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17.10.2016, 09:21 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Eine Halbzeit – das ist einfach zu wenig

LANDBOTE: Nach einer guten ersten Halbzeit kam der FCW völlig von seinem Kurs ab und musste sich gegen den Tabellenletzten aus Chiasso mit einem enttäuschenden 1:1 bescheiden.

 

Aus dem budgetierten Heimsieg des Tabellenfünften gegen den -letzten wurde ein unerwartetes Unentschieden. Aber das war am Ende als gerecht zu bezeichnen, wie es eben korrekt ist, wenn die eine Mannschaft die erste, die andere die zweite Halbzeit dominierte. Aus der Winterthurer Sicht heisst das: Nach einer guten ersten Halbzeit hätte der FCW mehr als nur das eine Tor Guillaume Katz’ auf dem Konto haben müssen; in der schwachen zweiten Hälfte hätten es mehr Gegentore als jenes von Deniz Mujics sein können. Aus Tessiner Sicht: Es hätten mehr als dieses eine Tor sein müssen.Es war also eine höchst zwiespältige Darbietung, die der FCW seinen immerhin wieder 2500 Zuschauern ablieferte. Man hatte befürchten müssen, er werde sich schwertun, gegen einen defensiv bis destruktiv eingestellten Gegner das bahnbrechende 1:0 zu erzielen. Man war also eingestellt auf eine Geduldsprobe. Aber dann fiel dieses Tor schon nach sieben Minuten: Freistossflanke Gianluca D’Angelos, Kopfball Guillaume Katz’ – müheloser gehts kaum. Und es war erstaunlich, wie leicht sich die Winterthurer gegen diese Tessiner in ihrem 4-3-3 mit guten Aktionen weitere klare Chancen herausspielten. Bis zur Pause waren es sechs, je zwei für Silvio, Romain Dessarzin und Luca Radice; darunter ein Kopfball Silvios an den Pfosten.

Es gab an der Darbietung des FCW eigentlich nur eines zu bemängeln: die Chancenauswertung. Die aber ist im Fussball selten ein Detail. Vom FC Chiasso aber erhielt man den Eindruck, es sei in der Tat ein Tabellenletzter am Werk. Man konnte sich nur wundern, wie eine solche Mannschaft in der Fremde erst gegen den FCZ verloren und selbst dort nicht mehr als ein Gegentor kassiert hatte.

Der grosse Wandel

Eine (zweite) Halbzeit später stimmte von alledem nur noch wenig. Genauso früh wie der FCW vor der Pause erzielte der FC Chiasso danach sein Tor, war er fortan die Mannschaft, die dem Gegner ihr Spiel aufzwang und nun genauso ein besseres, optimistisches Gesicht zeigte wie der FCW sein unvorteilhaftes. Hatten die Winterthurer die erste Halbzeit vor allem auch im Mittelfeld beherrscht, konnten sie das nachher nicht mehr. Wesentlicher war, dass die Tessiner umgestellt hatten. Sie spielten nun in einem 3-5-2 defensiv deutlich wirksamer, sie bekamen das Mittelfeld unter Kontrolle; auch deshalb, weil Gianluca D’Angelo bei seinem ersten Einsatz in der Startelf bald einmal von seinen Kräften verlassen und eher zu spät ausgewechselt wurde.

D’Angelo hatte eine Halbzeit lang wiederholt seine Qualitäten gezeigt, nachher waren wieder mal eher seine Defizite zu erkennen. Also stand er nicht nur am Ursprung des 1:0, sondern auch des 1:1. Sein fataler Ballverlust erlaubte Alberto Regazzoni, den Ausgleich Deniz Mujics vorzubereiten. Diese beiden bildeten nun den Zweimannsturm der Tessiner, der wenig später beinahe die Wende vollendet hätte. Diesmal wars ein gravierender Ballverlust Daniele Russos, des langjährigen Verteidigers des FC Chiasso, der die Basis legte. Sekunden später lief Michele Monighetti alleine auf David von Ballmoos zu, aber der reagierte hervorragend. Genauso wie er das in den letzten Minuten bei Kopfbällen Nikola Milosavljevics und des Liechtensteiner Verteidigers Daniel Kaufmann tun sollte.

Guatelli und von Ballmoos

Auch dieser Vergleich passte also: Hatte Routinier Andrea Guatelli, der Alt-FCZler im Tor Chiassos, vor der Pause «wichtige Paraden» gezeigt, wie hinterher sein Trainer Giuseppe Scienza lobte, so war es in der zweiten Hälfte der FCW-Emmentaler von Ballmoos. «Es hatten beide ihre Halbzeit», analysierte Scienza das Ganze korrekt, «in der zweiten Halbzeit hatten wir unsere Chancen, gar zu gewinnen.» Aber eben, vorher habe Guatelli seine Arbeit geleistet. Auch Scienza sah: «Die Winterthurer sind eine gute Mannschaft, mit guten Spielern in jeder Reihe. Aber wir haben sie mit unseren Umstellungen in Schwierigkeiten gebracht.» Monighetti formulierte es so: «Das ist ein wichtiger Punkt für uns, aber eigentlich haben wir zwei verloren. In der zweiten Halbzeit hatten wir genügend Chancen dafür.» Er wusste, dass er die beste hatte – «aber der Torhüter hat eben gehalten».

Der Torhüter, anfangs überhaupt nicht beschäftigt, wurde schliesslich zum wichtigsten und über 90 Minuten besten Mann des FCW. Das ist für ihn ein gutes Zeichen, weniger für die Mannschaft in einem Heimspiel gegen den Tabellenletzten. Hervorzuheben ist noch Katz’ erstes Tor für den FCW, anderthalb Jahre nach seinem letzten für Lausanne-Sport, ebenfalls ein 1:0 zu einem Unentschieden, damals einem 2:2 gegen Biel.

Es bleiben Enttäuschungen

Auf Dauer magere Leistungen boten etwa Linksverteidiger Leandro Di Gregorio oder Offensivkraft Manuel Sutter, dem an diesem Tag nichts glückte. Die andern bildeten den weiten Kreis jener, die vor der Pause Teil einer guten, nachher einer zunehmend unbefriedigenden Mannschaft waren. Am deutlichsten galt das fürs Duo im Zentrum, D’Angelo und Nicola Sutter. D’Angelo war (oder ist) noch nicht so weit, einer Mannschaft über ein ganzes Spiel zu helfen; von Sutter kann man nicht sagen, er habe nach Wochen auf der Ersatzbank seine Chance genutzt. Einer von der Tragkraft des gesperrten Mangold war jedenfalls nicht da. Und den erstmals in einem Pflichtspiel auf der Bank sitzenden Kreso Ljubicic konnte und wollte der Trainer bei diesem Spielverlauf (noch) nicht als Hilfe sehen. Also blieb er auch nach der Herausnahme des entkräfteten D’Angelo auf der Bank.

Was von diesem Match stehen bleibt, ist die Enttäuschung über ein Resultat, ein Heimunentschieden gegen den Tabellenletzten, der eine Halbzeit lang auch wie einer spielte. Und die Enttäuschung darüber, dass der FCW ein weiteres Mal keine über die gesamte Spieldauer schlüssige Leistung bot. Die Absenzen im Zentrum reichen als Erklärung nicht, sonst wäre diese erste Hälfte nicht möglich gewesen.

So fuhr der FC Chiasso heim in der – berechtigten – Meinung, sich zu einer Leistung gesteigert zu haben, die den Punkt rechtfertigte und seine Auswärtsserie, auswärts nie mehr als ein Tor kassiert zu haben, fortsetzte. Wohl aber auch im Gefühl, in zehn Tagen keineswegs chancenlos zum Cup-Achtelfinal anzutreten. Für den FCW wäre ein Scheitern dort wesentlich schmerzlicher als dieses Unentschieden.

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Winterthur - FC Chiasso 1:1 (1:0)

Samstag, 15. Oktober 2016, 17.45h - Stadion Schützenwiese - 2500 Fans - SR Abullah Ali Al-Marri (Katar).

Tore: 8. Katz 1:0. 53. Mujic 1:1.

FCW: Von Ballmoos; Avanzini, Russo, Katz, Di Gregorio; Dessarzin, D’Angelo (74. Lanza), Nicola Suter, Radice (70. Nsiala); Silvio, Manuel Sutter.

Chiasso: Guatelli; Ivic, Lurati, Kaufmann, Rtic (58. Abedini); Palma (55. Monighetti), Mihajlovic, Rauti; Simic, Regazzoni; Mujic.

Bemerkungen: FCW ohne Mangold (gesperrt), Schuler, Kamber, Krasniqi (verletzt) und Sliskovic (krank); Nachwuchs-Verteidiger Marc Schmid (17) und Ljubicic erstmals auf der Bank; Nsisala nach seiner Einwechslung Sturmspitze, Manuel Sutter rechts, Dessarzin links im Mittelfeld. – Chiasso ohne Fioravanti, Guarino, Felitti, Hiwat, Franzese, Gui Inters (verletzt) und Lagroetteria (nicht im Aufgebot); in der 2. Halbzeit in einem 3-5-2 (Ivic/Kaufmann/Lurati Verteidiger, Regazzoni und Mujic Sturmspitzen). – 27. Kopfball Silvios an den Pfosten.

Verwarnungen: 32. Mujic (Foul; die sechste im achten Spiel!). 50. D’Angelo (Foul).

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