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27.10.2016, 09:23 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Die gefeierte Doublette

LANDBOTE: Der FCW lag in Rückstand, er verschoss selbst einen Elfmeter, aber dann trug ihm eine Doublette von Kreso Ljubicic und Romain Dessarzin in der 66. und 68. Minute den 2:1-Sieg gegen den FC Chiasso und einen Platz in den Cup-Viertelfinals ein.

 

Am Schluss war die FCW-Gemeinde happy. Gewonnen, verdientermassen gewonnen war nach hartem Kampf das Spiel, das die Winterthurer im Cup überwintern lässt. Am Sonntagabend werden sie wisssen, auf den sie sich freuen dürfen.Gewonnen war ein Match, den der FCW gewinnen musste als spielerisch bessere Mannschaft als dieser FC Chiasso, der doch vor zehn Tagen mit einem 1:1 in der Meisterschaft von der Schützenwiese heimgefahren waren. Der FCW hatte die grosse Chance, gleich den richtigen Weg zu beschreiten, als Luka Sliskovic schon in der 3. Minute alleine vor Alessio Bellante, der Nummer 2 im Tor Chiassos, zum Schuss kam. Aber er scheiterte am jungen Goalie der Tessiner, der an diesem Abend den altgedienten Andrea Guatelli ersetzen durfte.

Wirklich schwierig wurde die Aufgabe dann in der 10. Minute, als nach Fehlern Robin Kambers und Guillaume Katz’ Chiassos Altmeister Alberto Regazzoni davonziehen und seinem 20-jährigen Kollegen Andrea Padula das 0:1 auflegen konnte. Nun waren die Tessiner in der Lage, sich zurückziehen, das Spiel verschleppen und so nach Möglichkeit den Gegner entnerven zu können. Der brachte es dann bis zur Pause nur selten fertig, den Aussenseiter unter Druck zu setzen; zu selten war sein Spiel vertikal. Dennoch sagte Trainer Sven Christ am Ende: «Wir haben in der ersten Halbzeit kaum etwas anders gemacht als nachher, wir haben nur einen Fehler begangen, dem das Tor folgte.»

Die Zuschauer allerdings waren zur Pause nicht zufrieden, es waren Pfiffe zu hören. Aber sie waren dann bereit, der Mannschaft in der zweiten Halbzeit zu helfen. Und die Mannschaft wirkte nun auch, was Christ allerdings anders sah, entschlossener, Druck zu machen. Erste Emotionen entzündeten sich an Szenen, die nach Elfmeter «rochen». Ein Handspiel nach wenigen Sekunden, ein Strafraumangriff auf Silvio nach einer Stunde. Aber irgendwie höhlte dann steter Tropfen doch den Stein: nach einem Eingreifen des 19-jährigen Samuele Delli Carri gegen Katz pfiff der Schiedsrichter nach einer Stunde den zuvor schon geforderten Penalty. Die Sache schien nicht zwingend, aber Sliskovic durfte anlaufen – nachdem er sich durchgesetzt hatte in der Diskussion mit Silvio, wer denn nun schiessen dürfte. Und Sliskovic, an zumindest an diesem Abend der Typ Knipser, der kein Tor schoss, scheiterte mit einem scharfen, aber unplatzierten Ball an Bellante.

Regazzonis «Matchball»

Das sind natürlich Dinge, die gar nicht brauchen kann, wer einem Rückstand nachläuft. Noch weniger hätten die Winterthurer ein 0:2 brauchen können, das den Match wohl definitiv gegen sie entschieden hätte und das kurz danach zu fallen schien. Regazzoni, ausgerechnet der ausgefuchsteste und nominell treffsicherste Tessiner, konnte alleine auf Matthias Minder zulaufen, der auch in dritten Cupmatch im FCW-Tor stand. Regazzoni wollte Minder umdribbeln, aber der Goalie reagierte brillant, stahl ihm den Ball vom Fuss.

Gleich danach ging Regazzoni, angeschlagen wie er war, vom Platz. Auf der andern Seite kam Romain Dessarzin für Manuel Sutter, dem wenig gelungen war. Und es folgten die für den FCW erlösenden Szenen: Eine erste wirklich starke Aktion Kambers, der nach einem Antritt einen starken Pass auf Silvio schlug; der setzte sich an der Strafraumgrenze mit grosser Entschlossenheit durch, und seinen Rückpass schlug Kreso Ljubicic aus 21 Metern zum 1:1 ins Tor. Kaum zwei Minuten später kam Dessarzin nach Vorarbeit Sliskovics und Kambers zum (Flach-)Schuss – 2:1. Die Schützi stand Kopf.

Obwohl ein Spiel nicht entschieden ist, so lange es 2:1 steht, geriet der FCW nicht mehr ernsthaft in Gefahr, hatten die Tessiner nicht mehr die Kräfte, eine Wende zu erzwingen. Der FCW hatte mit einer zweiten Halbzeit, die – zumindest aus der Perspektive der Zuschauer – endlich so leidenschaftlich war wie gewünscht, erzwungen, was von ihnen an diesem Abend auch erwartet werden durfte. Es war schliesslich die Vorstellung einer Mannschaft, der anzumerken war, dass sie um die Bedeutung dieses Spiels wusste. Und die dafür zu Recht belohnt wurde.

Das Debüt des Kreso Ljubicic

«Wichtig im Cup ist, dass man weiterkomnmt,» sagte – wie manch anderer auch – nach diesen harten 94 Minuten der Mann, der vielleicht am meisten gefeiert wurde. Er stand zum ersten Mal in einem Pflichtspiel in der Startelf des FCW, er bestritt – nach der halben Stunde am Sonntag in Wil – erst seinen zweiten Einsatz. Es war Kreso Ljubicics erstes Spiel über die volle Distanz, seit er Ende April ein letztes Mal für den Krisenklub FC Biel gespielt und in Schaffhausen 1:6 verloren hatte. Er war im Sommer der erste Transfer des FCW, er sollte der neue Chef im zentralen Mittelfeld werden; er konnte es wegen einer Knieverletzung noch nicht sein. Und erhielt gestern die erste Gelegenheit, seinen Wert zu zeigen. Er habe, sagte er hinterher, «nicht gezweifelt, dass ich 90 Minuten durchhalte. Hätte es 120 Minuten gebraucht, hätte ich 120 gespielt.» Auf jeden Fall zeigte er, dass er für die Mannschaft werden kann, was er werden soll.

Was an individuellen Leistungen sonst noch zu erwähnen ist: Minder war da, als es ihn brauchte; Katz sah zwar beim Gegentor nicht gut aus, war aber dann einer der ersten, der Zeichen zu setzen versuchte; Tobias Schättin war als Ersatz-Innenverteidiger solide. Das Mittelfeld, mit Ljubicic als «Sechser», mit Marco Mangold und Kamber vor ihm, wirkte geraume Zeit nicht ideal besetzt, kämpfte sich aber ins Spiel. Und von den Angreifern war Silvio von Anfang an der Mann, der entschlossen auftrat und wie ein Leader fightete.

So war man auf der Schützenwiese am Ende zufrieden. Denn man war eben weitergekommen. Und glückt das nach hartem Kampf ist das oft befriedigender, als wenn es einem leicht fällt. hjs 

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Winterthur – FC Chiasso 2:1 (0:1)

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20.15h - Stadion Schützenwiese. – 2100 Fans – SR Schnyder

Tore: 10. Padula 0:1. 66. Ljubicic 1:1. 68. Dessarzin 2:1.

FCW: Minder; Avanzini, Katz, Schättin, Di Gregorio; Ljubicic; Kamber, Mangold; Manuel Sutter (61. Dessarzin), Silvio (91. Nsiala), Sliskovic (82. Radice).

Chiasso: Bellante; Ivic, Kaufmann (37. Lurati), Delle Carri, Urtic; Simic, Abedini (77. Gui Inters), Padula, Monighetti; Padula, Regazzoni (62. Susnjar).

Bemerkungen: FCW ohne Schuler, D’Angelo, Krasniqi (verletzt) und Russo (gesperrt). – Chiasso ohne Felitti, Hiwat, Guarino, Mujic (verletzt), Fioravanti und Lagrotteria (nicht im Aufgebot). – 63. Bellante hält Foulpenalty Sliskovics.

Verwarnungen: 56. Lurati und Ljubicic (Unsportlichkeiten). 67. Di Gregorio (Foul). 93. Avanzini (Unsportlichkeit).

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