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06.05.2017, 11:05 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Pressevorschau: Den Standard halten – auch ohne Druck

LANDBOTE: FC Wohlen – FC Winterthur ist kein Abstiegskampf mehr. Dieses «Problem» hat Le Monts Präsident Serge Duperret mit seinem angekündigten Rückzug gelöst. In Winterthur beginnt damit die Zeit der Vorbereitung der neuen Saison.

 

Einen wesentlichen Unterschied zwischen dem FCW aus dem Freiamt und jenem aus Winterthur gibts natürlich: Die Winterthurer können sich ihres Platzes in der Challenge League sicher sein, weil sie die Lizenz für die neue Spielzeit in erster Instanz erhielten. Immerhin, sie fanden mit vier Siegen in Serie, mit 14 Punkten aus sechs Spielen ohne Niederlage auch auf dem Platz den klaren Kurs zur Rettung. Sie sind jetzt Sechster statt Letzter. Die Wohler aber müssen nun auf zweiter Ebene um ihren Platz kämpfen, denn sie erhielten die Lizenz nicht, sie sind wegen ihres Stadions auf der Kippe.

«Nicht kampflos»

Zwischendurch hatte es sogar danach ausgesehen, als könnten die Aargauer um ihren Ehrenpräsidenten René Meier den selben Weg wie Le Mont wählen. Aber dann haben sie sich doch zum Rekurs entschlossen. «Kampflos verabschieden wir uns nicht aus dem Profifussball,» liess sich Meier nach der massgeblichen Aktionärssitzung vernehmen. Also reichte der FC Wohlen flugs ein Baugesuch für eine neue Flutlichtanlage ein. Der Unterstützung der Gemeinde Wohlen versicherte er sich ebenfalls. Im Sinne des Fussballs wäre natürlich zu wünschen, der FC Wohlen erhalte rechtzeitig die neue Anlage, wie sie für einen Profibetrieb auch erforderlich ist, und die Liga bleibe davor verschont, einem weiteren Klub die Lizenz versagen zu müssen. 

In Chiasso gibts ja auch deutliche Anzeichen, dass die Flutlichtanlage rechtzeitig aufgebessert wird. Ehe der FC Chiasso fristgerecht den Rekurs einreichte, lieferte die Gemeinde die Grundlage, indem sie einem Kredit über 650 000 Franken für die Flutlichtanlage zustimmte.

Dass sich die Lage im Lizenzwesen grundsätzlich unbefriedigend darstellt, ist trotz dieser beiden womöglich erfolgreichen Kämpfe von Aargauern und Tessinern vor zweiter Instanz offensichtlich. Zu oft wiederholt sich in der Challenge League – in den letzten Jahren mit den «Fällen» der AC Bellinzona, Servettes, des FC Biel und nun vor allem des FC Wil -, dass Vereine, die scheinbar solide in die Saison gingen, fallierten. Es gab in dieser Saison aber auch den eigentlich besonders bedenklichen Fall in der Super League, dass der FC Thun einen Hilferuf aussandte, er benötige kurzfristig anderthalb Millionen fürs Überleben. Und das im Spätherbst, nur ein paar Monate, nachdem er die Lizenz erhalten hatte ...

Unbestrittene Trainerfrage

Der FC Winterthur aber kann nun, ungeachtet der letzten sechs Resultate auf dem Feld, dazu ansetzen, die neue Saison zu planen – mit seinem um ein paar hunderdtausend Franken auf 3,9 Millionen reduzierten Budget. Antworten zu geben sind zu offenen Führungsfragen (Präsident/Sportchef), bereits in Diskussion sind die Vorstellungen zu den Personalien der 1. Mannschaft. Dazu gehört eigentlich auch die Trainerfrage. Die allerdings sollte nur eine rhetorische sein. Dass das Duo Umberto Romano/Dario Zuffi die Führung des «Eins» auf Dauer übernimmt, ist in allgemeinem Interesse – und dürfte auch nicht an Diskussionen über einzelne Personalfragen scheitern.

Romano will auch ohne den Druck des Abstiegskampfes, der in den vergangenen Wochen durchaus förderlich zu wirken schien, eine Mannschaft sehen, die möglichst konstant auf jenem – guten – Niveau spielt, das als ihr Standard zu sehen ist. Es gibt ja auch einen statistischen Anreiz: Seit der FCW – mit Dario Zuffi noch als älterem Stürmer – in der Saison 1998/99 mit 21 Siegen, 4 Unentschieden und nur einer Niederlage durch die 1. Liga marschierte, hat er nie mehr in einer Saison fünf Spiele hintereinander gewonnen. Fünf Siege in Folge schaffte in diesem Jahrtausend einzig Boro Kuzmanovic, allerdings saisonübergreifend: Er gewann die letzten drei Spiele der Saison 2011/12 und die ersten beiden der Saison 2012/13.

Ersatzbank wieder besetzt

In Wohlen muss Romano morgen sein zuletzt gegen den FC Aarau siegreiches Team umbesetzen: Im Mittelfeld erhält Nachwuchsmann Tiziano Lanza wieder mal eine Chance von Beginn weg, als Ersatz für den nach acht Verwarnungen gesperrten Robin Kamber. Captain Patrik Schuler und Zlatko Hebib trainierten auch gestern noch nicht wieder mit der Mannschaft, wie die Langzeitverletzten Marco Mangold und Gianluca D’Angelo. Und doch war das Feld wieder wesentlich bevölkerter als noch zu Wochenbeginn, denn es trainierten auch Michel Avanzini, Manuel Sutter und selbst Daniele Russo wieder mit. Die Ersatzbank wird auf Niedermatten also wieder voll besetzt sein – und nicht nur mit drei Feldspielern ...

Wohlen und Winterthur sind übrigens die beiden «dienstältesten» Klubs der Challenge League: Die Winterthurer spielen seit ihrer Rückkehr aus der 1. Liga 1999 zweitklassig, die Aargauer seit ihrem ersten Aufstieg 2002. Die Bilanz übrigens spricht – leicht überraschend – für die Wohler, mit 18 Siegen und 15 Niederlagen in 41 Ligaspielen. (hjs)

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