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26.10.2016, 09:33 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Pressevorschau: Das wichtigste aller Spiele

LANDBOTE: In der Challenge League sieht es nicht danach aus, als könne der FCW in dieser Saison etwas bewegen. Also bleibt der Cup, und ein Achtelfinal-Heimspiel gegen den FC Chiasso ist eine sehr reelle Chance, Ansehen und Finanzen zu mehren.

Der FCW hat ein miserables Wochenende hinter sich: Das «Eins» verlor in der Liga in Wil sang- und klanglos 1:5 – mit einem in jeder Beziehung bedenklichen Auftritt. Die U21 rutschte in der 1. Liga mit einem Heim-0:1 gegen den FC Seefeld auf den drittletzten Platz ab. Und die U-Teams verloren allesamt in Basel gegen den meisterlichen Nachwuchs: die U18 Umberto Romanos 1:6, die U16 Roger Etters 0:2 und die U15 Stéphane Lüthis gegen jene des grossen Alt-Stürmers Alex Frei 2:4.

Es bedarf also die Stimmung auf der Schützenwiese dringendst einer Aufhellung. Dafür sind in erster Linie die Profis der ersten Mannschaft verantwortlich, der nach einem kleinen Zwischenhoch mit sieben Pflichtspielen ohne Niederlage die Grenzen wieder enttäuschend deutlich aufgezeigt wurden: von den Spitzenteams Neuchâtel Xamax und FC Wil mit einem 4:1 und eben dem 5:1, dazwischen auch vom damaligen Tabellenletzten FC Chiasso mit dem 1:1 auf der Schützenwiese.

Die neuen Abwehrschwächen

Die beiden klaren Niederlagen in Neuenburg und Wil stellten nochmals klar, dass der FCW nach dem sommerlichen Umbruch nicht annähernd gut genug ist, mit den besseren Teams in der Liga mitzuhalten. Was bedenklich war: Neun Gegentore lassen auf Defensivmängel eines Teams schliessen, das mit sechs Gegentreffern in den ersten sieben Ligaspielen gut dagestanden hatte. In den fünf Matches seither aber sind es 14, nicht weniger als 2,8 im Schnitt. Das ist schwach, und schwach waren in Wil die Leistungen aller fünf Abwehrspieler, also inklusive des Torhüters. Unbefriedigend war weitherum die Einsatzbereitschaft. Man darf durchaus mal wieder ein klares Defizit an Winnermentalität erwähnen.

Trainer Sven Christ hat die Mannschaft noch in der Wiler Kabine harsch kritisiert. Nun folgt heute ein Spiel, das – nach diesem zu verhaltenen Meisterschaftsstart – unmissverständlich diese Bedeutung hat: Das zweite Duell mit dem FC Chiasso binnen zehn Tagen wird zum wichtigsten Match dieses Herbsts. Oder anders gesagt: Wer in der Meisterschaft nichts mehr zu sagen hat, der soll im Cup die Chance nutzen, die ein Heimspiel gegen einen der Abstiegskandidaten aus derselben Liga zweifellos ist. Als Viertelfinalist zu überwintern, mindestens bis im März noch ein schönes Ziel vor Augen zu haben – das müsste den FCW-Fussballern doch Beine machen.

Erst zehnmal Viertelfinalist

Seit vor 91 Jahren der Cup eingeführt wurde, hat der FCW nur zehnmal die Viertelfinals erreicht. Nur fünfmal kam er in die Halbfinals, zweimal in den Final, nie gewann er. Die Finals liegen weit zurück, sie fallen – 1968 und 1975 – in die (letzten) «goldenen» Jahre des Vereins. Seither gab es noch vier Qualifikationen für die Viertelfinals, 1982/83 (1:3 gegen den FCZ), 2000/01 (1:3 gegen St. Gallen) und zuletzt die beiden Halbfinal-Qualifikationen 2005/06 und 2011/12. Mal war, mit einem späten Abseitstor Paulo Vogts zum 0:1, der nachmalige Sieger FC Sion auf der Schützenwiese das Ende aller FCW-Träume; und vor viereinhalb Jahren siegte der FC Basel mit sattsam bekannter Hilfe des Berner Schiedsrichters Alain Bieri im ausverkauften Stadion 2:1.

Es wird sich heute aber nicht nur der Ruhm mehren lassen, sondern man kann auch beginnen, etwas Geld zu verdienen. Als Achtelfinalist hat der FCW als Verbandsprämie das bescheidene Sümmchen von 15 000 Franken auf sicher; immerhin 60 000 kämen mit einem Sieg heute hinzu. Ein Halbfinalist hätte dann 150 000, ein Finalist 300 000 Franken zugute – neben den (zunehmenden) Anteilen an Matcheinnahmen und Fernsehgeldern.

Personell ist zum Auftritt heute zu sagen: Vom Stamm fehlt Christ neben den verletzten Patrik Schuler und Gianluca D’An­gelo der Innenverteidiger Daniele Russo wegen einer Sperre nach zwei Verwarnungen in den ersten Cupmatches gegen die Erstligisten Yverdon und Stade-Lausanne-Ouchy. Zu rechnen ist auch mit dem Ausfall Luca Radices, der in Wil einen Schlag aufs Knie erhielt und gestern das Training abbrach. Das zwingt Christ zu einer massgeblichen Umstellung: Weil Schuler als Ersatz ausfällt, bildet Nachwuchs-Linksfuss Tobias Schättin neben Guillaume Katz das Abwehrzentrum.

Probleme und Zuversicht

Der FC Chiasso kommt als Mannschaft, die am Samstag mit einem enthusiastisch gefeierten 3:1 gegen den FC Aarau den letzten Tabellenplatz verlassen konnte. Die Tessiner gewannen von den bisher acht Cup-Begegnungen mit dem FCW – von 1928/29 bis 1982/83 – immerhin fünf. Aber für sie dürfte in ihrem Abstiegskampf wichtiger sein, was sie am Samstag fertigbringen – im nächsten Heimspiel gegen den neuen Tabellenletzten aus Wohlen. Womöglich wird ihr Trainer Giuseppe Scienza heute mit seiner Aufstellung darauf Rücksicht nehmen.

Denn natürlich will der FC Chiasso oben bleiben, obwohl er auch im Tessin auf eher wenig Gegenliebe stösst. Dafür spricht beispielsweise sein Schnitt von nicht mal 600 Zuschauern pro Spiel. Es ist ja auch immer wieder von Problemen die Rede. Zuletzt wurde von Rückständen in den Lohnzahlungen berichtet oder von einem bevorstehenden Besitzerwechsel, weg vom italienischen Duo Antonio Cogliandro/Mauro Persichino, die in Chiasso kaum je einer zu Gesicht bekommt. Das öffentliche «Gesicht» des Vereins ist vielmehr der Generaldirektor Nicola Bignotti. Und der stellte am Wochenende klar, «sehr zuversichtlich» zu sein. Auf jeden Fall sei «unsere Struktur» dergestalt, «dass wir ohne Probleme bis zum Juni kommen». Was darüber hinaus ist, hat er damit allerdings nicht gesagt.

Gegen den FC Chiasso mag der FCW die besten Zahlen von allen Gegnern haben, seit die Tessiner vor gut sechs Jahren in die Challenge League zurückkehrten. Aber wie wenig das an einem Tag bedeutet, zeigte Chiasso, als es vor zehn Tagen eine zweite Halbzeit lang so viel besser spielte, dass aus einem 1:1 gar ein Sieg hätte werden können. Und eine Niederlage heute wäre für den FCW die schmerzlichste in dieser Saison. Sie wäre unverzeihlich. hjs

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