz, Schuler; Avanzini, Ljubicic (81. Cani), Di Gregorio (66. Sliskovic); Frontino, Radice (69. Gazzetta); Dessarzin, Sutter.

Bemerkungen: Le Mont ohne Titie, Krasniqi, Feuillassier (verletzt) und Cabral (nicht im Aufgebot). – FCW ohne Russo, Roth, D’Angelo, Silvio (verletzt), Kamber, Nsiala und Rafhinha (U21); erstes Spiel von Gianluca Frontino; Sliskovic nach seiner Einwechslung Sturmspitze, Sutter linker Aussenläufer.

Verwarnungen: 41. Hebib (Foul). 48. Marazzi (Foul). 53. Katz (Foul; fürs Spiel gegen Xamax gesperrt). 68. Tall (Reklamieren). 84. Faivre (Zeitspiel).

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