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18.02.2017, 10:43 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Mal ein 4:0, mal ein 1:4

LANDBOTE: Umberto Romano und Dario Zuffi starten am Montag gegen Wohlen in ihre Zeit als FCW-Trainer. Es geht um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Aber ein erstes Spiel gab noch kaum Aufschluss, was danach aus einem FCW-Coach wurde.

 

1999 kehrte der FCW unter dem deutschen Spielertrainer Peter Knäbel in die Nationalliga B zurück. In den fünf Jahren danach wurde auf der Winterthurer Bank so oft gewechselt, wie es nur in einem instabilen, problembeladenen Verein sein kann – und das war der FCW in jenen Jahren, da ihn Hannes W. Keller als neuer Präsident erst vor dem Konkurs retten musste.Knäbel war 1999/2000 nochmals ein ganzes Jahr im Amt. Martin Rueda wurde dann, trotz guter Resultate, im Winter 2000 verabschiedet, für ein halbes Jahr kam Walter Grüter. Dasselbe Szenario eine Saison später: Urs Schönenberger musste im Winter gehen, obwohl er wie zuvor Rueda die Auf-/Abstiegsrunde erreicht hatte. René Weiler, zusammen mit Iwan Koritschan, blieben dann anderthalb (Krisen-)Jahre. Die Spielzeit 2002/03 begann der FCW mit acht Punkten Abzug, am Ende war er NLB-Letzter, aber nicht Absteiger. Denn der FC Lugano und Lausanne-Sports gingen in Konkurs. 2003/04 war der ehemalige Torhüter Yannick Schwéry der erste Trainer, nach ein paar Runden wurde er durchs Duo Weiler/Hanjo Weller abgelöst, fürs Frühjahr kam der Italiener Gianni Dellacasa. Der rutschte zuerst ganz ans Tabellenende, schaffte dann aber die Rettung doch noch – mit 16 Punkten aus 16 Spielen. Der FCW wurde Drittletzter, nur Delémont stieg ab.

Es folgte die Zeit der Stabilität unter Hannes W. Keller – mit zwei Trainern in zehn Jahren, beide allerdings mittelprächtig erfolgreich.

Mathias Walther: Niederlage nach früher Führung. Von 2004 bis 2009 führte der junge Baselbieter den FCW als Trainer und Sportchef, mit 166 Meisterschaftsspielen für den FCW wurde Walther der Trainer der Neuzeit mit den meisten Matches. Er begann betont optimistisch, und dann schoss sein Verteidiger ­Simone Gandolfo schon in der7. Minute des Startspiels in Yverdon das 1:0. Aber der FCW verlor noch 1:2; am Ende der Saison war er nur Elfter, Yverdon stieg auf.

Platz 5 in seiner vierten Saison, 2008/09, war Walthers bestes ­Ergebnis in der Liga. Der Höhepunkt seiner Amtszeit: Der Cup-Halbfinal 2006 (0:1 gegen Sion) nach dem legendären 4:2 gegen die Grasshoppers in den Sech-zehntelfinals. Nach fünf Jahren musste Walther gehen, später als die meisten FCW-Fans gerne gesehen hätten. Seine Bilanz: 220 Punkte aus 166 Ligaspielen. Der – mässige – Schnitt: 1,32 Punkte pro Spiel.

Boro Kuzmanovic: ein 0:0 beim Nachbarn. In Schaffhausen, wo er einst selbst jahrelang gespielt hatte, startete Kuzmanovic seine fünf Jahre auf der FCW-Bank. Seine erste Serie war allerdings gut, acht Spiele ohne Niederlage. Insgesamt wurde seine Amtszeit etwas besser als jene Walthers, denn auch er kam einmal in die Cup-Halbfinals (und verlor den denkwürdigen Match im April 2012 gegen den FC Basel 1:2). In der Liga wurde Kuzmanovic immerhin zweimal Dritter, sein Punkteschnitt von 1,51 pro Spiel ist der beste eines Trainers seit dem Wiederaufstieg, der länger als ein halbes Jahr im Amt war; länger also als Rueda (1,8 Punkte in der Qualifikation im Herbst 2000) und «Longo» Schönenberger (1,77 ein Jahr darauf). Aber wirklich weiter brachte auch Kuzmanovic den Klub nicht.

Im Sommer 2015 trat Hannes W. Keller als Präsident zurück, seine dauerhafte Nachfolge ist noch immer nicht geregelt. Und als wärs ein Zeichen, wurde der FCW inzwischen auch wieder ein Verein unerfreulicher Instabilität auf der Trainerbank. In nur zweieinhalb Jahren gings von Jürgen Seeberger, das Interimsduo Umberto Romano/Dario Zuffi und Sven Christ zur – erhofften – Dauerlösung Romano/Zuffi.

Jürgen Seeberger: das fulminante 4:0. Der Konstanzer Seeberger war im Juli 2014 erst zehn Tage vor Saisonbeginn ins Amt eingesetzt worden. Aber gestartet ist er dann fulminant. Gegen den FC Wil, der dem FCW zuvor immer wieder schmerzliche Niederlagen zugefügt hatte, traf João Paiva schon in der 7. Minute zum 1:0, am Ende stand ein 4:0. Aber nach nur knapp anderthalb Jahren, zwei Runden vor Schluss im Herbst 2016, wars vorbei mit Seebergers Wirken, die Tendenz war negativ geworden. Als er ging, war die Mannschaft Neunter, sein Schnitt: 1,38 Punkte für insgesamt 72 aus 52 Ligamatches.

Sven Christ: Dreierabwehr und 1:4. Romano und Zuffi hatten dem FCW mit zwei Siegen in Chiasso und gegen Wil geholfen, nicht nahe am Tabellenende, sondern als Dritter zu überwintern. Eine gute Ausgangslage für Nachfolger Christ. Aber dann startete er so ganz anders als Seeberger: diesmal wars kein 4:0, kein knapper Sieg, nicht mal ein Punkt, sondern ein 1:4 gegen Wohlen auf der Schützi. Schon in der 2. Minute überwand Samir Ramizi die Winterthurer Dreierabwehr, die Christ als kleinen Überraschungscoup eingesetzt hatte und mit der er grandios scheiterte.

Für Seeberger war ein 4:0 nicht der Beginn einer nachhaltigen Erfolgsphase, für Christ wurde das 1:4 irgendwie doch zum Sinnbild einer verunglückten Amtszeit, die schliesslich nur ein Jahr und zwei Runden währte. Geradezu abstiegsverdächtig war, in 37 Meisterschaftsspielen nur 39 Pünktchen geholt zu haben, in der laufenden Saison nicht mal mehr einen pro Match. Ungeschlagen blieb Christ mit dem FCW im Cup, doch den Viertel­final in zehn Tagen in Bern darf er nicht mehr spielen.

Jetzt treten Umberto Romano und Dario Zuffi wieder an. Auch sie beginnen mit einem Heimspiel gegen Wohlen. Kaffeesatz lesen soll dazu keiner, aber ein nächstes 1:4 wäre eine ganz schlechte Sache. Ein 1:4 wie es zum Symbol der Amtszeit Christs wurde, von jenem gegen Wohlen zu jenen zuletzt in Chiasso und gegen Servette. hjs

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