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10.04.2017, 18:51 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Der FCW holt «Big Points»

LANDBOTE: Im Aarauer Brügglifeld, wo er wunderselten Erfolg hatte, sammelte der FCW vier Tage nach dem grossen, aber glücklosen Cup-Auftritt gegen Meister Basel drei sehr wichtige Punkte im Abstiegskampf. Der 3:2-Sieg war eigentlich eine «klare» Sache, auch wenn er in den letzten Minuten noch in Gefahr geriet.

 

Es war ein besonderer Moment für den FCW in dieser Zeit, da er in der Challenge League ans Tabellenende abgerutscht ist. Im Cup hat er sich mit Ruhm bedeckt. Zuerst mit dem Elfmetersieg gegen die Young Boys, die Nummer 2 des Landes, dann – fast noch mehr – mit seiner Leistung am Mittwoch gegen den grossen FCB. Doch wichtiger war, Auftritte wie diese in der Meisterschaft zu bestätigen. Vier Tage nach dem Triumph in Bern war dies, mit einer schwachen Leistung und einem 0:1 beim FC Le Mont, nicht annähernd gelungen. Diesmal glückte es – resultatmässig, zu einem guten Teil aber auch leistungsmässig.

Auf jeden Fall war dieser Sieg im Brügglifeld verdient. Abgesehen von der Endphase, als sich die offensichtlich ziemlich entkräfteten, nach drei Defensivwechseln aber auch ganz aufs Verteidigen ausgerichteten Winterthurer nur noch über die Zeit retten wollten, waren sie die eindeutig zupackendere, die bessere Mannschaft. Es wäre jedenfalls in Anbetracht des Spielverlaufs, aber natürlich auch der Tabellenlage ein bedeutenderes Ärgernis gewesen, hätte der FCW diese Chance zum Sieg nicht genutzt.

Jetzt trifft auch Frontino

Denn so sicher wie diesen hat er in der Fremde in der ganzen Saison noch keinen Match auch nur annähernd kontrolliert. Schliesslich hatte er von seinen ersten 13 Auswärtsspielen nur eines gewonnen, und dieses 1:0 in Chiasso ging auf den 2. August zurück. Drei Tore auf fremdem Platz haben die Winterthurer schon gar nicht geschafft – bis gestern.

Die ersten zwei fielen schon bis zur 18. Minute – zuerst durch Robin Kamber, der gleich nach zwei Eckbällen Gianluca Frontinos hintereinander zum Kopfball kam. Beim ersten Mal wehrte Goalie Ulisse Pelloni stark ab, beim zweiten hatte er keine Chance. Das 2:0 Silvios bereitete Luca Radice mit einem starken Flügellauf vor, Silvios erfolgreicher Versuch war dann der dritte . . . Bei Halbzeit konnte man zufrieden sein, wie die Winterthurer die Geschehnisse kontrolliert, wie wenig sie den Aarauern gestattet hatten. Man musste gar sagen: Eigentlich hätte das Resultat noch höher, noch beruhigender ausfallen müssen. Aber Frontino, im Prinzip ein sehr valabler Skorer, scheiterte nach einem Zuspiel Silvios mal gar mausbeinallein vor Pelloni.

Romano: «Stehend k. o.»

Dass den Aarauern in Spiel 1 nach dem Theater um die Vertragsverlängerung des Trainers Marco Schällibaum gleich Sekunden nach der Pause das 1:2 gelang, war für die Winterthurer deutlicher Hinweis, dass der Match noch keineswegs gewonnen war. Aaraus Winterthurer Alessandro Ciarrocchi war nach einem Freistoss Sébastien Wüthrichs mit dem Kopf erfolgreich.

Aber die Winterthurer blieben beherrschend, nur Frontino liess sich Zeit mit seinem ersten Tor für den FCW. Denn zuerst streute er noch einen Pfostenschuss ein, ehe er in der 55. Minute endlich traf. Karim Gazzetta leistete mit einem energischen Antritt, mit dem er eigentlich die ganze Aar­auer Abwehr düpierte, und einem präzisen Rückpass die Vorarbeit. Entschlossen wurde sie aus rund zehn Metern von Frontino genutzt.

Die Aarauer bemühten sich fortan zwar, aber Bedeutendes gelang ihnen nicht. FCW-Trainer Umberto Romano fiel allerdings auf, dass zumindest Einzelne seines Ensembles allmählich «stehend k. o.» waren, wie er sich ausdrückte. Also schickte er neue Kräfte aufs Feld. Der Reihe nach kamen in den letzten 20 Minuten Guillaume Katz, Tiziano Lanza und Julian Roth für Kamber, Gazzetta und Silvio; es erschienen defensive für offensivere Kräfte. Der FCW ordnete sich also für einen Abwehrkampf, der in Anbetracht der Tagesform des Gegners etwas übertrieben wirken mochte, aber von Romano als richtig gesehen wurde – umständehalber so kurz nach einem Fight wie jenem gegen den FCB.

Die Lage der neun Winterthurer Verteidiger (plus Frontino) verschärfte sich, als Juan Pablo Garat trotz der nun nominell starken Präsenz von Winterthurer Kopfballspielern in der 85. Minute ein Kopftor zum 2:3 gelang. Dabei blieb es noch für je fünf reguläre und fünf zusätz­liche Spielminuten. Die Aarauer mussten ja auch noch hinnehmen, dass bereits zum zehnten Mal in dieser Saison einer der Ihren den Match wegen eines Platzverweises nicht beendete. Diesmal trafs, schon zum zweiten Mal, Oliver Jäckle.

Gazzetta immer wichtiger

Als der so wichtige «Dreier» dann auf dem Konto stand und er zuerst mal durchgeatmet hatte, lobte Romano seine Mannschaft: für ihre «Leidenschaft», wie sie gekämpft und lange Zeit auch gespielt hatte. «So müssen wir jetzt weitermachen», fügte er bei. Ihm war bewusst, wie wichtig fürs Selbstvertrauen der Mannschaft war, dass sie endlich in einem sehr wichtigen Moment punktete und nicht auf den – für die Meisterschaft unerheblichen – Cup-Lorbeeren hocken blieb.

Es war in der Tat, von der Endphase mal abgesehen, erfreulich, welche Kombination der FCW in diesem bedeutsamen Spiel zustande brachte: Er liess ziemlich wenig zu und spielte sich eine Zahl guter Torchancen heraus, die eigentlich zu mehr als drei Treffern hätten reichen müssen. Es war grösstenteils der Auftritt einer Mannschaft, die einsatzvoll verteidigen und in ihren guten Momenten klarlinig angreifen konnte.

Der Mann, der dafür am besten stand, war Karim Gazzetta. Der 22-jährige Romand, der verletzt ausgefallen war, kaum war er im Herbst von Servette gekommen, hat sich in den nur wenigen Einsätzen in den vergangenen Wochen zu einer Stütze im Mittelfeld entwickelt. Zum einen aggressiv und deshalb defensiv stark in den Zweikämpfen, zum andern aber auch fähig zu offensiven Akzenten.

Es war also eine geschlossene Mannschaft, die da auftrat, vom Erscheinungsbild kein Tabellenletzter. Aber dass sich das bald auch in der Rangliste erkennen lässt, ist nun nächstes Ziel. «Winterthur kam besser ins Spiel, war aggressiv und hatte es dann weitgehend im Griff», sagte auch Gegner Schällibaum. «Obwohl am Ende der Ausgleich noch möglich war, wars ein verdienter Sieg.» Er wird sich wohl auch gedacht haben, man habe gesehen, für wen dieser Match wichtiger war.

Was es für den FCW heisst, im Brügglifeld zu gewinnen, zeigt ja auch dies: Es war – nach dem 2:1 im August 2015 dank Weitschusstoren Patrick Bengondos und Marco Mangolds – der erst zweite FCW-Sieg in Aarau in 50 Jahren! Es waren «Big Points» in einer Liga, in der weiterhin sechs Klubs ihres Klassenerhalts nicht sicher sein können. Am wenigsten nach seinem Heim-1:4 gegen Wohlen wohl der FC Wil, wenn er definitiv die sechs Punkte verliert, die ihm in erster Instanz von der Liga abgezogen wurden.

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Aarau – FC Winterthur 2:3 (0:2)

Brügglifeld. – 3329 Zuschauer. – SR Schnyder.

– Tore: 5. Kamber 0:1. 18. Silvio 0:2. 46.

Ciarrocchi 1:2. 55. Frontino 1:3. 85. Garat 2:3.

– Aarau: Pelloni; Markaj, Thrier, Garat, Mehidic;

Jäckle; Wüthrich, Audino (62. Romano);

Ciarrocchi, Rossini (62. Josipovic), Tréand (81.

Hemmi). – FCW: Von Ballmoos; Hebib, Schuler,

Schättin; Di Gregorio, Ljubicic, Radice;

Kamber (73. Katz), Gazzetta (84. Roth); Frontino,

Silvio (81. Lanza). – Bemerkungen:

Aarau ohne Nganga (gesperrt), Besle (krank),

Thaler, Burki und Peralta (verletzt). – FCW

ohne Sutter (gesperrt und verletzt), Russo,

Mangold, D’Angelo (verletzt) und Avanzini

(krank). – 50. Pfostenschuss Frontinos. –

Platzverweis: 88. Jäckle (zweite Verwarnung

wegen Fouls; erste in der 47.); 10. Platzverweis

Aaraus in dieser Saison. – Verwarnungen:

24. Ljubicic (Foul). 82. Josipovic (Foul).

 

84. Katz (Foul). 92. Frontino (Unsportlichkeit).

 

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