Next Match

Sa   29. April 2017   17:45

FCW

- : -

Aarau

Last Match

Sa   22. April 2017   19:00

Servette

2 : 3

FCW

Hauptsponsor

Keller

Ko-Sponsoren

  • DE Druck AG
  • Haldengut
  • gpard

Fahrzeugpartner

Auto Haerti AG

Medienpartner

  • Der Landbote
  • Winterthurer Stadtanzeiger
  • Radio Top

Vitaminspender

Biotta AG

Webdesign

Digicom Digitale Medien AG

22.09.2016, 09:55 Uhr, Autor: LANDBOTE; Hj. Schifferli

Presse-Artikel Pressevorschau: Der Abschied von der Breite

LANDBOTE: FC Schaffhausen – FCW ist heute das letzte Derby auf der altehrwürdigen Breite. Der nächste Termin der beiden Nachbarn, im Februar 2017, wird dann im neuen Stadion im Herblingertal wahrgenommen. Heute gehts um Platz 4 in der Challenge League.


Von 1950 bis Ende 2016 spielt der
FC Schaffhausen auf der Breite,
die mitten in einem schönen
Wohngebiet liegt. Gleich im ersten
Jahr stieg der FCS in die Nationalliga
B auf, später kamen vier
Aufstiege in die Nationalliga A
(oder Super League) hinzu, mal
für zwei Jahre, zweimal für ein
Jahr, zuletzt von 2004 bis 2007 gar
für drei Saisons. Aber von 1965 bis
1984 verschwand er in den Niederungen
der 1. und 2. Liga. Aus jener
Zeit erinnern sich die Schaffhauser
an Derbys gegen Neuhausen
oder Feuerthalen; und aus Winterthur
kam nicht der FCW, sondern
beispielsweise der FC Oberi.
Der FCW übrigens hat es fertiggebracht,
ein halbes Jahrhundert
lang – in immerhin 27 Ligaspielen
– nie auf der Breite zu gewinnen:
vom 3:1 am 6. September 1964 bis
zum 1. September 2014. Die FCW-Legenden
Mandi Odermatt, Heini
Waser und Herbert Dimmeler
schossen 1964 unter dem nachmaligen
Nationalcoach René
Hüssy die Tore; zweimal Gianluca
D’Angelo, je einmal João Paiva
und Patrick Bengondo trafen vor
zwei Jahren, als der FCW unter
Jürgen Seeberger die schwarze
Serie beendeten.
Seeberger und Raffael
Seeberger ist einer jener, welche
die Jahre des FCS auf der Breite
prägten. Er führte den Verein aus
der 1. Liga in die Super League,
unter ihm schaffte er es zum einzigen
Mal, mehr als zwei Jahre oben
zu bleiben. In diese Zeit fielen
Heimsiege selbst gegen den grossen
FC Basel, ein 1:0 in der Basler
Meistersaison 2004/05, ein 4:2
zwei Jahre später. Ein Eigentor
David Degens war mal drei Punkte
wert, und zum 4:2 trug der nachmalige
FCW-Verteidiger Daniel
Sereinig «ein Kopftor nach einem
Corner» bei, wie sich Seeberger
noch heute erinnert.
Für ihn aber war das grösste
Spiel ein anderes: «Es war im Mai
2004 das letzte Heimspiel gegen
den FC Chiasso, in dem wir den
Aufstieg sicherstellten», sagt Seeberger.
Die Tessiner waren damals
stark, in dieser zweitletzten
Runde noch ein Aufstiegskandidat
mit ihrem Stürmer Raffael,
heute international bekannt von
seinem Wirken in Mönchengladbach.
2:0 führte Chiasso, 2:2
stands nach 90 Minuten, was vor
dem Rückspiel im Tessin – gemäss
damaligem Modus mit Bonuspunkten
– nicht gereicht hätte.
Aber dann schoss Daniel Senn
in der 93. Minute das Schaffhauser
Aufstiegstor. Später, zu
Super-League-Zeiten, mochte
Senn nicht mehr unter Seeberger
spielen. Er wechselte zum . . .
FCW. «Dieser Match gegen
Chiasso war speziell», fügt Seeberger
bei, «wir stiegen auf, aber
auch mit seiner Dramaturgie –
vom 0:2 zum 3:2. Und es waren
4500 Zuschauer da – alles Schaffhauser.»
Nicht wie wenn Basler
oder Zürcher zu Gast waren.
Fringer, Löw und Thoma
Heute heisst der Trainer und
Sportchef auf der Breite Axel
Thoma, und auch er spielte schon
früher in der Schaffhauser Geschichte
eine grössere Rolle. Er
war Stürmer jener Mannschaft,
die 1988 als B-Klub den Cupfinal
gegen GC erreichte. «Da war vor
allem das Heimspiel im Viertelfinal
gegen St. Gallen», erinnert
sich Thoma. In der Verlängerung
schossen Joachim Engesser und
Marco Filomeno die Tore zum
2:1-Sieg; ein paar Wochen später
traf Filomeno beim sensationellen
1:0 gegen die Young Boys im
Halbfinal im Wankdorf. Den Final
gewann GC 2:0.
Mitspieler Thomas war damals
Rolf Fringer. Auch für den ist jenes
4:1 gegen YB eine besondere
Erinnerung an die Breite – seine
beste als Spieler des FCS. «Als
Trainer war natürlich schon
aussergewöhnlich», denkt er
weiter, «dass wir in der Saison
1990/91 beinahe aufgestiegen
wären – mit Röbi Di Matteo als
Libero und Jogi Löw im Mittelfeld.
Zwei, die später als Trainer
Champions-League-Sieger oder
Weltmeister wurden, in einer
Mannschaft der Challenge
League – das ist doch eher ungewöhnlich.»
Noch eine Reihe weiter
vorne stand der Stürmer Thoma
. . . Mit einem Sieg gegen den
FCZ in der letzten Runde wären
die Schaffhauser aufgestiegen.
Aber sie verloren dann 0:2, der
FCZ blieb oben. 1992 ging Fringer
zum FC Aarau und wurde gleich
Meister, Löw und Thoma aber
schrieben ihre nächsten Kapitel
als Spieler beim . . . FCW.
Toni Allemann und Paolo Diogo
Aus den Zweitligajahren des FCS
berichten sie in Schaffhausen etwa
vom Spielertrainer Toni Allemann,
der als Erster mit weissen
Schuhen aufgetreten sei. Allemann
hatte Jahre vorher im
Wankdorf das entscheidende Tor
gegen Holland geschossen, mit
dem sich die Schweiz für die WM
1966 in England qualifizierte. Zu
jener Zeit war er, für den 1. FC
Nürnberg, einer der ersten
Schweizer Bundesligaprofis.
Und dann gab es noch diese
Geschichte von der Breite: Im
Dezember 2004, in ihrer ersten
Super-League-Saison, verloren
die Schaffhauser daheim gegen
Servette 1:4. Paolo Diogo schoss in
der 87. Minute das siegsichernde
3:1 der Genfer. Er bejubelte es – vor
der Kurve der Gästefans – so enthusiastisch,
dass ihm das Missgeschick
unterlief, mit dem rechten
Ringfinger im Absperrgitter hängen
zu bleiben und zwei Fingerglieder
zu verlieren. Der Schiedsrichter
verwarnte ihn wegen übertriebenen
Torjubels. Aber all das
hinderte Diogo nicht, von 2006 bis
2008 für den FCS zu spielen.
Jetzt wird noch sechsmal in der
Liga und im Cup gegen den FC
Sion auf der Breite gespielt. Das
Eröffnungsspiel im neuen Stadion
könnte im Februar jenes
gegen den FCW sein. Es ist wohl
angedacht, «aber fixiert ist es
noch nicht», sagt Thoma. hjs

 

 

 

FCS vs. FCW – EIN DERBY

Drei Spiele ohne Niederlage,
mit dieser ersten kleinen
positiven Serie in der Meisterschaft
hat der FCW sich auf Platz
4 geschoben. Dazu kommen,
wie Trainer Sven Christ fein
säuberlich gezählt hat, noch die
zwei Cupsiege gegen Erstligisten,
also sind es nun fünf Pflichtspiele
ohne Niederlage. Diese
Tendenz ist besser als jenes der
Schaffhauser, die nach vier
Runden neun Punkte auf dem
Konto hatten, dann aber hintereinander
gegen die Spitzenklubs
Aarau (2:3), FCZ (1:3) und
Neuchâtel Xamax (0:2) verloren.
Dasselbe war vorher dem FCW
widerfahren.
Es begegnen sich also zwei
Teams, die für die ersten Ränge
hinter der Spitzengruppe infrage
kommen. Aufgrund der
bisherigen Leistungen dürften
sie sich auch auf absoluter
Augenhöhe begegnen. Die
Schaffhauser sind Vierte, wenn
sie gewinnen; die Winterthurer
bleiben es, wenn sie mindestens
unentschieden spielen.
FCW-Trainer Christ hat heute
seinen Captain Patrik Schuler wieder
im Aufgebot, weiterhin nicht
Gianluca D’Angelo und Kreso Ljubicic,
die sich vorderhand damit
begnügen (müssen), die Trainingsqualität
zu erhöhen. Das
jugendliche Quartett Julian Roth/
Marc Schmid/Tiziano Lanza/
Gianluca Calbucci bereitet sich
aufs Spiel der U21 in Eschen/
Mauren vor. Axel Thoma fehlt
Skorer Igor Tadic weiterhin, aber
auch Imran Bunjaku und Guilherme
Fioravanti sind verletzt. hjs

Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

*
*