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23.09.2016, 09:48 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Presseschau: Wenigstens gut reagiert

LANDBOTE: Wie schon im Frühjahr holte der FCW auf der Schaffhauser Breite ein 0:2 auf, das er sich mit einer schwachen ersten Halbzeit eingebrockt hatte. Das 2:2 war schliesslich ein korrektes Ergebnis fürs Spiel zweier Teams auf Augenhöhe.

In der letzten Sekunde wäre das 3:2 beinahe doch noch gefallen. Aber nicht für den FCW, der die Endphase dominiert hatte, weshalb Axel Thoma, der Trainer der Schaffhauser, mit dem Slowenen Nejc Mevlja einen zusätzlichen Verteidiger eingewechselt hatte. Nein, ebendieser 1,90 grosse Mevlja schien dieses entscheidende Tor zu schiessen – mit dem Kopf nach einem Eckball. Zum Glück für den FCW traf er nur den Innenpfosten. Unmittelbar danach pfiff der Schiedsrichter ab, die fünf Minuten der Nachspielzeit waren auch schon vorbei.

So blieb es beim 2:2, das schliesslich ein gerechtes Ergebnis war für einen Match, den die Schaffhauser schon gewonnen zu haben schienen. Sie schossen in der ersten Halbzeit zwei Tore, obwohl der Gegner in der Anfangsphase die klar besseren Torchancen gehabt hatte. Thoma sprach hinterher davon, «dass das Ergebnis das Spiel eigentlich auf den Kopf stellte. Winterthur hatte die ersten Chancen, wir schossen die Tore.» Nachher aber, fügte der Schwabe bei, «haben wir es verpasst, das dritte Tor zu schiessen. Wir spielten unsere Konterangriffe zu wenig gut aus und Winterthur schoss seine Tore».

Die Fehler vor der Pause

Man konnte die Dinge sehr wohl so sehen. Die Winterthurer – vor allem Luka Sliskovic und Manuel Sutter – vergaben mindestens drei klare Torchancen. Die Schaffhauser aber nutzten zwei eklatante Fehler in der FCW-Abwehr. Zuerst kam der 1,71 Meter kleine Faruk Gül zum Kopfball, weil dies die beiden Winterthurer 1,92-Meter-Riesen Daniele Russo, ein Innenverteidiger, und David von Ballmoos, der Torhüter, dies nicht verhinderten. Es war in dieser Saison das erste Gegentor, bei dem ein Winterthurer Torhüter schlecht aussah. Das war hinterher auch von Ballmoos klar.

Das 0:2 hätte Guillaume Katz, der zweite Innenverteidiger, ein Routinier auch er, verhindern müssen. Aber er liess sich vom jungen Schaffhauser Shkelqim Demhasaj wie ein Junior düpieren. «Nach den guten ersten zehn Minuten liessen wir bis zur Pause alles vermissen, was uns auszeichnet,» merkte Trainer Sven Christ zu diesem Rückstand an. «Also musste ich in der Pause ein Zeichen setzen, was ich mit zwei Wechseln tat,» fügt er bei. Er hätte, sagte Christ noch, «losen können, wen ich rausnehme.» Es gab mehr als die zwei Kandidaten, die er dann wählte, mehr als Nicola Sutter und Luca Radice. Es hatte deutlich mehr, die nicht gut gespielt und dazu zum Eindruck beigetragen hatten, die Schaffhauser seien nach dem 1:0 aggressiver, kampfwilliger gewesen. Neu aufs Feld kamen Robin Kamber und Romain Dessarzin.

Die Wechsel und die Reaktion

Mit dem Ergebnis seiner taktischen Massnahme durfte Christ zufrieden sein. Dass seine Mannschaft noch ausglich, lieferte ein Schlussresultat, das als Wertung der insgesamt gut 95 Minuten korrekt war. Aber der Ausgleich der Winterthurer war nicht gleichbedeutend mit einer spielerisch starken Leistung, wie das Spiel nach der Pause überhaupt von so vielen Fehlern geprägt war, dass eigentlich nur der Kampfgeist zu loben war. Aber dass seine Mannschaft eben diesen Kampfeswillen nun zeigte, dass sie die Zeichen nach der verpatzten ersten Halbzeit erkannt, durfte Christ als positiv werten.

Die Distanz zum FC Schaffhausen halbierte Kamber mit seinem ersten Tor und seiner bisher klar besten Szene für den FCW, als er sich nach gut einer Stunde nach einem Zuspiel Silvios nahe des Strafraums den Freiraum zum Schuss schuf und dann den Ball mit so überlegtem wie präzisem Schlenzer aus etwa 17 Metern ins Tor hob. Danach dominierten die Winterthurer das Kampfspiel feldmässig, während die Schaffhauser nicht fähig waren, den Raum zu Kontern zu nutzen, den ihr Trainer von der Bank aus so klar gesehen hatte.

Auch wenn es kaum klar herausgespielte Chancen des FCW gab, war doch verdient, dass seine nun bessere Arbeitsmoral mit dem Ausgleich kompensiert wurde. Als ein weiter Ball in den Schaffhauser Strafraum flog, setzte sich Manuel Sutter dort gegen André Gonçalves so energisch durch, dass vielleicht der eine oder andere Schiedsrichter Foul gepfiffen hätte. Luca Gut tats auch nicht, was sehr wohl vertretbar schien. Sutter kam jedenfalls zum Abschluss und schlug den Ball aus der Drehung heraus aus rund fünf Metern ins Tor.

Das war in der 87. Minute, also ziemlich spät – auch wenn noch, wegen einer zwischenzeitlichen Feuerwerks-Pause noch fünf Minuten Nachspielzeit anstanden. Aber es war noch früh im Vergleich zum April, als Patrick Bengondos 2:2 erst in der 93. Minute fiel. «Bengo» hatte auch schon das erste Tor geschossen, und es sollten seine beiden letzten Treffer für den FCW bleiben.

Für den Vorarlberger Manuel Sutter wars der dritte Treffer für den FCW in der Meisterschaft, womit er zu Silvio aufschloss. Jordi Nsiala, als dritter Neuer eingewechselt, hätte noch das dritte Tor schiessen können. Die Schaffhauser Verteidigungsarbeit wirkte nun konfus – und dennoch hätte der FCS das letzte Derby auf der Breite beinahe doch noch gewonnen. Hätte eben Mevlja getroffen.

Ein 2:2 «auf Augenhöhe»

Christ also konnte mit dem Resultat zufrieden sein, denn wer nach einem 0:2 punktet, spricht in der Regel von einem gewonnenen Punkt. Seine Mannschaft darf das Ganze auch als Lehrstück sehen wie es nicht geht – eben ohne entschlossenen Einsatz in den Zweikämpfen, ohne ausreichende Laufbereitschaft wie vor der Pause. Und diese Kritik muss sich die Mannschaft geschlossen gefallen lassen.

Der Schaffhauser Thoma konnte mit dem Ergebnis auch leben, auch wenn natürlich das Gefühl des verpassten Sieges hat, wer ein 2:0 einbüsste. «Dieses 2:2 ist eben ein typisches Derbyresultat,» sagte er. Und insgesamt sei es eben ein «Spiel auf Augenhöhe» gewesen, wie man dies habe erwarten können zwischen dem Fünften und dem Vierten der Liga. Und weil «die dahinter in der Tabelle», wie sich Thoma ausdrückte, «nicht punkteten, haben wir den Abstand doch erhöhen können». Einzig Wil hat Winterthur und Schaffhausen überholt, aber die Wiler sieht man grundsätzlich weiter vorne. Also ist der FCW jetzt Fünfter, der FC Schaffhausen Sechster – «und ist es am Saisonende so, dann ist es auch okay», schloss Thoma.

Denn mehr als Mittelmass, aber eben auch nicht weniger sind die beiden Nachbarn in dieser Saison in dieser Liga. hjs

 

 

+ + +  M A T C H T E L E G R A M M  + + +

FC Schaffhausen – FC Winterthur 2:2 (2:0)

Montag, 22. September 2016, 19.45h - Stadion Breite. - 1950 Fans (davon 450 aus Winterthur) – SR Gut.

Tore: 10. Gül 1:0. 38. Demhasaj 2:0. 63. Kamber 2:1. 87. Manuel Sutter 2:2.

Schaffhausen: Grasseler; Gonçalves, Lekaj, Neitzke, Menezes; Tranquilli (80. Seferagic), Facchinetti, Frontino, Gül (94. Mevlja); Vilela (90. Wellhäuser); Demhasaj.

FCW: Von Ballmoos; Avanzini, Russo, Katz, Di Gregorio; Manuel Sutter, Mangold, Nicola Sutter (46. Kamber), Radice (46. Dessarzin); Silvio, Sliskovic (76. Nsiala). - Bemerkungen: Schaffhausen ohne Fioravanti und Tadic (verletzt). – FCW ohne Schuler (kurzfristig verletzt ausgefallen), D’Angelo, Ljubicic und Krasniqi (verletzt). – 96. Kopfball Mevljas an den Innenpfosten.

Verwarnungen: 62. Facchinetti (Foul). 75. Vilela (wiederholte Unsportlichkeit). 79. Avanzini (Reklamieren). 83. Lekaj (Foul).

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