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27.11.2016, 22:50 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Der FCW bringt sich in Gefahr

LANDBOTE: Der FCW bot dem FC Schaffhausen die Chance, nach elf Spielen mit nur einem Punkt wieder mal zu gewinnen. Nach diesem 0:1 rutscht er selber immer tiefer in die Probleme. Mit nur noch drei Pünktchen und vier Törchen aus den ersten sieben Spielen des zweiten Quartals.

 

Der FC Schaffhausen kam besser ins Spiel und hätte früh in Führung gehen können, wenn nicht müssen. Der FCW hatte später genügend Chancen für mindestens ein Tor. Je länger dieser zwar hart umkämpfte, aber auch fehlerreiche Match dauerte, desto offensichtlicher wurde: Wem es doch mal gelingen sollte, ein Tor zu erzielen, der würde diese drei Punkte gewinnen. Die für beide so eminent wichtig waren. Für die Schaffhauser, weil ihnen drohte, am Tabellenende festgehalten zu werden. Für die Winterthurer, weil ihnen drohte, Platz 10 immer näher zu kommen.Es war natürlich auch das Duell zweier Mannschaften, denen die schlechten Ergebnisse der letzten Zeit anzumerken waren, die darob belastet wirkten. Die Schaffhauser von elf Spielen ohne Sieg (und mit nur einem Punkt gegen den FCW) seit dem 11. August; die Winterthurer von sechs Spielen ohne «Dreier» (und mit nur drei Punkten) seit dem 26. September.

Wer nicht einmal schiesst ...

Es hätte, je länger der Anlass dauerte desto weniger, überrascht, wäre es beim 0:0 geblieben, das für den FCW doch erträglicher gewesen wäre. Denn es unternahmen doch beide Mannschaften einiges, «die Null» zu halten – allerdings jene des Gegners. Die erste grosse Chance der Schaffhauser war, schon nach sieben Minuten, gleich eine doppelte, aber ihr jugendlicher Topskorer Shkelqim Demhasaj scheiterte zweimal an Torhüter David von Ballmoos. Und eine Viertelstunde vor Schluss hätte Faruk Güls Kopfball aus bester Lage eigentlich im FCW-Tor landen müssen.

Die Winterthurer hatten in der zweiten Hälfte der ersten 45 Minuten drei erstklassige Chancen. Diese brachten kein Tor, ohne dass Goalie Ilija Kovacic auch nur einmal hätte eingreifen müssen. Sekunden vor Halbzeit landete ein Kopfball Luca Radices nach gutem Angriffszug am Pfosten. In der zweiten Halbzeit musste Kovacic bestenfalls bei einem Kopfball des kleinen Romain Desssarzin ernsthaft eingreifen. Die Regel aber war, dass die Winterthurer selbst aus bester Position das Tor nicht trafen (wie Manuel Sutter) oder gar darauf verzichteten, zum Schuss auch nur anzusetzen (wie Silvio). Einmal sah es allerdings so aus, als sei Radice im Strafraum gefoult worden.

Aber darüber darf sich nicht aufhalten, wer – wie Silvio – nicht mal schiesst, wenn er sich nach einem aufwendigen Dribbling an mehreren Gegnern vorbei acht Meter vor dem Tor in beste Position gebracht hat. Silvios Einsatz war wieder erstklassig, selbst defensiv. Aber ein Stürmer muss irgendwann mal etwas aus seinen Chancen machen. Was auch für Manuel Sutter gilt.

Tadic – Schaffhauser Trumpf

Es nahte allmählich die Zeit der Wechsel. Und da fanden beim FCW keine statt, die ein Gewinn gewesen wären, ja vielleicht verkomplizierten sie das Ganze eher. Schaffhausens Axel Thoma dagegen spielte seinen Trumpf aus: Für Demhasaj, der Daniele Russo anfangs Probleme bereitet hatte, dann aber wirkungslos geworden war, ging. Es kam Igor Tadic, der von einem Kreuzbandriss genesene Topskorer.

Und sieben Minuten vor Schluss, kaum war ein gefährlicher FCW-Eckball in höchster Not abgewehrt worden, hoben die Schaffhauser zum entscheidenden Konter an: Gianluca Frontino, den der ins zentrale Mittelfeld umgesiedelte Radice unbehelligt liess, spielte den «tödlichen» Pass auf Tadic. Der enteilte Tobias Schättin, und dann hatte er eben noch die Kraft des Eingewechselten, vor allem aber auch die Ruhe des Skorers, alleine vor von Ballmoos diese Gelegenheit zu nutzen. Er tat es so souverän wie vor gut einem Jahr, als er, ein paar Wochen vor seiner schweren Verletzung, zum bisher letzten Mal mit dem FCS auf die Schützenwiese gekommen war. Auch damals lief er nach einem Konter alleine auf von Ballmoos zu und traf zum 0:1, das entscheidend war, weil das 0:2 erst ganz kurz vor Schluss fiel.

So gewannen die Schaffhauser dank der Qualität, die zwei ihrer wenigen Spitzenspieler in einem bedeutenden Moment ausspielten. Natürlich war es ein glücklicher Sieg, aber die Schaffhauser werden bei der grausam langen Serie ihrer Misserfolge auch ab und zu Pech gehabt haben. Vor allem aber darf sich nicht über mangelndes Glück beklagen, wer aus seinen Torchancen so wenig macht wie der FCW diesmal. «Es war ein harter Kampf und die Spieler haben endlich mal den Lohn erhalten,» beschrieb Thoma das allgemeine Aufatmen. Und das Tor: «Wir haben einmal gut reagiert auf eine gegnerische Aktion, schnell gekontert und die Situation ausgenutzt. Die Moral war ja immer da.» Granit Lekaj, der Verteidiger mit FCW-Vergangenheit, sagte: «Es musste ja mal kommen ... Es war ein ausgeglichener Kampf.»

Bald 300 Minuten ohne Tor

Die Winterthurer wirkten gezeichneter von dieser Niederlage als von jeder andern. «Von diesem Spiel bleibt nur,» sagte Trainer Sven Christ, «dass wir es verloren haben. Das ist eine sehr wichtige Niederlage, die müssen wir jetzt erst verarbeiten.» Sie und eben nicht die Schaffhauser hätten «den entscheidenden Fehler gemacht.» Aber natürlich stellte auch er fest, was «vorne» mit den Chancen gemacht worden war.

«Wir haben als Mannschaft verloren,» fügte er noch bei. Dennoch wird er bei seiner «Verarbeitung» ein genaueres Auge auf seine «Doppelsechs» richten müssen, die erstmals vom ursprünglichen Duo erster Wahl, Kreso Ljubicic und Gianluca D’Angelo, gebildet wurde. Ljubicic hatte die Kraft durchzuspielen, ordentlich, aber (noch) nicht mit der Wirkung des Chefs. D’Angelo hat diese Fitness (noch) keineswegs, er wurde nach 67 Minuten ausgewechselt – allerdings nicht gegen einen andern «Sechser», sondern durch Offensivkraft Luca Sliskovic, was weitere Umstellungen erforderte. Von D’Angelo blieben eindeutig mehr – durchaus bedrohliche – Ballverluste als gute Aktionen in Erinnerung.

Und irgendwann wird auch die Lage des Vereins gefährlich. Auf jeden Fall wird es schwierig, sie vor der Winterpause zu verbessern, am kommenden Samstag in Genf und dann im Heimspiel gegen den grossen FCZ. Wohlen und Schaffhausen wären die Gegner gewesen, die Dinge rechtzeitig zu regeln. Aber beide Male reichte dem Gegner ein Tor für drei Punkte, und der FCW wartet nun schon über drei Matches auf ein Törchen. Seit Manuel Sutters 1:0 auf dem Weg zum 1:1 in Aarau sinds nun schon 296 torlose Spielminuten.

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Winterthur – FC Schaffhausen 0:1 (0:0)

Sonntag, 27. November 2016, 15.00h - Stadion Schützenwiese – 3100 Fans - SR Jancevski. – Tor: 83. Tadic 0:1.

FCW: Von Ballmoos; Avanzini, Russo, Schättin, Di Gregorio (85. Kamber); Dessarzin (80. Nsiala), Ljubicic, D’Angelo (67. Sliskovic), Radice; Manuel Sutter, Silvio.

Schaffhausen: Kovacic; Gonçalves (46. Mevlja), Lekaj, Neitzke, Menezes; Tranquilli (91. Seferagic), Frontino, Zock, Gül; Vilela; Demhasaj (71. Tadic).

Bemerkungen: FCW ohne Katz (Knieverletzung aus dem Freitagstraining), Schuler, Mangold, Krasniqi und Ersatztorhüter Minder (verletzt); Sliskovic nach seiner Einwechslung links im Mittelfeld, Radice im Zentrum; Nsiala nach seiner Einwechslung Sturmspitze, Manuel Sutter rechts im Mittelfeld. – Schaffhausen ohne Torhüter Grasseler, Fioravanti, Bunjaku, Facchinetti (verletzt) und Gautreaux (nicht im Aufgebot); Lekaj in der 2. Halbzeit Rechts-, der eingewechselte Mevlja Innenverteidiger. – 45. Kopfball Radices an den Pfosten.

Verwarnungen: 38. Zock (Foul). 43. Gül (Foul; fürs nächste Spiel gesperrt). 62. Vilela (Foul; fürs nächste Spiel gesperrt). 90. Tranquilli (Foul). 90. Frontino (Unsportlichkeit). 91. Kamber (Foul).

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