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03.10.2016, 09:08 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: FCW von einem wahren Spitzenteam gestoppt

LANDBOTE: Auch im vierten Anlauf war der FCW einem Gegner aus dem Spitzentrio nicht gewachsen. Er verlor gegen den Challenge-League-Zweiten Neuchâtel Xamax selbst nach einer Führung noch 1:4 – nach vier Gegentoren von der 53. bis 72. Minute.

Am 10. August hatte der FCW gegen Neuchâtel Xamax verloren – deutlicher als es das Ergebnis, ein 0:1, aussagen würde. Es war das letzte Treffen mit einem der drei Spitzenteams. Bis gestern wieder Xamax als Gegner bereitstand, nach sieben Pflichtspielen in Folge, die der FCW nicht verloren hatte. Es war das zehnte Meisterschaftsspiel einer Saison, in der er selbst gegen den grossen FCZ nicht mehr als zwei Tore kassiert hatte.

Doch nun, auf ihrem Kunstrasen, auf dem sie sich besonders wohlfühlen, stoppten die Neuenburger den FCW; zeigten sie ihm deutlich auf, dass er von der Spitze der Liga noch genauso weit entfernt ist wie vor zwei Monaten. Und dass es eine besonderes Unterfangen ist, sie im eigenen Stadion zu besiegen. Seit Michel Decastel ihr Trainer ist, haben sie in der Maladière zwölf von 15 Ligaspielen gewonnen und keines verloren – seit dem frühen Samstagabend sind es 13 Siege in 16 Spielen. Überdies dehnte Xamax die seit dem Mai 1968 währende Ungeschlagenheit in Heimspielen gegen den FCW mindestens bis Ende Mai 2017 aus. Dannzumal treten die Winterthurer, in der zweitletzten Runde, wieder in Neuenburg an.

Zuerst die «Nadelstiche» ...

Der Neuchâtel Xamax FCS des Michel Decastel ist, nicht nur wegen Aaraus überraschender Niederlage gestern in Genf gegen Servette, der erste Rivale des FCZ. Das hat er an diesem Samstagabend bestätigt; weniger, weil er den FCW am Ende klar schlug, sondern mit der Art und Weise, wie er einen eine Halbzeit lang mehr als respektablen Gegner noch in die Knie zwang. Denn die Neuenburger gewannen einen Match, in dem es nicht reichte, ihre spielerischen Qualitäten auf dem künstlichen Geläuf auszuspielen; sie gewannen, weil sie – aus einer Rücklage heraus – bereit waren, kämpferisch und athletisch entscheidend zuzusetzen.

Eine Halbzeit lang war Xamax zwar die Mannschaft, die etwas besser spielte, etwas torgefährlicher wirkte, aber nicht entscheidend abschliessen konnte. Und der FCW war die Mannschaft, deren Rechnung besser aufging. Die Winterthurer spielten defensiv nicht schlecht, und sie setzten, wie es der moderne Fussballjargon zu nennen pflegt, immer wieder «Nadelstiche». Das taten Manuel Sutter und vor allem Silvio. Nach einem Eckball Leandro Di Gregorios in der 34. Minute landete der Ball in den Füssen des FCW-Brasilianers, der sich behauptete – allerdings mit dem Rücken zum Tor. Doch dann überraschte er alle, vor allem die Gegner: Mit einem dezidierten Absatzkick aus sechs Metern überwand er Laurent Walthert. Der Neuenburger Goalie war machtlos, anders als ein paar Minuten vorher nach einem Weitschuss Silvios in die weitere hohe Torecke.

... dann Decastels Voraussage

Das 1:0 bei Halbzeit war – zumal aus Neuenburger Sicht – vielleicht ein bisschen schmeichelhaft für den FCW, aber auch das Ergebnis eines guten, eines seriösen Auftritts. Danach sagte Decastel in der Xamax-Kabine, wie er später berichten sollte, seinen Spielern dies: «Ihr müsst mehr Entschlossenheit vor dem Tor reinbringen. Schafft ihr das, gewinnen wir 4:1.» Er habe, sagte Decastel auch noch, bei Halbzeit zwar «gefunden, dass wir gut mit dem Ball spielten. Aber wir hatten Mühe, in den zwei Abwehrreihen Winterthurs Lücken zu finden.»

Über hellseherische Fähigkeiten des Neuenburger Trainer-Routiniers war bisher wenig bekannt. Allein, offensichtlich wurde von der ersten Minute der zweiten Halbzeit an, dass seine Fussballer nun wesentlich bissiger in die Zweikämpfe gingen, sich mit mehr physischem Einsatz darum bemühten, sich die Lücken in der Winterthurer Defensive selbst zu verschaffen. Das taten sie zum Beispiel bei Standardsituationen.

So erzwangen sie nach wenigen Minuten das 1:1, durch Kiliann Witschi, einen ihrer Haudegen aus dem Abwehrzentrum. Er konnte allerdings nur aus regulärer Position – und nicht aus dem Abseits – zu einem Kopfballheber im Anschluss an einen zu kurz abgewehrten Corner ansetzen, weil zumindest ein Winterthurer Verteidiger zu wenig rasch aufgerückt war. Nun kamen die Winterthurer kaum mehr aus ihrer Abwehr heraus, vorbei wars mit den «Nadelstichen» der ersten Halbzeit. Dafür gab es defensive Überforderung.

Einer war das Foul, das Rechtsverteidiger Michel Avanzini nach einem Freistoss an Thibault Corbaz beging, im Strafraum zwar, aber in ungefährlicher Position. Es war ein «blöder» Fehler, und Raphael Nuzzolo nutzte den Elfmeter zu seinem ersten Saisontor. Ein paar Minuten später folgte gar eine Doublette, nach einem nächsten nur unzureichend abgewehrten Corner was es diesmal der andere Innenverteidiger, Mustafa Sejmenovic, der die Gelegenheit entschlossen nutzte. Spielerisch fein war dann gleich danach das 4:1, das Samir Ramizi mit einem präzisen Diagonalpass in den Lauf Nuzzolos vorbereitete. Der erwischte, anders als Gegenspieler Daniele Russo, den Ball und schob ihn locker über die Linie.

Kollektiv eingebrochen

Dabei blieb es – die Neuenburger wollten wohl die Voraussage ihres Trainers präzis erfüllen. Die Winterthurer dagegen waren zu keiner Reaktion mehr fähig. Ihr bescheidener Erfolg blieb, erstmals seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wenigstens wieder ein Tor in der Maladière erzielt zu haben. Trotz der guten ersten Halbzeit blieb als Gesamteindruck haften, dass Xamax eindeutig ein Spitzenteam, der FCW eine Mittelfeldmannschaft ist. Es halfen den Winterthurern auch die beiden Wechsel nichts, die Trainer Sven Christ nach dem zweiten Gegentor vorgenommen hatte. Für Romain Dessarzin und Luca Radice kamen Gianluca D'Angelo und Luka Sliskovic. D'Angelo ist nach seiner langen Verletzungspause noch nicht in der Verfassung, der Mannschaft in einer schwierigen Situation zu halfen; und Dessarzin rauszunehmen, entsprach nicht dessen Leistung.

Es war eher so, dass Robin Kamber die Erwartungen nicht erfüllte, die er mit seinen – wenn auch hervorragenden – Toren in Schaffhausen und gegen Servette – geschürt hatte. Wohl seinetwegen spielte der FCW mit Marco Mangold als einzigem «Sechser», Kamber war eine Reihe weiter vorne in einem System, das man wahlweise 4-1-4-1 oder 4-3-3 nennen konnte. Aber Kambers Einfluss war zu bescheiden.

Individuell am auffallendsten waren David von Ballmoos, der Torhüter, und Silvio. Insgesamt aber ist der FCW nach einer kollektiv guten ersten Halbzeit in der zweiten als Mannschaft eingebrochen. Es war einfach zu viel für ein Team seines Niveaus, was die Neuenburger in ihrem Willen, sich als Herausforderer des FCZ zu behaupten, auf den Kunstrasen legten. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

Neuchâtel Xamax – FC Winterthur 4:1 (0:1)

Samstag, 1. Oktober 21016, 19.00h - Maladière. – 2304 Fans (davon 90 aus Winterthur) – SR Horisberger.

Tore: 34. Silvio 0:1. 53. Witschi 1:1. 64. Nuzzolo (Foulpenalty) 2:1. 71. Sejmenovic 3:1. 72. Nuzzolo 4:1.

Xamax: Walthert; Gomes, Witschi, Sejmenovic, Gonçalves; Corbaz, Di Nardo; Ramizi (84. Mulaj), Qela (67. Veloso), Nuzzolo; Karlen (57. Senger).

FCW: Von Ballmoos; Avanzini, Russo, Katz, Di Gregorio; Mangold; Manuel Sutter (80. Nsiala), Kamber, Dessarzin (67. D’Angelo), Radice (67. Sliskovic); Silvio.

Bemerkungen: Xamax ohne Leoni, Agonit Sallaj, Doudin, Pedro Teixeira (verletzt) und Zbinden (nicht im Aufgebot); Challenge-League-Debüt von Liridon Mulaj (17). – FCW ohne Ljubicic (nicht im Aufgebot), Gazzetta (Debüt in der U21), Trachsel (U21) und Krasniqi (verletzt); erster Einsatz D’Angelos in dieser Saison.

Verwarnungen: 16. Qela (Foul). 57. Di Nardo (Foul). 64. Avanzini (Penaltyfoul). 74. Kamber (Foul). 80. Mangold (Foul; fürs Spiel gegen Chiasso gesperrt).

Nächster Termin des FCW. Donnerstag, 6. Oktober: FCW – FC Baden (1.), 20.00, Schützenwiese

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