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21.11.2016, 11:14 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Ein schwacher Tag des FCW

LANDBOTE: Vier Tore und ein Pünktchen aus sieben Spielen waren die Heimbilanz des FC Wohlen – bis am Samstag der FC Winterthur auf Niedermatten kam. Danach hatten die Wohler ihren ersten Sieg auf dem Konto, dank einem Tor Janko Pacars in der 27. Minute.

 

In jener entscheidenden Szene köpfelte Pacar aus etwa zehn Metern einen Flankenball, den Marco Muslin von links getreten hatte, in die weitere Ecke des FCW-Tores.

50 Spielminuten später wiederholte sich das Ganze in umgekehrter Besetzung – und mit leicht anderem Ausgang: Diesmal schlug der Winterthurer Linksfuss Tobias Schättin den Flankenball; diesen lenkte, praktisch vom selben Quadratmeter wie vorher Pacar, Luca Radice weiter. Doch anders als der Wohler köpfelte Radice den Ball knapp am ferneren Pfosten vorbei.

Es blieb danach nochmals eine Viertelstunde lang beim 1:0, das für den FC Wohlen ein kleiner Befreiungsschlag war, für die Winterthurer eine nächste Enttäuschung. Sie sind zwar weiterhin nur drei Punkte vom Vierten entfernt. Aber das Tabellenende rückt allmählich nahe. Verliert der FC Schaffhausen heute Abend auf der heimischen Breite gegen Aarau nicht, sinds vor seiner sonntäglichen Reise nach Winterthur nur noch sechs Längen, die der FCW vor dem Letzten liegt. Vor allem aber ist die Tendenz gefährlich negativ, mit drei Punkten aus den sieglosen sechs Spielen des zweiten Quartals.

«Abschluss zu wenig gesucht»

Dieses samstägliche Regenspiel im Aargau liesse sich so zusammenfassen: Auf einem schlechten Platz hat der FCW ein schlechtes Spiel gegen eine schlechte Mannschaft verloren. Er hat es zu Recht verloren, weil er – von jener Radices abgesehen – nicht eine klare Torchance herausspielte. Da brachten es die immerhin sehr kämpferischen Aargauer doch noch auf die eine oder andere gute Möglichkeit mehr. Beispielsweise jene in der 53. Minute, als die beiden Winterthurer Innenverteidiger Guillaume Katz und Daniele Russo nacheinander patzten, Muslin aber gleich zwei – ja man muss es so sagen – «hundertprozentige» Chancen zum 2:0 vergab.

Der FCW hat ein Spiel verloren, das er – wie es sein Trainer Sven Christ hinterher korrekt formulierte – «in den ersten 25 Minuten im Griff hatte». Er hat ein Spiel verloren, in dem er es in der zweiten Halbzeit auf deutlich mehr Ballbesitz brachte, als er den nur noch verteidigenden Gegner hart bedrängte, aber weiterhin kaum Torgefahr erwirkte. Also musste sein Trainer eben auch feststellen: Schon in der ziemlich dominanten Anfangsphase habe seine Mannschaft «den Abschluss zu wenig gesucht». Und im «Abnützungskampf», zu dem der Match in der zweiten Halbzeit geworden sei, «kamen wir zu wenig in den Strafraum. Wir hatten viel Ballbesitz, ja, aber zu wenig Biss.» Zu wenig Biss, zu wenig Durchschlagskraft wieder mal dort, wo die wichtigen Dinge passieren. Radices Chance und sonst kaum etwas – das ist doch etwas gar wenig.

Umstellungen ohne Wirkung

Aufgestellt hatte Christ seine Mannschaft wieder mit drei Innenverteidigern und zwei Aussenläufern. Im zentralen Mittelfeld begann Robin Kamber neben Kreso Ljubicic, als Sturmspitze mühte sich, wie üblich, Silvio ab. Noch vor der Pause fiel Michel Avanzini wieder mal verletzt aus. Nach 56 Minuten begab sich das Ereignis, dass Gianluca D’Angelo eingewechselt wurde. Fortan standen also Ljubicic und D’Angelo erstmals zusammen auf dem Feld; die beiden, die in den ursprünglichen Planungen die «Doppelsechs» erster Wahl sein sollten. Und die es, mangels Fitness, (noch) nie sein konnten. Ab der 60. Minute spielte der FCW schliesslich in einem 4-4-2, mit Manuel Sutter neben Silvio in der Spitze.

Zu werten ist die Entwicklung so: Spielerisch noch am besten sah der FCW in der Tat in den ersten 25 Minuten aus; optisch am überlegensten war er in den letzten 25. Aber mit taktischen Anweisungen war das weniger in Zusammenhang zu bringen, und vor allem blieb es ja bei der offensichtlichsten Schwäche: dass offensiv viel zu wenig zwingend gearbeitet wurde. Manche werden nach diesem Match auch sagen, die spielerisch mässig begabten Aargauer hätten leidenschaftlicher gekämpft. Man darf diesbezüglich als Hinweis nehmen, dass in einem Spiel auf spätherbstlich tiefem Geläuf, einem sogenannten Kampfspiel eben, keiner vom FCW verwarnt wurde. Keiner je in Gefahr geriet, Gelb zu sehen. Und das sicher nicht, weil es nicht nötig gewesen wäre, mal härter durchzugreifen.

Auf dem Platz standen zu Beginn sieben Neue des Sommers, ein achter kam, nach Avanzinis Auswechslung, hinzu. Von ihnen war Romain Dessarzin lange Zeit der agilste, aber auch er konnte sich nicht entscheidend durchsetzen; Silvio war genauso kämpferisch wie immer, aber nie im Abschluss. Unbefriedigend spielten vor allem Kamber, dem es für Spiele dieser Art auch am Biss fehlt, und Di Gregorio, der den Erwartungen nicht gerecht wird. Sehr glücklos war Manuel Sutter, zu wenig Einfluss erwarb auch Ljubicic, der eigentlich der Chef sein müsste. Ein zentrales Mittelfeld wie es zuerst Ljubicic und Kamber, danach Ljubicic und D’Angelo bildeten, ist nun wirklich kein ausreichend ausdauerndes und schlagkräftiges Herz einer Challenge-League-Mannschaft, die Erfolg haben soll.

Pacars gute Serie

So war logisch, dass die Winterthurer wieder nichts zu feiern hatten. Es zeichnet sich danach ein klassisches Zitterspiel ab, wenn am Sonntag der Nachbar aus Schaffhausen kommt, der seit dem 2:2 im Heimspiel gegen den FCW alle sechs Matches verloren hat. Damals, in der 8. Runde Mitte September, war es das Spiel des Vierten beim Fünften; am Sonntag kommt der Letzte (oder Zweitletzte) zum Achten. Zusammen haben die beiden Teams seither in 13 Spielen einen Sieg gefeiert, das 3:2 des FCW gegen Servette.

Immerhin, der Mann des Tages am Samstag auf Niedermatten hat eine Vergangenheit in Winterthur, ehe er sich – eher erfolglos – in Chiasso, bei Servette und Petrolul Ploiesti gar in Rumänien versuchte. Janko Pacar (26) schoss vom Februar 2013 bis Ende Mai 2014, in seinen anderthalb Saisons beim FCW, in 45 Ligaspielen vier Tore. Das ist eines weniger, als er in den letzten fünf Matches für den FC Wohlen schoss. Zwei zum 4:1 in Neuenburg, beide zum 2:0 in Chiasso, jetzt jenes gegen den FCW. Es waren die drei Siege der Wohler seit Ende September. Dank Pacar siegten sie nun sogar auf eigenem Platz, gegen Winterthurer, die einen schwachen Tag einzogen. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Wohlen – FC Winterthur 1:0 (1:0)

Samstag, 19. November 2016, 17.45h - Niedermatten. – 715 Fans (davon 100 aus Winterthur) – SR Schärli.
Tor: 27. Paçar 1:0.

Wohlen: Kiassumbua; Hajrovic, Stahel, Schmid; von Niederhäusern, Bicvic, Castroman, Janick Kamber; Schultz (93. Seferi), Muslin; Paçar (89. Dangubic).

FCW: Von Ballmoos; Katz, Russo, Schättin (81. Trachsel); Avanzini (38. Di Gregorio), Robin Kamber (56. D’Angelo), Ljubicic, Radice; Manuel Sutter, Dessarzin; Silvio.

Bemerkungen: Wohlen ohne Loosli (fällt mit Bänderriss am Knöchel bis Ende Vorrunde aus), Giampà, Graf (ebenfalls verletzt), Minkwitz und Lotti (nicht im Aufgebot); Trainer Francesco Gabriele wegen einer Sperre auf der Tribüne, Assistent Luigi Alvardi coacht. – FCW ohne Ersatztorhüter Minder, Schuler, Mangold, Gazzetta, Krasniqi, Lanza (verletzt) und Sliskovic (gesperrt); Avanzini verletzt ausgeschieden; ab der 60. Minute in einem 4-4-2 mit Di Gregorio und Schättin als Aussenverteidigern, Manuel Sutter und Silvio als Sturmspitzen; Trachsel nach seiner Einwechslung links offensiv, Radice Linksverteidiger.

Verwarnungen: 89. Paçar (Foul). 92. Dangubic (Unsportlichkeit)

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