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15.10.2016, 10:37 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Pressevorschau: In Erwartung einer Geduldsprobe

LANDBOTE: Zweimal in zehn Tagen tritt der FC Chiasso in Winterthur an. Zu zwei Matches, die für die Herbstbilanz des FCW wesentlich sind. Heute in der Meisterschaft, danach im Cup.


Der FCW steht in der Challenge
League, wo man ihn realistischerweise
erwartete: als Fünfter mitten
im Mittelfeld. Nicht gut genug,
um mit den Besten mitzuhalten;
sicher gut genug, um sich
jene vom Leib zu halten, deren
Ziel nur der Klassenerhalt sein
kann. Mit vier Niederlagen in vier
Spielen gegen die Top 3; mit drei
Siegen und zwei Unentschieden
gegen die Kundschaft aus der
unteren Tabellenhälfte – und
dem 3:0 gegen den FC Wil dazu.
Der FC Chiasso steht ebenfalls
dort, wo man ihn, wenn nicht erwarten
musste, so doch erwarten
konnte: am Tabellenende; als
Kandidat Nummer 1 für den Abstieg,
mit nur einem Sieg in zehn
Spielen, einem 2:1 gegen den FC
Wohlen, der aktuellen Nummer 9.
Im Falle der Tessiner erstaunt
nur eines: Sie haben ihren einzigen
Sieg, ja sie haben alle ihre
sechs Punkte auf fremdem Platz
geholt, aber nicht ein Pünktchen
im heimischen Riva IV. Fünf Niederlagen
mit 4:12 Toren sind dort
die Bilanz; der Dreier in Wohlen,
drei Unentschieden und selbst
gegen den FCZ nur ein 0:1 sind
die Zahlen aus der Fremde. Nie
kassierte Chiasso auswärts mehr
als ein Tor!
Russos schöne Erinnerung
Die Tessiner sind aber auch der
Verein, gegen den der FCW in den
letzten Jahren am erfolgreichsten
war. Seit Chiasso im Sommer
2010 unter Raimondo Ponte in
die Challenge League zurückkehrte,
hat er in Winterthur und
selbst zu Hause nur je einmal
gewonnen. Der einzige Sieg auf
der Schützenwiese war ein 2:1 im
Februar 2011, im ersten Spiel in
Winterthur nach dem Wiederaufstieg.
Die Entscheidung war
ein Weitschuss Sandro Reclaris
in der Nachspielzeit. Einer, der
auch heute spielen wird, stand
schon damals auf dem Platz:
Daniele Russo verteidigte erfolgreich
für Chiasso, heute will er
das gegen den FCW tun.
Zu den guten FCW-Zahlen
gegen Chiasso passt auch das
Ergebnis des ersten Spiels in dieser
Saison, Anfang August ein 1:0
durch einen Treffer Marco Mangolds
in der 82. Minute. Zwei
Minuten vorher war Mangold
eingewechselt worden; zu seinem
ersten Einsatz in dieser Saison.
Mittlerweile ist er vom geduldeten
Trainingsgast wieder zur ersten
Wahl im zentralen Mittelfeld
geworden. Heute allerdings
fehlt er, nach vier Verwarnungen
gesperrt.
All die Fakten lassen nur einen
Schluss zu: Der FCW ist Favorit,
es wird von ihm erwartet, den
Letzten um weitere drei Punkte
zu distanzieren. Aber Sven
Christ, sein Trainer, hat auch
kein Problem, seine Fussballer
auf die Gefahren hinzuweisen: In
Auswärtsspielen ist der FC Chiasso
keine leichte Beute, und ihn
in diesen Oktobertagen zweimal
geschlagen nach Hause zu schicken,
wäre für den FCW eine gute
Basis für eine halbwegs gedeihliche
Saison. Denn das ist doch
die Bedeutung dieser beiden
Matches: Gewinnt der FCW
heute, hat er sich in der Meisterschaft
beruhigend weit vom
Tabellenende abgesetzt; gewinnt
er in zehn Tagen nochmals, überwintert
er als Cup-Viertelfinalist;
hat er also auch als im Kampf an
der Spitze chancenloses Mittelfeldteam
ein attraktives sportliches
Ziel im Frühjahr.
Die Fragen im Zentrum
Christ spricht also von «der Geduld,
die wir haben müssen», weil
es nicht leicht sein dürfte, in Führung
zu gehen. Selbst der FCZ
musste bis in die zweite Halbzeit
auf sein Tor warten. Und was der
Trainer nach der Länderspielpause
nicht wieder sehen will:
Gegentore nach Standardsituationen
– wie sie vor zwei Wochen
in Neuenburg auf dem Weg vom
1:0 zum 1:4 gegen Xamax gleich
drei fielen. Sie waren allerdings
auch Folge der Neuenburger
Überlegenheit in der zweiten
Halbzeit, die zwangsläufig zu
Freistössen und Eckbällen führte.
Personell muss der FCW-Trainer
Änderungen im Zentrum vornehmen:
Mangold ist gesperrt;
als Ersatz kommt der weiterhin
am Fuss verletzte Captain Patrik
Schuler nicht infrage, und es ist
auch sehr fraglich, ob Robin
Kamber spielen kann, weil er sich
nach einem Sturz im Training
über Rückenbeschwerden beklagte.
Es ist also zu erwarten,
dass Gianluca D’Angelo erstmals
in dieser Saison in der Startelf
steht; erstmals seit Wochen wieder
ernsthafter Kandidat auf
einen Startplatz ist Nicola Sutter;
erstmals überhaupt zum Aufgebot
gehört Kreso Ljubicic. Der
hat allerdings beim internen
Testspiel am Donnerstag vergangener
Woche noch nicht erkennen
lassen, nach seinen langwierigen
Knieproblemen für einen
Start bereit zu sein. Als er verpflichtet
wurde, war er ja eigentlich
als neuer Chef im Mittelfeld
vorgesehen.
Während der FCW in der
Länderspielpause intern testete,
weil er keinen Gegner für einen
Match fand, kamen die Tessiner
in den Genuss einer Gala gegen
die AC Milan. Wie weit die gegen
den italienischen Grossklub
allerdings wirklich ein Genuss
war, lässt sich nach einem 0:5, das
schon nach 28 Minuten feststand,
guten Gewissens nicht sagen.
In Chiassos Aufgebot stehen
heute mit dem ehemaligen FCZ-Goalie
Andrea Guatelli (32) und
dem langjährigen Super-League-
Stürmer Alberto Regazzoni (33)
die beiden namhaftesten Fussballer
des Vereins; aber auch Talente
wie der 19-jährige Innenverteidiger
Ivan Lurati. Keine
bekannte Grösse ist der Trainer,
Giuseppe Scienza aus Domodossola,
der gestern 50 wurde. Er hat
als Spieler eine Vergangenheit in
der italienischen Serie B, aber
auch bei kleineren Klubs in der
Serie A. Als Trainer brachte er es
nie in die Nähe der Serie A, seine
Gastspiele waren in der Regel
auch kurz. In Chiasso hat er für
zwei Jahre unterschrieben.
Zu erwähnen ist ausnahmsweise
auch der Schiedsrichter: Es
pfeift Abdulla Ali Al-Marri aus
Katar. Mit seinem Team begutachtete
er die Schützenwiese
schon gestern. Im vergangenen
Mai war schon einer aus Katar
mit dem Namen Fahad Jaber Al-
Marri in Winterthur. Aber dann
musste er den Match gegen Neuchâtel
Xamax kurzfristig verschieben.
Er reiste danach weiter
nach Wil und durfte dort den
Match gegen Aarau leiten. Der
endete 3:3. hjs

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